Dez 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 81 0

Ein Champagnerglas voller Wünsche

Sobald die erste Kerze auf dem Adventskranz angezündet wird, ist Heiligabend nicht mehr weit. Doch die Vorkehrungen für Weihnachten beginnen nicht nur in Deutschland, auch in anderen Teilen der Welt wirft das große Fest seine Schatten voraus, wie zum Beispiel in Russland. Dort gilt allerdings: Silvester-Knaller vor Weihnachtslichtern.

Foto: Sergey Norin (CC BY 2.0), flickr.com/photos/5nap/15487502334/

Die Winterzeit in Russland ist etwas sehr Besonderes. Denn die Heilige Nacht »Рождество« (roschdeßtwo) und das Neujahrsfest »Новый год« (nowyy god) am 31.12. tauschen ihre Plätze. Das russische Weihnachtsfest wird nicht wie bei uns im Dezember gefeiert, sondern vom 6. auf den 7. Januar zelebriert – 13 Tage später. Mehr, mehr, mehr

Dez 2018 hastuUNI Heft Nr. 81 0

Abstimmung ohne Wahl

Aller Kritik an den Verhandlungen und deren Resultat zum Trotz stimmen 91,4 % der Studierenden an der MLU für das Semesterticket und somit auch für die umstrittene Preissteigerung. Weil es keine bessere Alternative gab?

Foto: Vaikoovery (CC BY 3.0), https://commons.wikimedia.org/wiki/

Unzählige Debatten, drei Infoveranstaltungen, eine Abstimmung – die Online-Befragung über die Fortführung des MDV-Tickets polarisierte die Gemüter. Dies spiegelte sich auch in der Wahlbeteiligung wider: Mit 48,3 % für eine Wahl im Hochschulkontext eine beachtliche Leistung und ein weiteres Indiz für die Bedeutsamkeit dieser Debatte. Mehr, mehr, mehr

Dez 2018 hastuINTERESSE Heft Nr. 81 0

Fair Trade oder Fair Trend?

Das Fairtrade-Siegel kennt jeder – jetzt prangt das schwarz-blau-grüne Emblem für fair gehandelte Produkte auch an immer mehr Universitäten. Aber was muss dafür geleistet werden und wie sinnvoll kann so ein Siegel sein?

Foto: Jonas Kyora

Die Unis in Trier, Köln, Saarbrücken und Leipzig haben alle eines gemeinsam, sie sind Fairtrade-Universitäten – oder wie im Kampagnenjargon mit modernem Anglizismus: Fairtrade-Universities. Mit diesem Titel dürfen sich all die Hochschulen schmücken, die vom Verein TransFair, Deutschlands bekanntester Fairtrade-Organisation, ausgezeichnet werden. Dort können sich nicht nur Unis, sondern auch Schulen und ganze Städte um das Fairtrade-Siegel bewerben. Jeweils fünf unterschiedliche Kriterien müssen dafür erfüllt werden: Natürlich gehört dazu, dass auf Marktplatz, Schulhof oder Campus fair gehandelte Produkte verkauft werden. Durch Veranstaltungen zum Thema soll aber auch die Bekanntheit von Fairtrade gesteigert werden.

Wie streng sind die Kriterien?

Bekommt man also, wenn man in Leipzig oder Trier in der Mensa zum Mittag isst nur fair gehandelten Reis auf den Teller? Und in Saarbrücken zwangsläufig fair gehandelten Kaffee in den (Mehrweg-)Becher? Nein, ganz so umfassend sind die Kriterien für das Siegel nicht. Angenommen, die Uni Halle wollte Fairtrade-Uni werden, dann könnte Kaffee theoretisch ein Produkt von vielen bleiben, das konventionell gehandelt wird. Denn an Unis mit 20 000 Studierenden müssen zehn Verkaufspunkte jeweils mindestens zwei fair gehandelte Produkte anbieten. Zehn Verkaufspunkte klingt zunächst viel – wenn man aber bedenkt, dass das Studentenwerk acht Cafébars und Mensen betreibt, wird deutlich, dass nicht mehr viele andere Geschäfte von Fairtrade überzeugt werden müssten. Und sind zwei Produkte im Sortiment eigentlich eine große Veränderung? Mehr, mehr, mehr

Dez 2018 hastuINTERESSE Heft Nr. 81 0

Das Kaffeebechermassaker

Wenn die Pause zwischen zwei Seminaren nur dreißig Minuten beträgt, reicht die Zeit oftmals nur aus, um sich ein Heißgetränk im Café zu kaufen. Das ist bequem, geht schnell und lässt sich auch noch während des nächsten Seminars genießen. Einziges Manko: Der Pappbecher.

Foto: Lisa Kollien

Mittwochs in der Cafébar Steintor-Campus zwischen 11.45 und 13.15 Uhr: Die Schlange an der Kasse reicht bis hinaus auf die Terrasse. Schnell etwas für zwischendurch kaufen, bevor der nächste Kurs beginnt. Ein Baguette und einen Kaffee »To Go«. Ungefähr drei Euro wechseln den Besitzer für den schnellen Genuss zwischendurch. Zurück bleiben Papiertüten, die schon außerhalb des Cafés wieder weggeworfen werden, und Pappbecher, die im Idealfall (aber selten) in der Mülltonne landen. Und wenn, dann leider nicht fachgerecht getrennt, da in den öffentlichen Entsorgungsmöglichkeiten leider alles zusammenkommt. Mehr, mehr, mehr

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Zero Waste – geht das überhaupt?

Dieser Artikel will nicht mit Bildern von riesigen Plastikstrudeln im Meer oder toten Vögeln mit Strohhalm im Hals schockieren, um ein schlechtes Gewissen hervorzurufen. Plastik ist schlecht für die Umwelt, das ist mittlerweile allgemein bekannt. Stattdessen wird dieser Artikel aufzeigen, wie ein Leben ohne Plastik möglich wird.

Foto: Johanna Schultheiß

Morgens beginne ich den Tag mit einer erfrischenden Dusche. Dabei begegnet mir schon im Bad eine Menge Plastik, auf das ich leicht verzichten kann. Handseife, Shampoo und Duschgel können statt in Flüssigform einfach als Seifenstück gekauft werden, dieses wird in einer Papierverpackung aufbewahrt. Ihre Verwendung ist zu Beginn sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig: die erste Shampoo-Seife, die ich ausprobiere, schäumt nur wenig. Doch nach mehreren Probepackungen finde ich die passende Version für mich. Alternativen sind beim Kauf erst einmal etwas teurer als die herkömmliche Variante. Da das Produkt jedoch viel länger hält, ist es am Ende sogar effizienter. Mehr, mehr, mehr

Dez 2018 hastuINTERESSE Heft Nr. 81 0

Taste the Waste

Nahrungsknappheit wird im Zusammenhang mit Überbevölkerung immer wieder als eines der großen Probleme unserer Zeit erkannt. Um dem entgegenzuwirken, kann jeder von uns ganz einfach seinen Teil tun. Zum Beispiel durch bewussteren Umgang mit Lebensmitteln.

Foto: Jonas Krause

Ein einzelner Supermarkt in Deutschland vernichtet pro Jahr rund 500 Tonnen Lebensmittel. Grund dafür sind allerdings keine technischen Probleme oder Gesundheitsbedenken, sondern eine Kombination aus Marketing und Kundenerwartung. Die meisten Lebensmittel sind ohne Probleme genießbar, sie werden lediglich aufgrund von kosmetischen Mängeln aussortiert. Einer WWF-Studie zufolge könnten sich bis zu 90 Prozent der Verluste auf dieser Ebene vermeiden lassen. Genau dazu will das Crumme Eck seinen Beitrag leisten. Mehr, mehr, mehr

Dez 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 81 0

Studis, wohin man sieht?

Hin und wieder liest man von »Halle, der Studentenstadt«. Spätestens fünf Gehminuten vom Campus entfernt entstehen erste Zweifel an der Richtigkeit dieser Aussage. Wir leben in einer Stadt, die Studenten fantastische Möglichkeiten bietet – aber sicher nicht in einer Studentenstadt. Warum das vielleicht auch gar nicht so schlecht ist. Eine Betrachtung.

Foto: Catatine (CC BY-SA 4.0), https://commons.wikimedia.org/wiki/file:HAL-Steintorcampus2b_Fahrr%C3%A4der.JPG

Wie jede große Kultur- und Bildungseinrichtung liebt es die Martin-Luther-Universität, Pressemitteilungen in bewundernswerter Regelmäßigkeit in die große, weite Welt hinauszuschicken. Die kurzen und manchmal nicht ganz so kurzen Texte widmen sich den unterschiedlichsten Themen, die für Beobachter einer Uni irgendwie von Interesse sein könnten. Gelegentlich wohnt dem Klang mancher Formulierungen ein nicht zu überlesender Stolz über das Verkündete bei; man will es der MLU nicht verdenken. Wenn die Uni schon einmal gemeinsam mit der Weinbruderschaft Saale-Unstrut e.V. eine Ausstellung über den Gott des Weines konzipiert, kann man dieses alkoholische Genussmittel und dessen Anbau durchaus als »die wesentlichen anthropologischen Grundzüge des Menschen berührend« rühmen. Anlass genug, dass neben einzelnen regionalen Seiten sogar rtl.de seinen Leserinnen und Lesern diese Neuigkeit nicht vorenthalten wollte. Mehr, mehr, mehr

Dez 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 81 0

Zwischen Couch und Campingplatz

Mit der Isomatte im Zelt oder bei Gastgebern auf der Couch: für einen kurzen Urlaub mag das sicher reizvoll klingen. Doch tatsächlich sieht so für manche die erste Studentenbude aus. Bezahlbarer Wohnraum wird für Studierende immer knapper. Selbst in Halle kann es mit dem BAföG-Satz eng werden.

Illustration: Emilia Peters

Seit knapp zwei Monaten läuft nun schon das Semester, und viele Studierende in Deutschland dürften mit ihrer Wohnsituation immer noch unzufrieden sein, denn der ohnehin angespannte Wohnungsmarkt hat sich 2018 für sie besonders verschlechtert. Zu diesem Schluss kommt auch das Moses-Mendelssohn-Institut Berlin (MMI) in einer neuen Studie. Im Auftrag des Immobilienentwicklers GBI wurden 96 Standorte mit mehr als 5000 Studierenden untersucht. Mehr, mehr, mehr