Aug 2015 hastuPAUSE Heft Nr. 61 Rubrik 0

Der ultimative Studentenselbsttest

Studierst Du vielleicht Physik, möchtest Dich aber viel lieber mit Politikstudenten über die brennenden weltpolitischen Themen unserer Zeit unterhalten? Ob Du den richtigen Studiengang gewählt hast, findest Du mit dem folgenden Test heraus.

Der Sommer steht an, und es wird mal wieder Zeit, Deinen Kleiderschrank auszumisten. Dabei fällt Dir Folgendes in die Hände:

Deine ausgewaschenen Bandshirts oder die mit Supermario. Solange die noch warm halten, sind sie noch gut. ⚫

Deine Funktionsjacke, die Du von Deinen Eltern zu Weihnachten geschenkt bekommen hast. ♦

Ganz klar: Dein Anzug. ★

Deine Skinny-Jeans und Dein Oversize-Parka. ♥

Ein paar teure Bootsschuhe. ♣

Dein praktisches Karohemd. ☓

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Aug 2015 hastuUNI Heft Nr. 61 Rubrik 0

Politik, Prävention und Teddy-OP

Im Juni trafen sich in Magdeburg 150 junge Studierende der Medizin zur Medizinstudierendenversammlung der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e. V. – kurz BVMD. Auch aus Halle nahmen fünf Studierende teil.

Von Freitag bis Sonntag wurden in Plena viel diskutiert, gemeinsame politische Positionspapiere verabschiedet und schließlich nationale Vorstandsposten gewählt. Diese vertreten die Interessen der BVMD in der Öffentlichkeit und gegenüber Gremien der Hochschul- und Gesundheitspolitik. Außerdem wurde in verschiedensten Workshops inhaltlich gearbeitet.

Aber was ist die BVMD eigentlich? In Deutschland gibt es über 84 000 Medizinstudierende – und jeder hat andere Interessen und Ansprüche. Um all diese Interessen zu bündeln und den Studierenden eine starke Stimme zu geben, gibt es die Bundesvertretung. Sie vertritt die deutschen Medizinstudierenden als demokratischer Dachverband auf nationaler und internationaler Ebene. Mehr, mehr, mehr

Aug 2015 hastuINTERESSE Heft Nr. 61 Rubrik 0

Leistungssportinstrumente oder Tiere?

Der Pferdeleistungssport hat heutzutage nicht nur Prestige, sondern ist auch eine große Geldeinnahmequelle. Aufgrund menschlicher Gier oder überhöhtem Ehrgeiz werden die Pferde häufig viel zu zeitig zu Höchstleistungen getrieben.

8. Leistungsinstrumente (Pferd 1)_Sarah Kretzschmar (2)Mit zwei Jahren ist das Knochengerüst von Pferden noch nicht ansatzweise ausgewachsen. Trotzdem werden Leistungssportpferde früh übermäßig stark belastet, indem sie mit einem Reiter auf dem Rücken lange Strecken schnell rennen oder über sehr hohe Hindernisse springen müssen. Während Amateure oft nur ein Pferd besitzen und aufgrund finanzieller Engpässe und emotionaler Bindung das Tier fürsorglicher behandeln, spielt dies im Profisport eher eine untergeordnete Rolle.

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Aug 2015 hastuUNI Heft Nr. 61 Rubrik 0

»Saalefront« in der Kritik

Bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Rassismus im Profifußball kommt es zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen Fußballfans.

Foto: Tobias Hoffmann (Archiv)

Foto: Tobias Hoffmann (Archiv)

Da fand sich die »Saalefront« einmal nicht im Stadion zusammen, sondern in der Uni. Unter den 100 Menschen im Audimax der Martin-Luther-Universität waren etwa 25 Fans des Fußballvereins Hallescher FC, darunter auch Mitglieder der Ultra-Gruppierung. Es war ein ungewohntes Bild, das sich im größten Hörsaal der MLU bot.

Anlass für den unerwarteten Besuch war die vom Studierendenrat der Martin-Luther-Universität veranstaltete Podiumsdiskussion »Diskriminierung, Rassismus und Gewalt im Profifußball«. Ausgerechnet, standen die Ultras doch selbst schon in der Kritik, rassistisches Gedankengut verbreitet zu haben. Nun lauschten sie gespannt, was HFC-Veranstaltungsleiter Bernd Paul zu diesem Thema zu sagen hatte. Mehr, mehr, mehr

Aug 2015 hastuPAUSE Heft Nr. 61 Rubrik 0

Insekten essen!

Eklig? Unhygienisch? Hierzulande ist es für viele unvorstellbar, kleine Krabbler und Kriecher zu verspeisen, in anderen Ländern gelten die Tiere als proteinreiche Delikatesse. Vielleicht werden sie auch in Europa zur Nahrung der Zukunft.

Auf der Erde sind 60 Prozent aller Tiere Insekten. Zugleich bilden sie mit beinahe einer Million Arten die vielfältigste Klasse überhaupt, mehr als 1400 dienen als Nahrungsquelle, sie besiedeln fast alle Lebensräume unseres Planeten. Die ideale Nahrungsquelle also, immer und überall verfügbar. Dass sich jemand als Snack eine Wanze von der Pflanze pflückt, sieht man hier jedoch eher selten.

In Teilen Afrikas, Asiens und Amerikas hat der Verzehr von Insekten durch den Menschen lange Tradition, der Fachbegriff hierfür ist Entomophagie. Erste historische Anhaltspunkte finden sich in assyrischen Darstellungen von 700 v. Chr., bei denen ein Festmahl mit Heuschrecken als Delikatessen abgebildet ist. Auch der Koran und die Bibel enthalten Hinweise auf den Verzehr der Tiere. Essbar sind vor allem Käfer, Hautflügler (zu ihnen gehören Bienen und Ameisen), Heuschrecken, Schmetterlinge, Schnabelkerfe (beispielsweise Wanzen) und Termiten. Mehr, mehr, mehr

Aug 2015 hastuINTERESSE Heft Nr. 61 Rubrik 0

Rennen um das eigene Leben

Jährlich lassen tausende Pferde für den Rennsport, der zur Freizeitbeschäftigung und Geldeinnahmequelle vieler Menschen dient, ihr Leben. Sie werden meist schon viel zu früh eingeritten und müssen unter extremem Stress Höchstleistungen erbringen. Wofür also diese ganze Tierquälerei?

9. Das Rennen ums eigene Lebens(Pferd 2)_Sarah Ketzschmar

Illustration: Sarah Kretzschmar

Vor etwas mehr als zwei Jahren bin ich noch mit einer jungen Stute in meinem Alter auf der Jungpferdekoppel um die Wette gerannt. Nur aus Spaß, um zu testen, wie sich der Wind in meinen Haaren anfühlt und der Boden unter meinen Hufen vibriert. Doch unser Leben war vorbestimmt. Wir sind beide gezüchtete Rennpferde. Unsere Aufgabe ist es, Rennen zu gewinnen.

Als wir noch nicht einmal zwei Jahre alt waren, das heißt, noch nicht ausgewachsen – meine Vorderbeine waren noch etwas kürzer als meine Hinterbeine –, kam ein Mann zu uns. Nach eingehender Betrachtung wurden eine junge Stute und ich in einen Transporter gesteckt. Dann ratterte es, und ich hatte auf einmal Probleme, mein Gleichgewicht zu halten. Nach Verstummen dieses grauenvollen Geräusches öffnete sich die Luke, und wir waren weit weg von unserem Zuhause. Mehr, mehr, mehr

Aug 2015 hastuPAUSE Heft Nr. 61 Rubrik 0

#wortfest

Ob nun über Alltägliches oder das Besondere, ob Poesie oder Prosa – mal lustig, mal ernst: Beim Poetry Slam kommen nicht nur Logophile auf ihre Kosten.

Foto: Riccardo Kirschig

Foto: Riccardo Kirschig

Der HALternativ e. V. veranstaltet regelmäßig »Regio Poetry Slams«, bei denen jeder aus der unmittelbaren Region des Austragungsortes teilnehmen und gegebenenfalls zum ersten Mal Bühnenerfahrung sammeln kann.

Für die Teilnehmer gibt es lediglich drei Regeln: Die Texte müssen selbst verfasst worden sein, das Zeitlimit von sechs Minuten gilt es möglichst einzuhalten, und außer dem Manuskript dürfen keine Hilfsmittel, wie etwa Requisiten, verwendet werden.

Am Ende einer jeden Rezitation erfolgt dann die Bewertung durch eine Jury. In der Vorrunde besteht diese aus zufällig ausgewählten Personen aus dem Publikum, die mithilfe von Jury-Karten eine Punktewertung zwischen eins und zehn vergeben, wobei die jeweils höchste und niedrigste Wertung gestrichen wird, um gegebenenfalls befangene Wertungen auszusondern. Im Finale besteht die Jury schließlich aus dem gesamten Publikum, das den Sieger des Abends mittels der Intensität des Beifalls für die einzelnen Künstler bestimmt. Mehr, mehr, mehr

Aug 2015 hastuINTERESSE Heft Nr. 61 Rubrik 0

In einer Tram vor unserer Zeit

Wir haben in den verstaubten Kisten unseres Redaktionsbüros einen kleinen Schatz gefunden: Vor 10 Jahren erschien in unserer Vorgängerzeitschrift, dem READiculum, der Artikel »Der Nahverkehr und die Studenten«. Damals sah die Situation um das Vollticket noch anders aus. Ein kurzes Märchen bringt uns zurück in die Zeit lange vor dem Semesterticket.

In einer Tram_Anne Walther

Illustration: Anne Walther

Es war einmal ein Städtchen in den südlichen Gefilden eines Königreichs namens Sachsen-Anhalt. Dort lebten und studierten viele, viele kluge junge Menschen, die jeden Tag den beschwerlichen Weg zu ihren Hörsälen zurücklegen mussten. Zu dieser Zeit, man schrieb das Jahr zweitausendundfünf, war noch nicht die Rede von einem vollsolidarischen Semesterticket, und man musste für ein einfaches Ticket in der Straßenbahn läppische anderthalb Taler löhnen. Der arme Studierende musste sich entweder mit dem Drahtesel, seinen eigenen Füßen oder aber einem zusätzlichen Ticket behelfen.

Zweiundsiebzig Taler und fünfzig Groschen kostete damals die Semesterabgabe insgesamt, fünfzehn gingen an das sogenannte »Freizeitticket«. So konnten die Glücklichen in den »betriebsamsten« Stunden
des Tages, nämlich von sieben Uhr abends bis fünf Uhr morgens, kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt nutzen. Schon damals widersprachen die Studierenden der Burg Giebichenstein diesem sogenannten »Freizeitticket«, da ihnen dünkte, die Fahrzeiten seien viel zu unattraktiv. Wie recht sie doch haben sollten! Die Mitarbeiter vom Mitteldeutschen Verkehrsbund boten schon damals ein vollsolidarisches Semesterticket feil, wie an so vielen anderen Universitäten des Landes. Mehr, mehr, mehr