Jun 2015 hastuINTERESSE Heft Nr. 60 0

Das Schönste, was auf der Straße passieren kann

Seit nun schon sieben Jahren erfüllt Hannes‘ Gesang die Straßen von Halle. Selbst an seinem Geburtstag steht der Songwriter mit Gitarre bewaffnet vor der Ulrichskirche und singt aus tiefstem Herzen. Noch studiert Hannes Bungenberg Informatik, dieses Sommersemester nutzt er allerdings ausschließlich für seine Musikkarriere.

2. Straßenmusiker Hannes_Josephine von Blueten Staub

„Ich will spüren, wie der Wind in meinen Haaren weht, solange sie noch sind. Ich will leben, alles mitnehmen, was immer sich auch ergibt.» Foto: Josephine von Blueten Staub

In Halle braucht ein Musiker rechtlich keine Sondernutzungserlaubnis, wenn er maximal 30 min an einer Stelle spielt und danach den Standort um 50 m wechselt. Hältst du dich beim Straßenmusik machen immer an diese Vorgabe?

Also wirklich streng wird es in Halle nicht kontrolliert. Ich halte mich schon meistens dran, aber manchmal hören mir noch so viele Leute zu und freuen sich, dann spiele ich auch gern zwei, drei Lieder mehr…

Wie oft wechselst du in einer Straßenmusik-Session den Ort?

Unterschiedlich. Manchmal ist meine Stimme nicht voll da oder ich werde schnell heiser, dann spiele ich höchstens zwei Mal. An guten Tagen spiele ich schon an drei oder vier Stellen.

Und an welchen Orten spielst du meistens?

Abgesehen vom Platz hier vor der Ulrichskirche, mag ich es sehr vor »Peek & Cloppenburg« zu spielen, weil die Straße da eng und die Akustik sehr schön ist. Dort höre ich mich selbst sehr gut und es hallt nach. Ansonsten noch am Händel, am Rathaus und die Leipziger Straße entlang. Woanders lohnt es sich nicht so sehr.

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Jun 2015 hastuUNI Heft Nr. 60 0

Reden durch Reden meistern

Steht ihr auf Kriegsfuß mit der eigenen Art Vorträge zu halten? Schon seit 2006 lernen Studierende im ASQ „Rhetorik“ alles zu Themen wie Sprechangst, Argumentationstechniken und der Kunst Reden zu halten.

Illustration: Katja Elena Karras

Illustration: Katja Elena Karras

Advokatenweg 37, 8.20 Uhr, kurz vor Beginn des Seminars. Mit einem freundlichen Lächeln und einem festen Händedruck begrüßt mich Dozentin Ulrike Trebesius-Bensch und öffnet die Tür zu Raum 2.3. Einen Moment genieße ich das schummrige Licht und die Stuckdecke, allein vor einem Spiegel, zwischen Stuhltürmen und Gymnastikbällen. Dann füllt sich der Raum mit Kommilitonen, die routiniert einen Stuhlkreis aufstellen. »Die Neuen kommen in die Mitte. Auf den Ball!«, droht man mir scherzhaft. Zum Glück bleibt es beim Scherz. Kurze Zeit darauf sind alle an ihren Plätzen. Nach einer kurzen Stadt-Land-Fluss-artigen Adjektiv-Übung stehen für die heutige über dreistündige Sitzung Arten von Reden und Stichwortzettelsysteme auf dem Plan.

Der Mix aus spielerischen Übungen, handfester Theorie und praktischen Aufgaben soll die Teilnehmer befähigen, ihre rhetorischen Fähigkeiten zu verbessern. Dies ist dabei nicht nur unter dem Aspekt des freien Vortragens zu verstehen: die Veranstaltung lehrt die Grundlagen, um Reden zu analysieren, gibt die Möglichkeit, auf vielen Ebenen über Kommunikation zu reflektieren und die Wirkung eigener Reden auf andere kennenzulernen. Mehr, mehr, mehr

Jun 2015 hastuINTERESSE Heft Nr. 60 0

Satte Sounds statt schnödem Summen

Das Hobby zum Beruf machen – wer träumt nicht davon? Mit seiner Idee, eigens gefertigte Instrumentenboxen herzustellen, hat sich der Hallenser Jacob Hirschfelder aus der Traumwelt in die Realität gewagt und ist nun selbstständiger Unternehmer in seiner eigenen Manufaktur.

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Jacob Hirschfelder; Foto: Riccardo Kirschig

Das Hühnermanhattan ist vielen schon als kultureller Hotspot Halles bekannt. Neben einem Klub mit Konzerten bietet das Gelände auch Herberge für vielerlei kreativen Output: Tanz, Dichtung, Theater, Kunst, Musik und Handwerk. Die beiden letzteren Bereiche verbindet Jacob Hirschfelder in seiner Manufaktur für Instrumentenboxen, wo er die hastuzeit für ein Interview empfing.

Stell dich doch bitte zunächst einmal vor.

Also, mein Name ist Jacob Hirschfelder, ich bin 29 Jahre alt und gelernter Zerspanungsmechaniker. Ich bin jetzt schon eine ganze Weile im Hühnermanhattan-Verein tätig und habe dort auch meine Werkstatt, in der ich Boxen herstelle.

Wie kamst du zu deinem Vorhaben und seit wann gibt es deinen Betrieb?

In erster Linie kam es dazu, weil ich selbst Musiker bin. Irgendwann stand ich vor einer kaputten Box und hatte versucht sie zu reparieren. So kam dann auch das Interesse an der Sache. Da ich auch die Konzerte im Hühnermanhattan-Klub mit veranstalte, ergab sich dann die Möglichkeit, auf dem Gelände einen Raum zu mieten und mir dort eine Werkstatt einzurichten. Im Januar 2012 hatte ich mich schließlich gewerblich angemeldet und seitdem verkaufe und verleihe ich meine Instrumentenboxen. Mehr, mehr, mehr

Jun 2015 hastuUNI 0

Jusos verlieren

Die SozialdemokratInnen büßen bei der Hochschulwahl ihren Senatsplatz und wichtige Sitze im Studierenden- und Fachschaftsrat ein.

Illustration: Eva Feuchter

Illustration: Eva Feuchter

Es ist nicht einfach, klare Tendenzen bei Hochschulwahl-Ergebnissen auszumachen. Zu viele unterschiedliche Wahlzettel gibt es, zu viele verschiedene Posten werden besetzt, als dass SiegerInnen und VerliererInnen eindeutig festzustellen wären. Eines aber ist nach der diesjährigen Hochschulwahl an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sicher: Die Juso-Hochschulgruppe wird sich mitnichten als Gewinnerin fühlen.
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Mai 2015 hastuUNI Heft Nr. 60 0

Viel Wirbel um Nichts

Ein ungewöhnliches Seminar zu einem noch ungewöhnlicherem Thema oder warum das Universum zu 87,3 Prozent aus Schafskäse besteht.

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Professor Dr. Pablo Pirnay-Dummer, Foto: Paul Thiemicke

Es ist Dienstagabend. Aus den Fenstern im vierten Stock kann man die angrenzenden Dächer überblicken, auf welche die Sonne, dank der europäischen Sommerzeit, noch immer fast unvermindert ihre Strahlen ergießt. Doch in dem hochgelegenen Raum der Franckeschen Stiftungen sieht es ganz anders aus: Hier wird einer rätselhaften, erstaunlichen Materie auf den Grund gegangen, werden die Höhen zwischenmenschlicher Kommunikation ebenso wie die Tiefen der Seele ergründet. Die circa fünfzehn in einem Stuhlkreis versammelten Studenten sind Teilnehmer eines äußerst ungewöhnlichen Seminars – ein Seminar über Nichts.

Der Initiator dieser Veranstaltung ist Professor Dr. Pablo Pirnay-Dummer, zurzeit Vertretungsprofessor des Lehrstuhls für pädagogische Psychologie an der MLU. Mit angenehm ruhiger Stimme, ausholenden Gesten und einem obligatorischen kleinen Augenzwinkern führt er die Studierenden an die Grenzen der Wirklichkeit – zumindest in didaktischer Hinsicht: »[Ich wollte] eine große Initialverwirrung erzeugen, hinsichtlich dessen, was noch akademisch, was noch wissenschaftlich sein kann und auch eine Verwirrung dessen, was in so einer Veranstaltung alles passieren kann.«

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Mai 2015 hastuUNI 0

Löwenrunde

Am 20. Mai 2015 lud der Stura anlässlich der Hochschulwahlen am 27. Mai in die Aula des Löwengebäudes zur sog. »Löwenrunde«. Bei dieser Wahlinformationsveranstaltung ging es darum, den anwesenden Studierenden Informationen zu den verschiedenen studentischen Organen und Ämtern zu geben.

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Fotos: Daniel Möbus

Um 18 Uhr ging es los, als erstes stellten ehemalige Abgeordnete die einzelnen Hochschulgremien vor und erklärten, welche Aufgaben sie haben.

Der Senat ist die höchste Instanz der Uni, in dem neben Professoren und Angestellten auch Studenten sitzen. Hier wird alles, was an der Uni geschieht, Personaleinstellungen, Verabschiedung der Prüfungsordnung und des Haushaltsplans, nochmal abgesegnet. Unter dem Senat befindet sich der Fakultätsrat. Dieser besteht allerdings überwiegend aus Professoren und Angestellten, sodass hier zwar studentische Vertreter Mitspracherecht haben, jedoch hauptsächlich Belange besprochen werden, die die höhere Ebene betreffen. Mehr, mehr, mehr

Mai 2015 hastuUNI 0

Kandidaten für den Senat 2015

Illustration: Eva Feuchter

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Mai 2015 hastuUNI 0

Kandidaten für die Fachschaftsräte 2015

Illustration: Eva Feuchter

Illustration: Eva Feuchter

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