Apr 2015 hastuUNI Nr. 59 0

»Erasmus Life Halle« goes abroad

Die Studenteninitiative »Erasmus Life Halle« schließt sich ihrem großen internationalen Bruder an, dem Erasmus Student Network.

Foto: Charlotte Schnögl

Foto: Charlotte Schnögl


Nachmittags am Hauptbahnhof. Zwischen Reisenden, die mit Ungeduld auf die Einfahrt ihres Zuges warten, steht sie. Ein Schild in der Hand: »Welcome to Halle«. Passagiere gleiten in Eile an ihr vorbei, einige schauen etwas irritiert. Der Zug fährt ein, die Spannung steigt. Als der Schaffner herausspringt und die Zugtüren öffnet, lässt sie den Blick über die herausströmenden Massen schweifen. Hoffentlich hat die Fahrt vom Berliner Flughafen gut geklappt und er hat sich im Großstadtgewirr nicht verirrt, ist womöglich in den falschen Zug, ins westfälische Halle, gestiegen und fragt sich gerade verwundert, wie lange eine Anderthalbstunden-Fahrt nach Halle Saale wohl dauern kann. Wochen vor der Reise haben sie sich geschrieben, die Ankunft geklärt, ein Treffen vereinbart. Jetzt ist er da. Nur noch Sekunden entfernt. Mehr, mehr, mehr

Apr 2015 hastuUNI Nr. 59 0

Abschlussarbeit reloaded

Jeder von uns wird sich eines Tages seiner Bachelor-, Diplom-, Master- oder Staatsexamensarbeit zuwenden. Das Thema wirft oft genug Fragen auf, die nur schwer selbst zu beantworten sind. Aus diesen Gedanken heraus haben Studierende der Anglistik und Germanistik das GraduMeeting geschaffen. hastuzeit hat mit der Koorganisatorin Jenna gesprochen.

Foto: Jenna Gittermann

Foto: Jenna Gittermann

Was genau kann man sich unter dem GraduMeeting vorstellen?

Das GraduMeeting ist ein von Studierenden für Studierende organisiertes Treffen, bei dem Abschlussarbeiten aus der Germanistik und Anglistik/Amerikanistik vorgestellt werden. Dabei kann eine fachliche Diskussion entstehen und man hat die Möglichkeit, ein Feedback zu seiner Arbeit von Dozenten und Kommilitonen zu bekommen. Außerdem können die Referenten über den Schreibprozess und Probleme beim Schreiben berichten. Zuhörer, die das Schreiben einer Abschlussarbeit noch vor sich haben, bekommen also wertvolle Tipps und Anregungen – vielleicht auch für die eigene Themenfindung. Das alles passiert in ganz lockerer, entspannter Atmosphäre – von Studis für Studis eben. Mehr, mehr, mehr

Apr 2015 hastuUNI Nr. 59 0

Chance vertan

Der Senat der Universität verhindert, dass man sich in Sachsen-Anhalt einmal grundsätzlich über Kürzungen streitet.

Illustration:  Anne Walther

Illustration: Anne Walther

Es ist ruhig geworden um die Studierendenproteste und Universitätskürzungen. Zuletzt sind eher Lehrerstreiks und Polizeiprobleme Anlass für Sachsen-Anhalts Politiker, sich in den Medien zu Wort zu melden. Das ist nicht weiter erstaunlich, wurde doch mit dem Hochschulstrukturplan ein ziemlich dünnes Dokument aufgesetzt, das die Universitäten zum Sparen aufruft. Zwar sind noch immer die alten Pläne enthalten, vor allem bei Sport-, Geowissenschaften, MuK, Informatik und Psychologie zu kürzen beziehungsweise sogar zu streichen, doch in der Formulierung liest sich vieles seichter und teils äußerst unkonkret. Mehr, mehr, mehr

Apr 2015 hastuUNI Nr. 59 0

Zielvereinbarungen unterzeichnet

Mit gut einjähriger Verspätung konnten sich Sachsen-Anhalts Hochschulen mit dem Wissenschaftsministerium auf Zielvereinbarungen einigen. Was steht drin – und ist das alles?

Illustration: Anne Walther

Illustration: Anne Walther

Am 29. Januar 2015 setzten die Rektorin und Rektoren der Landeshochschulen, die Dekane und Ärztlichen Direktoren der medizinischen Fakultäten und Wissenschaftsminister Hartmut Möllring ihre Unterschriften unter Zielvereinbarungen mit einer Laufzeit bis 2019. Darin versprechen die Hochschulen eine Reihe von Aufgaben zu erfüllen, beispielsweise Kooperationen untereinander und mit der Wirtschaft, Maßnahmen zur Internationalisierung, Gleichstellung und Barrierefreiheit sowie mehr Abschlüsse in der Regelstudienzeit. Im Gegenzug sichert das Land den Hochschulen eine Finanzierung in Höhe der »Bernburger Erklärung« von 2013 zu. Für die Martin-Luther-Universität sind das jährlich gleichbleibend knapp 135,6 Millionen Euro, etwa 1,7 Millionen weniger als 2014. Kostensteigerungen will das Land nur beim nach Tarif oder Besoldung bezahlten Personal übernehmen, und auch da nur zu 90 Prozent. Mehr, mehr, mehr

Apr 2015 hastuUNI Nr. 59 0

Mitmischen an der Uni

Am 27. Mai habt Ihr wieder die (Hochschul-) Wahl. hastuzeit versorgt Euch schon einmal mit ersten Informationen – vielleicht bekommt Ihr ja Lust, auf die andere Seite zu wechseln.

Illustration: Eva Feuchter

Illustration: Eva Feuchter

Ihr spielt mit dem Gedanken zu kandidieren, aber Wahlbekanntmachungen im XXL-Format, Formulare und Fristen schrecken Euch ab? Keine Bange, der Weg auf den Wahlzettel ist gar nicht so schwer. Mitmachen könnt Ihr im Senat und Studierendenrat (Stura) auf der Ebene der gesamten Universität und im jeweiligen Fakultätsrat und Fachschaftsrat auf der Ebene des eigenen Fachbereichs. Mehr, mehr, mehr

Apr 2015 hastuUNI Nr. 59 0

Vom Bauschutt befreit sind Räume und Gänge

Anfang März wagte die hastuzeit einen ersten vorsichtigen Blick auf den neuen, noch unfertigen Campus am Steintor.

Foto: Christian Schoen

Foto: Christian Schoen

Was viel Geld, genauer 50 Millionen, gekostet hat, muss nicht immer schön sein. Aber Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters, auch wenn dieser hier teilweise etwas länger suchen muss. Der Steintor-Campus ist da.

Mit ihm ist für 3000 Studierende der MLU und 350 Dozenten eine neue Ära angebrochen. Vorbei die Zeit der kleinen, dezentralen, über die ganze Innenstadt verstreuten Institute. Das Geistes- und Sozialwissenschaftliche Zentrum am Steintor ist nach knapp drei Jahren Bauzeit fertiggestellt und wird im Sommersemester 2015 Stück für Stück bezogen. Den Anfang machen bereits im April das Orientalische Institut, die Neuphilologien und die Germanistik. Im Juni und Juli folgen dann die Institute für Altertumswissenschaften, Geschichte, Politikwissenschaften und der Rest. Mehr, mehr, mehr

Apr 2015 hastuPAUSE Nr. 59 0

Ein Student probiert sich als Pfarrer

Einmal im Jahr findet der »Gottesdienst International« in der hallischen Heilandsgemeinde statt. Dieses Mal kam am 8. März der Student Zoltán Kovács zu Besuch und hielt für die Gemeinde eine Predigt.

Foto: Johanna Sommer

Foto: Johanna Sommer

Zoltán stammt aus Brasov (dt. Kronstadt), welches in Rumänien liegt, einem Vielvölkerstaat mit Rumänen, Ukrainern, Türken, Serben, Tataren, Slowaken, Bulgaren und Deutschen. So ist es nicht verwunderlich, dass es auch verschiedene religiöse Gruppen gibt. Die Mehrheit (86,8 %) ist rumänisch-orthodox. Die restlichen Prozent der Gläubigen sind evangelisch-reformiert, muslimisch, jüdisch oder römisch-katholisch.

Im Herzen von Rumänien liegt das Gebiet Siebenbürgen, wo viele Menschen neben Rumänisch auch Deutsch sprechen, genauso wie Zoltán. Er selbst ist Mitglied der evangelisch-reformierten Kirche, welcher 4,7 Prozent der Bevölkerung in Siebenbürgen angehören.

Mit einem Stipendium des Gustav-Adolf-Werkes kam er erst nach Halle, um im Studienkolleg sein Deutsch zu verbessern. Als er das erfolgreich abgeschlossen hatte, studierte er Theologie auf Pfarramt in Leipzig, da das Gustav-Adolf-Werk nur Plätze für die Uni in Heidelberg oder die Uni Leipzig vergab. Momentan macht er in den Ferien ein Gemeindepraktikum in Erfurt. Mehr, mehr, mehr

Apr 2015 hastuPAUSE 0

Wütendes Trauern

Über 200 Menschen, darunter zahlreiche Studierende, gedachten auf dem hallischen Marktplatz den im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlingen.

Kann man die Trauer über den Tod von mehr als 1000 Flüchtlingen, die vergangene Woche auf dem Mittelmeer ertrunken sind, überhaupt noch in Worte fassen? Für die über 200 Menschen, die sich am Mittwochabend auf dem hallischen Marktplatz versammelten, stellte sich diese Frage nicht. Sie waren zusammengekommen, um den Geflüchteten zu gedenken, und bildeten einen großen Kreis. Dann schwiegen sie. Eine Minute lang.

Flashmob_Gedenken_an Flüchtlinge

Foto: Tobias Heller

Unter dem Motto »Wir schämen uns!« veranstaltete das Bündnis »NO Halgida – Für ein weltoffenes Halle« angesichts der verheerenden Katastrophe einen Flashmob. »Nicht erst seit gestern sterben Menschen aufgrund der restriktiven Flüchtlingspolitik seitens der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten auf der Suche nach einem besseren Leben. In letzter Zeit jedoch hat die Abschottungspolitik der EU und die entsprechenden Folgen ein völlig neues Level erreicht«, schrieb das Bündnis auf Facebook. Und forderte: »Das muss aufhören! Schluss mit dieser von Rassismen durchsetzten Abschottungspolitik!« Mehr, mehr, mehr