Dez 2014 hastuPAUSE Nr. 57 0

Autismus – eine unsichtbare Behinderung

Wie ich als Autist meine Umgebung wahrnehme und welche Probleme damit verbunden sind

Illustration: Katja Karras

Illustration: Katja Karras

Es ist schwer für mich, die Unterschiede zu erklären, welche bei der Art der Wahrnehmung von Autisten und Nichtautisten bestehen, da ich in meinem Leben nie ein Nichtautist gewesen bin und auch nie sein werde. Ich fange daher mit einem Gedankenexperiment an, welches ich mir in jüngster Zeit immer wieder überlege: Was wäre, wenn die meisten Menschen Autisten wären, wenn es also normal wäre, Autist zu sein? Ich denke, die Menschen würden unter anderem Gebärdensprache benutzen, da das Kommunizieren mit Lauten schnell sehr belastend werden kann. Gerade wenn viele Menschen sich auf engem Raum versammeln und sich unterhalten, führt das schnell zu einem sehr störenden Geräuschpegel. Für mich ist es dann zum Beispiel sehr schwer, die Stimme meines Gesprächspartners von dem einzigen Geräuschbrei zu unterscheiden, welcher mich umgibt. Aber auch, wenn ich still in einer Ecke sitze, ist es nicht einfach, diese vielen akustischen Reize, welche auf mich einströmen, zu verarbeiten. In die Mensa gehe ich daher meist kurz nachdem sie geöffnet hat oder kurz bevor sie schließt, also immer dann, wenn sie einigermaßen leer ist. Mehr, mehr, mehr

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Von der Uni zu UNICEF

Zwei Interviews über die UNICEF-Arbeitsgruppe Halle und die Möglichkeit der UNICEF-Campusgruppe, Université Paris Ouest Nanterre la Défense, Frankreich

Foto: Antonio Zugaldia (CC BY 2.0)  Quelle unter dem Text

Foto: Antonio Zugaldia (CC BY 2.0)
Quelle unter dem Text

Donnerstag, 6. November 2014, 14 Uhr an der Händelstatue auf dem hallischen Marktplatz. Normalerweise der wohl beliebteste Treffpunkt der Stadt, doch heute erregt ein Lied plötzlich die Aufmerksamkeit der Wartenden und Vorbeiziehenden. Viele Leute, vor allem Kinder, versammeln sich vor dem Stand.

Eine UNICEF-Mitarbeiterin begrüßt Interessierte und erklärt dass diese Veranstaltung im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums des Kinderrechtsvertrags organisiert wurde. Es wurden Aktivitäten sowie ein Quiz angeboten, bei dem die Teilnehmenden zum Beispiel Hörspiele gewinnen konnten.

Welche Aktionen organisiert die UNICEF-Arbeitsgruppe Halle darüber hinaus? Wie kann ich mich als Student engagieren? Mehr, mehr, mehr

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Aktiv komatös

Seit Jahren schwindet die Beteiligung der Studenten an der Hochschulpolitik – Eine Bilanz zur politischen Kultur an den Universitäten

Illustration: Han Le

Illustration: Han Le

Wären die deutschen Universitäten ein Patient, so wäre die Diagnose mit Sicherheit unklar.

Einerseits scheint die Mehrheit der Studenten das Interesse an politischer Mitwirkung immer mehr zu verlieren, andererseits gibt es viele verschiedene Interessengruppen und Aktionsgemeinschaften. Während auf der einen Seite aktiv versucht wird, auf die Hochschulpolitik einzuwirken, scheint auf der anderen Seite die in ganz Deutschland um sich greifende »Egal-Haltung« und Politikverdrossenheit auch an den Universitäten Einzug gehalten zu haben. Mehr, mehr, mehr

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Rechtslage: ungeklärt

An der MLU wurden Studierende von Dozenten sexuell belästigt – Eine Darstellung

Illustration: Eva Feuchter

Illustration: Eva Feuchter

An der Philosophischen Fakultät I war schon seit längerem bekannt, dass ein dort tätiger Dozent »schwierig« sei. Gezielt soll sich dieser Studentinnen aus dem ersten und zweiten Semester auf eindeutige Weise genähert haben. Im Juni 2013 dann reichen einige Studentinnen Beschwerde ein. Diese wird von der Beschwerdestelle AGG (allgemeines Gleichstellungsgesetz) und vom Personalrat der Uni geprüft, beide kommen zu dem Schluss, dass hier ein Fall sexueller Belästigung vorliegt.

Dem betroffenen Dozenten wird gekündigt. Dieser erhebt daraufhin eine Kündigungsschutzklage, der vom Arbeitsgericht Halle im Mai 2014 stattgegeben wird. Hier zeigt sich: Die Kündigung ist rechtswidrig, da die nötige Rechtsgrundlage fehlt. Konkret heißt das: Maßnahmen gegen Dozenten, denen sexuelle Belästigung nachgewiesen werden kann, müssen ausbleiben, da das Gesetz das rechtliche Verhältnis nicht eindeutig festlegt. Es bezieht sich momentan nur auf Arbeitnehmer der Universität. Tatsächlich ist bisher nur der umgekehrte Fall, also die sexuelle Belästigung von Dozenten durch Studierende geklärt. Studierende werden hier nur als Täter definiert. Obwohl die MLU Betroffenen zum damaligen Zeitpunkt Anlaufstellen wie das Gleichstellungsbüro, den Stura oder den Arbeitskreis »Sexuelle Belästigung« bietet, haben diese aufgrund der unklaren Gesetzeslage keine wirkliche Einflussmöglichkeit. Mehr, mehr, mehr

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Sülze mit Vanillesoße

Die meisten Unfälle passieren in der Küche, und keiner will sie essen – Bericht über den Kochkurs des Studentenwerks Halle

Illustration: Han Le

Illustration: Han Le

Damit man nicht schuld an solch einem Unfall ist, bietet es sich an, einen Kochkurs zu belegen. Das Problem ist nur, dass die meisten Kochkurse ziemlich teuer sind. Aber es gibt auch den Kochkurs des Studentenwerks Halle, für den man nur 30 Euro zahlt und dafür jeden Dienstag oder Donnerstag um halb sechs kochen lernen kann. An der Volkshochschule kostet bereits ein einzelner Abend fast genauso viel. Mehr, mehr, mehr

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Rammstein trifft Michael Ende

Warum die Inszenierung von »Der Spiegel im Spiegel« im Neuen Theater sowohl modern als auch anregend daherkommt

Foto: Falk Wenzel / Theater, Oper und Orchester GmbH Halle

Foto: Falk Wenzel / Theater, Oper und Orchester GmbH Halle

Am Ende also noch Rammstein. Zum Song »Mutter« tanzen alle Schauspieler entrückt und zugleich rhythmisch, die Szenerie wird abgedunkelt, es raucht und ist laut. Ein Richter verspeist blutverschmiert eine Leiche. Die bleich geschminkten Gesichter der Darsteller wirken jetzt noch einmal besonders unwirklich. Werden nun auch noch die beiden Engel, die bisher nahezu bewegungslos das Bühnenbild rahmten, aktiv? Mehr, mehr, mehr

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Gegen Rechts

An meiner Heimatstadt Halle (Saale) gefällt mir nicht, dass hier so viele Nazis leben.

Am 5. Dezember fand in der Silberhöhe am Gesundheitszentrum  eine Demo gegen Rechts statt.

Am 5. Dezember fand in der Silberhöhe am Gesundheitszentrum eine Demo gegen Rechts statt.

Es stachen mir schon immer diese Wahlplakate der NPD ins Auge. Gut so, dass es noch Menschen gibt, die diese, zwar illegal, wieder abgerissen haben. Und dennoch haben am 25. Mai bei der Kommunalwahl insgesamt 2775 Einwohner die NPD gewählt. Nun haben wir seitdem wieder einen NPDler im Stadtrat sitzen. Während der Kommunalwahl hat eine Freundin von mir festgestellt, dass ihre Arbeitskollegin sich als Kandidatin für die NPD gestellt hat. Dabei war das doch so eine vernünftige Frau. Nach der Kommunalwahl im Mai habe ich mit Erschrecken festgestellt, dass auch welche aus meinem Wahlkreis die NPD gewählt haben. Mehr, mehr, mehr

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Vom Sollen und Sein − Institutsgruppen

Über gute Ideen, Probleme und das gemeinsame Ziel studentischen Engagements

Foto: Carolin Schmidt

Foto: Carolin Schmidt

Wer sich an der Universität – neben seinem Studium – für Studenten einsetzen möchte, kann zwischen verschiedenen Formen und Ebenen wählen. Besonders deutlich zeigt sich dies für die Studenten an der Philosophischen Fakultät I, in der man zwischen drei Instanzen entscheiden kann.

Übergeordnet über allen Formen studentischen Engagements steht der Studierendenrat (StuRa). Die untergeordneten Fachschaftsräte (FSR) der verschiedenen Fakultäten der MLU decken in ihrer Funktion pro forma die einzelnen Zweigbereiche ab. Neben dem StuRa beziehungsweise seinen Fachschaften bestehen auch noch andere Formen, die das Arbeiten in diesen Gremien effektiv gestalten sollen. Zu nennen wären in diesem Falle beispielsweise die Arbeitskreise und ‑gemeinschaften sowie Interessenvertretungen und ‑gruppen. Abseits dessen existiert aber noch ein ganz anderes Format studentischen Engagements: die Institutsgruppen (IG). Mehr, mehr, mehr