Jan 2016 hastuUNI Heft Nr. 63 0

Freundschaft im Hörsaal

Seit diesem Wintersemester können Flüchtlinge an der MLU als Gasthörer Veranstaltungen besuchen. Als Tandempartner helfen Studierende ihnen nicht nur durch den Uni-Alltag.

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Illustration: Katja Elena Karras

Die beiden Löwen auf dem Uniplatz sind in Sonnenlicht getaucht. Es ist vielleicht der letzte lauwarme Spätsommertag, ziemlich erstaunlich im November. Eine kleine Menschentraube hat sich vor dem Löwengebäude gebildet. Auf den Treppenstufen sitzen eine Frau und ein Mann, ihre Köpfe auf die Beine gelegt und die Augen geschlossen. Der 20-jährige Khaled stammt aus Syrien. Er ist einer von 51 Flüchtlingen, die sich dieses Wintersemester als Gasthörer an der Uni eingeschrieben haben. Neben ihm sitzt die Geographiestudentin Isabell Klipper, die Khaleds Tandempartnerin ist und ihn durch den Unialltag begleitet. Khaled, der vor dem Krieg in Syrien geflohen ist, hat durch einen Freund von dem Projekt erfahren und besucht jetzt Kurse in Wirtschaftsgeschichte und Medienwissenschaften.

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Jan 2016 hastuPAUSE Heft Nr. 63 0

Fernseher? Brauch ich nicht.

Welche Medien nutzen Studierende in ihrer Freizeit, woher beschaffen sie sich Informationen über aktuelle Geschehnisse, und was halten sie von der medialen Gestaltung der Vorlesungen? In einer Befragung auf dem Uniplatz haben uns einige Studierende ihre Sicht erklärt.

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Illustration: Anne Walther

Die Medienlandschaft verändert sich stetig. Der Trend geht zu immer moderneren Techniken, mit denen man Informationen präzise und in Echtzeit an den Konsumenten bringt. Nirgendwo tauchen die Schlagzeilen der Nachrichtenportale schneller auf als in sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook. Diese Plattformen werden auch von einem Großteil aller Studierenden an der MLU genutzt. Es stellt sich die Frage: wie sieht eigentlich das Medienverhalten des durchschnittlichen Studierenden aus?
Nachrichtensendungen im Fernsehen genießen offensichtlich nach wie vor einen großen Stellenwert – und sei es in der Mediathek im Netz. »Es ist angenehmer, alle wichtigen Informationen kompakt aufgezeigt zu bekommen. Wenn ich mir die Inhalte hingegen selbst zusammensuchen muss, zum Beispiel im Internet, dauert das länger und ist aufwendiger«, meint eine Medizinstudentin. Bemängelt an »alten« Medien wie dem Fernsehen wird allerdings der festgelegte Zeitrahmen des Programms, der wenig Platz für individuelle Bedürfnisse lasse. Die Studentin weiter: »Wenn ich fünf Minuten nach Beginn der Tagesschau einschalte, habe ich die wichtigsten Ereignisse des Tages bereits versäumt.«

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Jan 2016 hastuPAUSE Heft Nr. 63 0

Von Träumern und Machern

Die Kinder der 80er und 90er Jahre – die sogenannte Generation Y – werden von den Medien oftmals als selbstverliebt und größenwahnsinnig bezeichnet. Haben sich die Prävalenzen gewandelt? Verfolgen die derzeitigen Studierenden in Halle (Saale) Kindheitsträume oder werden ein sicherer Arbeitsplatz und ein ordentliches Gehalt vorgezogen?

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Foto: Anne Beyer

Nicht wenige Studierende überdenken und wechseln ihr Studienfach. Etwas einmal Ausgesuchtes möchte einfach nicht so richtig passen. Laura kennt dieses Unbehagen. In jungen Jahren will sie Floristin werden. Dieser Impuls will nur leider nicht gedeihen. Andere Talente werden abgewägt: In der Schule kann sie in Informatik gute Noten einheimsen, und da die IT-Branche gut bezahlt und viele Stellen bietet, entscheidet sich Laura, Softwarelokalisierung zu studieren. Alles gut und zukunftsorientiert gedacht, doch Freude kommt dabei nicht auf. Um die akademische Laufbahn nicht verlassen zu müssen, sucht sie nach einer doppelt gehaltvollen Alternative: Der Verdienst muss zum Leben reichen, und der Spaß an der Arbeit darf nicht zu kurz kommen. Laura ist den Weg zur Blumenflüsterin zwar nicht gegangen, indes ist es aber beim kreativen Gestalten geblieben. Trotz Zeitverlust bereut sie die Entscheidung nicht und blüht nun als MuK- und Germanistikstudentin auf.

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Jan 2016 hastuPAUSE Heft Nr. 63 0

Wie in der Toskana

Das MDV-Gebiet ist mehr als Leipzig und Halle. Auch die meist verkannten mittelgroßen Städte lohnen einen Besuch. Diesmal ging es in den sonnigen Süden.

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Foto: Julia Plagentz

Die Stadt ist heute in frühherbstliches, warmes Licht getaucht. Die Sonne scheint vom blauen Himmel, auf den Bürgersteigen türmen sich dicke gelb-orangene Laubberge, die beinah zum Hineinlegen einladen. Mit der Regionalbahn dauert die Fahrt von Halle bis zum Naumburger Bahnhof rund 40 Minuten. Die Strecke führt, von den Leuna-Werken mal abgesehen, vorbei an weiten, grünen Wiesen und bewaldeten Hügeln, alle verbunden durch die sich gemächlich entlangschlängelnde Saale. »Hier ist es wie in der Toskana, bloß näher«, hat Max Klinger einmal gesagt. Das Weinberghaus des bekannten Leipziger Malers und Bildhauers liegt etwas außerhalb der Stadt.

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Wie schreibe ich meine erste Hausarbeit?

Eine wissenschaftliche Hausarbeit bildet im Studium oftmals eine eigenständige Prüfungsleistung. Viele Studierende wissen jedoch nicht, wie sie am besten an das Schreiben herangehen sollen. Dabei kann das sehr schnell gelingen und auch Spaß machen, befolgt man einige wichtige Grundschritte.

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Illustration: Tetyana Gryniva

Stephan Porombka, Autor und Professor für Texttheorie und Textgestaltung an der UdK Berlin, hatte in der Zeit einige spannende Ideen, wie Studenten Spaß an Hausarbeiten haben können: »Lies deine Seminararbeit als Hörbuch ein. Gib es zusammen mit der Druckversion ab.« Oder: »Lass deine Oma deine Seminararbeit als Hörbuch einlesen. Gib es ohne Druckversion ab.« In der Hausarbeit, die im Bachelorstudium zumeist 10 bis 15 Seiten umfasst, untersucht Ihr ein bestimmtes Thema, das ihr durch Literatur unterstützt und welches Ihr durch die eigene Argumentation bereichert. Die Richtlinien für das Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten sind von Fach zu Fach unterschiedlich. Dieser Artikel wendet sich in erster Linie an Studierende der Geisteswissenschaften.

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Nashörner spielen Basketball

Sie sind jung, dynamisch und haben sich mit dem Aufstieg in die 2. Basketball-Regionalliga in der Saalestadt einen Namen gemacht – die USV Halle Rhinos.

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Foto: Ina Tänzer

Nach dem letzten Spiel herrscht gute Stimmung beim Training der 1. Herrenmannschaft des Unisportvereins. »Das war ein tolles Teamspiel am Wochenende«, meint Marcus Zawatzki, Center und Urgestein der Rhinos, während er versucht, mit einem Wurf das orangefarbene Leder im Korb zu versenken. Auch Martin Pötschke, Kapitän der Mannschaft, freut sich über den Sieg: »Zur Halbzeitpause waren uns die Berliner noch mit zwei Punkten auf den Fersen, umso größer war dafür die Freude, als wir nach der zweiten Spielhälfte mit gutem Teambasketball den zweiten Auswärtssieg der Saison einfahren konnten.« Vergangenen Samstag konnten die Berlin Baskets erfolgreich mit 81:68 bezwungen werden. Damit stehen die Nashörner mit drei Siegen und vier Niederlagen nun auf Platz 6 von 13 im oberen Mittelfeld der Liga.

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Jan 2016 hastuINTERESSE Heft Nr. 63 0

Reden ist Silber, Machen ist Gold

Miriam* engagiert sich privat und jenseits von Institutionen als ehrenamtliche Flüchtlingshelferin. So einzigartig und positiv ihre Geschichte auch ist, ihre Erfahrungen mit Organisationen der Flüchtlingshilfe sorgen für einen faden Beigeschmack.

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Voneinander lernen: Miriam und Sally

Sie ist verheiratet, hat Job, Kinder und Eigenheim – eine solide Basis für ein angenehmes Leben. Doch die Gewissheit, dass andere Menschen unter größten Strapazen nach Deutschland kommen und dann auf sich allein gestellt einen Kulturschock bewältigen müssen, hielt sie schon einige Zeit vom entspannten Zurücklehnen ab. Zwei Jahre hat sie versucht, in die organisierte Flüchtlingshilfe hineinzukommen. Sie wollte vor Ort anpacken und direkt den Menschen helfen, die Unterstützung brauchen. Es dauerte jedoch nicht lange, bis sie frustriert feststellen musste, dass ein »Hier bin ich, was kann ich tun?« im Bürokratie­dschungel der ehrenamtlichen Organisationen nicht funktioniert. Doch dann kam Sally*.

Der Anfang einer wunderbaren Freundschaft

Im April dieses Jahres fuhr Miriam mit dem Auto gerade zu einem geschäftlichen Termin, als sie vom Blick der hochschwangeren Frau getroffen wurde. Mit zig Taschen bepackt stand Sally vor dem bereits geschlossenen Umsonstladen und blickte hilflos auf die vorbeifahrenden Autos. Miriam traf der Anblick, doch ihr Pflichtbewusstsein gewann: »Los, weiterfahren, du bist spät dran, der Kunde wartet.« Tat er aber nicht, Miriam wurde mal wieder versetzt. Als Sally auf dem Rückweg noch immer alleine dastand, fasste Miriam endlich den Entschluss und hielt an.

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Andere Länder, andere Krippen

Weihnachten ist ein Fest voller Bräuche und Traditionen. In Deutschland schmücken wir Weihnachtsbäume, stellen Krippen auf und zünden Adventskerzen an. Doch auf der ganzen Welt gibt es auch andere, zum Teil skurril wirkende, Weihnachtsbräuche.

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Illustration: Nadja Musinova

Ein deutscher Brauch in der Vorweihnachtszeit ist beispielsweise das Aufstellen der Barbarazweige am vierten Dezember, dem Namenstag der heiligen Barbara. Dafür schneidet man Zweige von Obstbäumen oder Forsythiensträuchern ab und stellt sie in eine Vase mit lauwarmem Wasser. Blühen die Zweige vor oder an Weihnachten auf, soll das ein Zeichen für Glück im nächsten Jahr sein. Dass etwas Glück bringen soll, kennt man jedoch auch in verschiedenen anderen Ländern. So wird in mehreren Nationen beispielsweise eine Münze oder eine Mandel im Pudding versteckt, und demjenigen, der sie findet, soll im nächsten Jahr Gutes widerfahren.

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