Jan 2015 hastuPAUSE Nr. 58 0

In den Straßen von Hiroshima

Eine Rezension zu einem erschreckend anderen Comic

Band 1: Carlsen Verlag, 304 Seiten, 12.00 EUR

Band 1: Carlsen Verlag, 304 Seiten, 12.00 EUR

Sie mögen aussehen wie gewöhnliche Zeichnungen, sind es aber nicht. Sie schreien. Ein lautloser Schrei, einer, der einem nichtsdestotrotz durch Mark und Bein geht. Ein kollektiver Ausdruck des Entsetzens und der Qual. Menschen, die Minuten zuvor noch voller Leben und Hoffnung waren – aus ihren Gesichtern spricht nichts mehr davon.

Sie haben keine mehr. Wortwörtlich.

Das ist »Barfuß durch Hiroshima«. Mehr, mehr, mehr

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Seltsame Zeit

Zum Jahreswechsel ein sehr persönlicher Rückblick. Über Freude und Leid eines Jahres und was man daraus lernen kann.

Foto: Christian Schoen

Foto: Christian Schoen

2014 begann für mich in Trauer, Weihnachten 2013 war meine Oma gestorben. Der erste Mensch in meiner Familie, den ich gehen gesehen habe. Wir hatten sie anderthalb Jahre durch das Auf und Ab ihrer weit fortgeschrittenen Krankheit begleitet, bis es nur noch abwärts ging. Sie hatte Krebs, wie leider so viele Menschen.

Besonders schlimm daran waren das langgezogene Leiden und die Ungewissheit, wie lange man noch zusammen Zeit haben würde. Ihr Tod konnte ab dem Zeitpunkt der Diagnose morgen, nächste Woche, nächsten Monat oder nächstes Jahr kommen. Plötzlich konnte sich ihr Zustand rasch verschlechtern, andere Wochen waren wiederum den Verhältnissen entsprechend richtig gut. Außerdem kommt da jedes Mal ein anderer Mensch aus dem Krankenhaus, beim ersten Mal allein zehn Kilo schmaler. Und auch vom Verhalten her wurde sie immer schwieriger, sie bemerkte es oft selbst. Ich glaube, eigentlich hatte ich ihren Tod zum großen Teil schon verarbeitet, bevor sie überhaupt starb. Es war ein sehr langes Abschiednehmen. Mehr, mehr, mehr

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Ma’atwärts

Auf den Spuren der neuen alten Ägypter. Einblicke in eine ungewöhnliche Praxis, die das Potenzial hat, in einer chaotischen Welt aufzuräumen.

Illustration: Robert May

Illustration: Robert May

Kemet. Der Eigenname des fruchtbaren Nillandes, das wie kein anderes die Menschen durch seine Beständigkeit, seinen Zauber beeindruckt. Eine stumme Macht geht von ihm aus, die bis heute wirkt. Eine Kraft, die global und regional engagierte Leute unter der spirituellen Bewegung des Kemetismus vereint. Doch was macht diese Menschen aus? Eine Unterhaltung hat so manchen Blick hinter sonst verschlossene Vorhänge gewährt. Mehr, mehr, mehr

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Nase voll?!

»Checkpoint C« bietet Crystal-Konsumenten eine anonyme Sprechstunde in Halle

Foto: Christian Schoen

Foto: Christian Schoen

Das Projekt »Checkpoint C« ist eine von Studenten der Medizin und der sozialen Arbeit ehrenamtlich geleitete Sprechstunde für Crystal-Konsumenten und deren Angehörige. Hier kann man sich nicht nur anonym beraten lassen, sondern auch einen kostenlosen Gesundheitscheck bekommen. Um mehr zu erfahren, haben wir uns mit Julia Walta unterhalten; sie studiert soziale Arbeit und arbeitet an dem Projekt mit.

Wer ist an dem Projekt Checkpoint C beteiligt?

Wir sind Studenten der Medizin und der sozialen Arbeit. Wir sind für dieses Projekt alle speziell ausgebildet worden – die Mediziner bei einem Suchtmediziner und wir Studenten für soziale Arbeit im Drogenhilfesystem in Halle und Umgebung. Wenn wir unsere Sprechstunde anbieten, haben wir unten aber auch Senior-Experten sitzen, auf die wir zurückgreifen können, wenn wir nicht weiterkommen. Aber in der Sprechstunde selbst sind nur wir. Mehr, mehr, mehr

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Zu Risiken und Nebenwirkungen …

Sebastian Weist, der ebenfalls bei dem Projekt »Checkpoint C« mitwirkt, klärt über die Gefahren von Crystal auf und erklärt, wie sich die Droge auf den Körper auswirkt:

Es gibt Kurzzeitnebenwirkungen, welche unmittelbar nach dem Konsum eintreten. Beim nasalen Konsum werden Nasen- und Rachenschleimhaut durch die kristalline Struktur der Substanz stark gereizt. Oft kommt es zu Verletzungen der Nasenschleimhaut. Mehr, mehr, mehr

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Hin und wieder zurück

Am Dienstag, den 9.12.2014, veranstaltete das Cinemaxx Charlottencenter einen besonderen Filmabend – darin enthalten: drei Hobbit-Filme in 3D, Popcorn und Espresso.

Illustration: Katja Karras

Illustration: Katja Karras

Es ist eine Viertelstunde vor Beginn der Vorstellung, halb sechs, und der Kinosaal ist verhältnismäßig leer. Nur zwei Handvoll Leute haben es sich bereits in den obersten Reihen bequem gemacht, es raschelt und lacht dort oben. Wir sind zu zweit, ich für meinen Teil stolz wie Bolle. In unseren Händen das unvermeidliche, quasi-traditionelle Hobbit-Menü: Popcorn in der Hobbit-Box, Cola im Hobbit-Becher, Hobbit-T-Shirt-Gutschein und Smaug-Figur. Wir suchen uns unseren Platz und sinken in die weichen Kino-Sessel, welche sich im Laufe der nächsten Stunden tatsächlich in etwas Unbequemes verwandeln werden. Mehr, mehr, mehr

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»Verliebt, verlobt … verrückt?«

Warum alles gegen die Ehe spricht und noch mehr dafür

Illustration: Anne Walther

Illustration: Anne Walther

In ihrem gleichnamigen Buch gehen Amelie Fried und Peter Probst, die eigentlich nie heiraten wollten, der Frage nach, ob man verheiratet und trotzdem glücklich bleiben kann.

Die Moderatorin und erfolgreiche Autorin, Amelie, verfasste bereits zahlreiche Bestseller und wurde unter anderem mit dem Bambi-Preis (TV-Moderation) und dem Deutschen-Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Ihre Romane »Traumfrau mit Nebenwirkungen«, »Am Anfang war der Seitensprung«, »Der Mann von Nebenan« und »Rosannas Töchter« wurden verfilmt. Die Drehbücher zur Verfilmung schrieb meist ihr Mann, Peter. Der Grimme-Preisträger verfasste außerdem Drehbücher für »Tatort« oder »Polizeiruf 110«. Seit 1990 sind beide Autoren miteinander verheiratet und haben zwei Kinder. Mehr, mehr, mehr

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Der Schall des Theaters

Am Donnerstag, den 8.1.2015 veranstaltete das Theater Mandroschke zum sechsten Mal einen Musikabend zu ihrer erfolgreichen Unplugged-Reihe. Die rein akustische Darbietung kam diesmal von der Rockband Pussy Shock.

"Pussy Shock" unplugged. Foto: Katja Karras

»Pussy Shock« unplugged. Foto: Katja Karras

In der Rudolf-Ernst-Weise-Straße 4/6 befindet sich hinter der »Arche«, einem Vorderhaus mit Proberäumen verschiedener Bands, durch den kleinen Hof hindurch, das Theater Mandroschke. Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis die eindringlichen Klänge die eigentliche Schauspielbühne erreichen sollten. Möglich gemacht hat das Torsten Jahnke, leidenschaftlicher Konzertgänger und Musikkenner. Er ist seit zwei Jahren Stammgast und mit den Inhabern des Theaters befreundet. Durch sein freiwilliges Engagement koordinierte er auch den heutigen Abend. Mehr, mehr, mehr