Mai 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 78 0

Nicht nur die eigenen Rechte zählen

»Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.« So heißt es bei den Vereinten Nationen. Für die weltweite Einhaltung der Menschenrechte tritt Amnesty International ein. Ein Besuch bei der lokalen Hochschulgruppe.

Foto: Bastian Raabe

Als ich an dem lauen Dienstagabend die Treppe des Reformhauses in der Großen Klausstraße, auf halber Strecke zwischen Hallmarkt und dem hallischen Dom, emporsteige, bin ich schon gespannt, was mich heute hier erwartet. Im dritten Stock angekommen, prangt an der Tür die Aufschrift »Versammlungsraum Reformhaus e. V.«, mehrere kleine Plakate kleben daneben, unter anderem eines der Amnesty-International-Hochschulgruppe Halle. Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 78 0

Ballett – nein, danke?

Seit Jahren altert das Publikum in diversen Kulturbereichen – in Museen, Theater- und Opernhäusern bleiben immer häufiger die jungen Zuschauer aus. Mit dieser Problematik kämpft auch das von Ralf Rossa geleitete Ballett-Ensemble in Halle. Auf der Suche nach den Ursachen hat die hastuzeit mit dem stellvertretenden Ballettdirektor Michal Sedláček und dem vermissten Publikum gesprochen: mit Euch!

Foto: Anna Kolata/ Theater, Oper und Orchester GmbH Halle

Es ist Samstagabend. Die heutige Vorstellung von »Groovin« Bodies« ist nahezu ausverkauft, und das Haus voll. Im Foyer wird vereinzelt noch das Programmheft studiert, an der Garderobenabgabe gewartet oder ein letzter Drink genommen. Doch anstelle der erwarteten Ansammlung von älteren Herrschaften wimmelt es nur so von Turnschuhen, Stoffbeuteln und Club-Mate. Natürlich entdeckt man hier und da zurecht gemachte ältere Damen, Ehepaare und Familien mit Kindern, doch die Mehrzahl der Besucher sind junge Paare und vor allem kleinere und größere Freundesgruppen, die sich auf die bald beginnende Inszenierung einstimmen. Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 78 0

Nimm doch mal dein Rad mit

Das MDV-Gebiet ist mehr als Leipzig und Halle. Denn was vielen unbekannt ist: das Fahrrad darf mit. Dieses Mal stellen wir Euch eine Radtour vor, die von Naumburg aus nach Bad Kösen und wieder zurück führt. Über Weinberge, an der Saale entlang und hin zu einem Hauch von Meer.

Illustration: Emilie Peters

Sobald die Sonne wieder ihre wärmenden Strahlen in die Welt schickt, wird es Zeit, den alten Drahtesel aus dem Keller zu holen, die Kette zu ölen und hinaus ins Grüne zu fahren. Wen es über die Stadtgrenze hinaus zieht, der sollte die Möglichkeit nutzen, das Fahrrad kostenlos in die Nahverkehrszüge des MDV-Gebiets mitzunehmen. Denn nur 30 Minuten Zugfahrt entfernt locken viele Radwege durch naturnahe Gebiete. In diesem Artikel führt die Reise entlang der Weinberge im Saale-Unstrut-Gebiet. Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 78 0

Hallische Köpfe

In dieser Reihe stellt unser Chefredakteur Paul regelmäßig Persönlichkeiten vor, die Universität und Stadt besonders geprägt haben. In dieser Ausgabe geht es um den zu seiner Zeit »reichsten Mann Halles«, Carl Adolph Riebeck.

Illustration: Gregor Borkowski

Wer am Hauptbahnhof von Halle ankommt und sich auf den Weg in die Innenstadt macht, kommt zwangsläufig am Riebeckplatz vorbei. Hochstraßen auf Betonpfeilern, Schienen und Straßenpflaster kreuzen sich in geradezu chaotischer Weise auf jenem Areal, das sich mit dem Superlativ »verkehrsreichster Platz Ostdeutschlands« schmückt. Trotz aller Umbau- und Sanierungsmaßnahmen regiert hier im Grunde immer noch der Geist der Sechziger Jahre, deren Stadtplanung das Automobil in luftige Höhen erhob und den Fußgänger unter die Erde verbannte. Nichts, nicht einmal der Name sollte an den alten Vorkriegsplatz erinnern; die Ruinen der einstmals prachtvollen Hotels »Europa« und »Goldene Kugel« wurden durch Plattenbauten ersetzt, den bourgeoisen Großkapitalisten Riebeck ersetzte als Namenspatron der Erzkommunist Ernst Thälmann. Doch auch nach der Rückbenennung im Jahr 1991 überdecken noch immer Beton und Verkehrslärm die Erinnerung an jenen Unternehmer, der es vom einfachen Bergarbeiter bis zum Millionär brachte. Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 78 0

Den Füßen folgen

Stress und Trott bestimmen oft unseren Alltag. Die Wege, die man Tag für Tag zurücklegt, sind fast immer die gleichen. Wer mal frei hat, fährt meist weg – in der Regel so weit, wie Zeit und Geld es zulassen. Dabei verpasst man so viel in der eigenen Stadt.

Foto: Alexander Kullick

Dieser Artikel wird nicht mit bahnbrechenden Erkenntnissen aufwarten. Doch wird er auf etwas hinweisen, das von den meisten Menschen schlichtweg ignoriert wird: die Schönheit des Banalen, der Reiz des Alltäglichen. Die meisten Leute, die in Halle wohnen, werden sich darauf einigen können, dass die Saalestadt schön ist – aber worauf beziehen sie sich? Auf das Paulusviertel? Auf den Marktplatz? Auf die Raben- oder die Peißnitzinsel? Ohne Frage, die genannten Orte verdienen es alle für sich, als »Sehenswürdigkeit« Halles aufgeführt zu werden. Doch bilden sie nur einen mikroskopisch kleinen Teil von der Schönheit ab, die Halle insgesamt zu bieten hat. Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuUNI Heft Nr. 78 0

Abenteuer Ausland

Besonders für Studierende bietet es sich an, für einen längeren Zeitraum ins Ausland zu gehen. Inzwischen gibt es eine Vielzahl an Angeboten von Organisationen, mit denen Ihr preisgünstig ins Ausland reisen und vor Ort sogar weiterhin beraten und unterstützt werden könnt. Aber welche gibt es, wie unterscheiden sie sich, und welche passt am besten zu Euch? Wir haben einige davon etwas genauer unter die Lupe genommen:

Grafik: DAAD (CC BY-NC-ND 4.0) https://www.daad.de/medien/der-daad/medien-publikationen/publikationen-pdfs/wiwe_2016.pdf

Neues Land, neue Kultur, neue Herausforderungen – Impulse gibt es viele, die das Fernweh in uns hervorrufen und uns dazu veranlassen, ins Ausland gehen zu wollen. Es ist immer ein aufregendes Erlebnis, ein komplett neues Land mit seinen Einwohnern kennen und vielleicht sogar lieben zu lernen. Doch auch wenn man in einigen Situationen mal auf sich allein gestellt sein sollte, erhält man gerade so die Möglichkeit, sich selber besser kennenzulernen. Mithilfe der verschiedenen Organisationen kann man die Gelegenheit nutzen, sich neuen Abenteuern zu stellen. Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuUNI Heft Nr. 78 0

Die Gesichter des Stura

Imke Maaß, Sitzungsleitende Sprecherin des Sturas, möchte eines Tages gerne einen Tukan klauen. Ihre Hochschulgruppe Die LISTE wäre ihr bestimmt dankbar, auf diesem Weg die vom Stura adoptierte Ente als Beta-Version des angestrebten Tukans endlich gegen diesen austauschen zu können. Bis es soweit ist, spielt Imke im Sommer Beachvolleyball und im Winter Theater. Nicht jahreszeitenabhängig ist ihr Studium

Foto: Sophie Ritter

Vielleicht könntest du dich erst einmal kurz und knackig vorstellen!
Ich bin Imke Maaß und studiere im vorangeschrittenen Fachsemester Englisch und Evangelische Religion auf Lehramt für Sekundarschule, bin im Stura, spiele Theater und Volleyball, dit war«s.

Wie lange bist du schon im Stura?
Erst seit dieser Wahlperiode, also Oktober 2017. Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuUNI Heft Nr. 78 0

Von der Saale an den East River

Vergangenes Semester entsandte der Lehrstuhl für internationale Beziehungen und europäische Politik zum ersten Mal eine Delegation nach New York zur weltweit größten Simulation der Vereinten Nationen, dem National Model United Nations, kurz NMUN. Insgesamt 12 Studierende aus den verschiedensten Studiengängen reisten für die fünftägige Konferenz nach New York und machten beeindruckende Erfahrungen.

Katharina und Pia in der UN General Assembly Hall
Foto: Katharina Müller

Die NMUN ist eine Nonprofit-Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Studierende aus aller Welt durch die Teilnahme am gleichnamigen Planspiel für globale Probleme zu sensibilisieren. Das geht natürlich mit dem Verständnis der Funktionsweise der Vereinten Nationen einher. Auch die zwischenmenschliche Kooperation und Zusammenarbeit soll ausgeprägt werden. Die Simulation findet in diesem Format bereits mehr als vierzig Jahre statt. Genau wie bei den Vereinten Nationen selbst, findet auch hier die Arbeit in verschiedenen Gruppen, sogenannten Komitees, statt, sodass sich nicht jeder mit allem befassen muss und die Arbeit effizienter durchgeführt werden kann. Mehr, mehr, mehr