Jan 2018 hastuUNI Heft Nr. 76 0

Kleine Schritte hin zu einer besseren Welt

Der »Wissenschaftscampus Pflanzenbasierte Bioökonomie Halle« leistet einen wichtigen Beitrag für eine sichere und nachhaltige Zukunft im Bereich der Ökologie und Wirtschaft. Unter dem Motto »Forschung vom Molekül zur Gesellschaft« sucht die Einrichtung nach drängenden Antworten auf Fragen einer wachsenden Weltbevölkerung und knapper werdenden Ressourcen – die hastuzeit gibt Einblick in das wissenschaftliche Geschehen.

Foto: Fiona Hruschka

Der Wissenschaftscampus verbindet Expertisen aus dem Bereich der Pflanzen-, Agrar-, Sozial-, und Wirtschaftswissenschaften, um eine innovative Forschung zu ermöglichen. Zu den Gründungsmitgliedern zählen die Naturwissenschaftliche Fakultät I und II der MLU sowie die vier regional angehörigen Leibniz-Institute für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, Pflanzenbiochemie, als auch Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung. Zu den assoziierten Mitgliedern, welche mithilfe enger Zusammenarbeit in den Forschungsprozess integriert sind, gehören unter anderem das Institut für Wirtschaftsforschung Halle, das interdisziplinäre Zentrum für Nutzpflanzenforschung der MLU und das Agrochemische Institut Piesteritz e. V.

Das übergeordnete Ziel dieser Kooperation ist es, ein Zentrum für pflanzenbasierte Bioökonomie aufzubauen. Doch was bedeutet das eigentlich, und wieso ist es so wichtig Pflanzen in den Vordergrund zu stellen. Mehr, mehr, mehr

Jan 2018 hastuINTERESSE Heft Nr. 76 0

Hallische Köpfe

In dieser Reihe stellt unser Redakteur Paul regelmäßig Persönlichkeiten vor, die Universität und Stadt geprägt haben. Heute geht es um Johann Christian Reil, den Begründer der modernen Psychiatrie.

Illustration: Gregor Borkowski

Den Namen Reil hat wohl jeder in Halle schon einmal gehört; sei es, dass man am Reileck umsteigt, einen wichtigen Termin in der Reilstraße hat oder an der Reilschule vorbeigeht. Auch der Reilsberg dürfte den meisten bekannt sein – allerdings unter anderem Namen: Seit 1901 beherbergt das ehemalige Parkgelände nahe Giebichenstein den halleschen Bergzoo. Doch wer war dieser Mann, dem zu Ehren die Stadt Halle Büste und Gedenktafel hat aufstellen lassen, der nicht nur als innovativer Mediziner, sondern auch als Wissenschaftler und Philosoph gilt?

Johann Christian Reil wird am 20. Februar 1759 im ostfriesischen Dorf Rhaude als Sohn eines aus Braunschweig stammenden Pfarrers geboren. Nachdem die Familie in die nahe Stadt Norden gezogen ist, erhält er am dortigen Gymnasium eine umfassende humanistische Bildung. Dass Reil schon früh großes Interesse an medizinischen Dingen hat, zeigt sich unter anderem in der Abschiedsrede, die er anlässlich seines Abschlusses hält: Sie ist ein aus Alexandrinern bestehendes »Lob an die Medizin«. Im Alter von 20 Jahren verlässt der Pfarrerssohn das heimische Ostfriesland und schreibt sich für ein Studium – natürlich – der Medizin an der renommierten Georg-August-Universität im kurhannoverschen Göttingen ein, die damals als eine der besten und modernsten Bildungsstätten Deutschlands gilt. Mehr, mehr, mehr

Jan 2018 hastuUNI Online 0

Bis zum bitteren Ende..!

Die letzte Sturasitzung des Jahres 2017 war geprägt von der Ausschreibung zur Wahl von KPA und Wahlausschuss, einer Diskussion um die finanzielle Unterstützung von Radio Corax, Sportmatten für eine Sportgruppe in der Hasi und den Problemen der Japanologie an der MLU.

Foto: Katharina Jannes

Um 19:11 Uhr eröffnete die Sitzungsleitung, bestehend aus Imke Maaß und Kai Krause, mit der Feststellung der Beschlussfähigkeit, die Sitzung. Wie gewohnt hörten die Anwesenden sich zunächst die Angestelltenbelange an. Daraufhin wurde der neue Styleguide für Visitenkarten sowie Briefbögen und andere Publikationen, als Grundlage und Richtlinie für die Zukunft, vorgestellt. Rechtsschutzfragen wurden geklärt und der neue Styleguide einstimmig angenommen. Mehr, mehr, mehr

Jan 2018 hastuPAUSE Online 0

Theater mal anders

„Hugs and Kisses xoxo“, so heißt das in Halle aufgeführte Theaterstück des hier ansässigen Regisseurs Christian Heß. Wir haben der Uraufführung im Hühnermanhattan einen Besuch abgestattet und wollen unsere Eindrücke mit euch teilen. Ein Interview mit dem Regisseur findet ihr online und in der neusten Ausgabe der hastuzeit.

Fotos: Felix Schickel

Ein regnerischer Tag. Ein auf den ersten Blick verlassen wirkendes Gehöft. Drei Mädchen voller Neugierde auf das gleich stattfindende Spektakel. Der kalte Wind hat unsere Wangen bereits gerötet und zitternd sind wir auf der Suche nach dem Eingang zum Bootshaus des Hühnermanhattan.

Kalt. Dunkel. Grau. Endlich biegen wir um die Ecke und der aus abblätternden Lettern bestehende Schriftzug »Bootshaus« sticht uns ins Auge. Schnellen Schrittes tragen unsere durchgefrorenen Füße uns in das Innere der ehemaligen Scheune. An einem provisorischen Einlass lächelt uns ein bekanntes Gesicht entgegen – Christian Heß, Regisseur und Autor des bevorstehenden Theaterstückes ist bereits dabei, die Eintrittskarten an den Mann zu bringen. Wir bekommen einen Stempel auf das Handgelenk gedrückt und in freudiger Erwartung betreten wir durch einen roten Samtvorhang einen weiteren Raum. Mehr, mehr, mehr

Dez 2017 hastuPAUSE Online 0

»Ich mag´s einfach, Leuten eine Freude zu machen«

Die Studierendenplattform Jodel hat schon einige wunderbare Geschichten hervorgebracht. Diesmal, Anfang Dezember, war ein geheimnisvoller Weihnachtself unterwegs und hat Adventskalender und Nikolaustüten in Juri-Schließfächern versteckt. Um herauszufinden, was für eine Person hinter dieser Aktion steckt und ihre Beweggründe zu erforschen, haben wir ein Interview mit dem weihnachtlichen Wohltäter geführt. #weihnachtself

Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe, sondern auch das Fest der Geschenke. Das merkt man auch schon in der Adventszeit: So basteln viele für ihre Liebsten einen Kalender und legen zum Nikolaustag auch gerne mal den Nachbarn Kleinigkeiten in die Schuhe. Dass man bei beidem auch noch etwas weiter gehen kann, bewies dieses Jahr ein mysteriöser Weihnachtself den Jodlern in Halle. Dieser versteckte Anfang Dezember für unbeschenkte Jodler, selbstgemachte Adventskalender und zum Nikolaustag Überraschungstütchen.

Viel erfuhr man jedoch nicht über die Person hinter diesen Aktionen, denn wie allseits bekannt ist, sind Elfen sehr scheue Wesen. Allerdings sei sowieso nur die Aktion an sich wichtig und nicht, wer dahinter stecke, meinte der Wohltäter im Interview. Nicht einmal bei dem Geschlecht des Elfen könnt ihr euch sicher sein, denn wer weiß schon, ob magische Fabelwesen gendern. Ein paar wenige Informationen können an dieser Stelle trotzdem preisgegeben werden: Der geheimnisvolle Helfer des Weihnachtsmannes studiert im höheren Semester Jura, ist seit einem halben/dreiviertel Jahr ein aktiver Jodler und hat in dieser Zeit schon 186 704 Karma-Punkte angesammelt. Doch lassen wir ihn nun ein wenig selbst sprechen. Mehr, mehr, mehr

Dez 2017 hastuPAUSE Heft Nr. 75 0

Zukunft oder Fiktion?

»Etwas zu wissen ist gut, aber alles zu wissen ist besser.« So lautet der Slogan des »Circle« in Buch und Film und wirft damit viele hochaktuelle Fragen nach moralischen Einstellungen in Bezug auf die Datenspeicherung auf. Wird sich das private Leben eines Menschen zukünfig in der Öffentlichkeit abspielen oder ist das nur reine Spekulation?

Bailey (Tom Hanks)

Der auf dem gleichnamigen Buch basierende Film »The Circle« kam im September 2017 auf die deutschen Kinoleinwände und warf einige ungeklärte Fragen auf. Der Regisseur dieses US-amerikanischen Science-Fiction-Thrillers ist James Ponsoldt, der sich auch für die Produktion und das Drehbuch verantwortlich sah. Der Film handelt von der jungen Mae Holland (Emma Watson), die einen neuen Job in einem weltweit angesehenen Social-Media-Unternehmen ergattert. Der »Circle« ist ein Internetkonzern und arbeitet mit mehr oder weniger legalen Methoden an Technologien, die der Gesellschaft eine bessere Welt ermöglichen sollen. Das Ziel ist es, die User durch ein allgemeingültiges Passwort virtuell zu verknüpfen und somit vollkommene Transparenz zu schaffen. Mae nimmt die Herausforderung der überwältigenden Umgebung zunächst an, um ihre Eltern finanziell unterstützen zu können, verliert sich jedoch immer mehr in ihr. Als einer der Firmengründer, Eamon Bailey (Tom Hanks), das Modell einer »SeeChange«-Kamera vorstellt, meldet sich Mae nach einem einschneidenden Erlebnis als erste Probandin und lässt ihr Privatleben live an die Öffentlichkeit übertragen. Dieser Schritt nimmt allerdings nicht den erwarteten Verlauf und lässt Mae schnell die Folgen ihrer Entscheidung spüren. Hinzu kommt, dass der mysteriöse Ty (John Boyega) sie vor den Machenschaften des Unternehmens warnt. Mehr, mehr, mehr

Dez 2017 hastuPAUSE Heft Nr. 75 0

Alles eine Frage der Zeit…

Jeden Tag und auch schon in diesem Heft ordnen wir alles ganz banal, zeitlich getaktet und chronologisch ein. Der Mensch muss in allem eine erklärbare Logik sehen und wenn nicht, dann erfindet er ein System. So auch die Zeit. Zeit ist allgegenwärtig. Wir planen unser Leben nach der Uhr und unsere Zeit nach unserem Leben und haben anscheinend nie genug. Das noch umso mehr in der Weihnachtszeit: Gerade jetzt, wo die Tage kürzer werden, die Nächte dunkler und die Wochen immer schneller vorbeiziehen, scheinen wir alle noch weniger Zeit zu haben: der Jahresendstress, die ewige Suche nach dem richtigen Geschenk, die gezwungene Entspanntheit und Harmoniesucht in dieser besonderen Zeit der Besinnung… Beschwipst eilen wir von Feier mit Plätzchenbacken zu Feier mit Glühweintrinken und – schwupps – so schwebt auch der Dezember an uns vorbei. Das letzte Jahr ist wie im Flug vergangen, Weihnachten steht vor der Tür und ein neues Jahr gleich mit – Ticktack, wieder eine Ziffer weiter. Aber ist das wirklich so oder muss das so sein? Die hastuzeit hat nachgeforscht. Deshalb diesmal die gleichnamige Frage an Dich: Mehr, mehr, mehr

Dez 2017 hastuPAUSE Heft Nr. 75 0

Jenseits von Google – Die dunkle Seite des Internets

Rezension: »Darknet – Waffen, Drogen, Whistleblower« von Stefan Mey

Verlag C.H.Beck, München 2017, 237 Seiten, 15 Euro

Im derzeitigen Internet ist faktisch niemand anonym.

Was ursprünglich der Schritt in ein neues Zeitalter der digitalen Kommunikation war, Personen quer über den Globus kommunizieren ließ und die Gesellschaft ähnlich stark beeinflusste wie die Erfndung des Buchdrucks, ermöglicht heute eine flächendeckende Überwachung, die an düstere Utopien wie »1984« von George Orwell erinnert. Jede Übermittlung von Daten kann aufgrund der IP-Adresse zu ihrem Ursprungsort zurückverfolgt werden. Dass dieses Potenzial der Überwachung nicht nur in der Theorie vorhanden ist, sondern auch praktisch von Regierungen und Geheimdiensten genutzt wird, dürfte jedem seit den Enthüllungen von Edward Snowden bekannt sein. Mehr, mehr, mehr