Jun 2014 hastuUNI 0

BAföG-Mittel entzünden Debatte

Im Landtag wurde am Donnerstag die Umfinanzierung des BAföG besprochen. Ein Streit innerhalb der Regierungskoalition zeichnet sich ab


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Im Landtag wurde am Donnerstag über die finanziellen Folgen der BAföG-Reform heftig debattiert. Im ihrem Antrag forderte die Linksfraktion, die freiwerdenden Mittel vollständig für Bildung und den Wissenschaftsbereich einzusetzen. Mehr, mehr, mehr

Jun 2014 hastuPAUSE Nr. 54 0

Schöne Anstrengung

Das Collegium Musicum der Martin-Luther-Universität bietet nicht nur musikalische Entfaltungsmöglichkeiten, sondern auch ein Studententheater. Wir haben eine Probe besucht.

Foto: Josefine Farkas

Foto: Josefine Farkas

Durch den Raum gehen. Rennen. Sich in die Augen sehen. Urlaute rufen. Einen kleinen gelben Ball fangen. Wenn der zu Boden rollt, liegen plötzlich alle seufzend auf dem Boden. Und wieder aufgestanden und das ganze von vorne.
Ein ganz normales Erwärmungsspiel, bevor es ans Schauspielen und Textlernen geht. Knapp 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, fast jeder studiert ein anderes Fach an der MLU, haben sich an diesem Freitagabend im großen Saal des »Luchs Kino am Zoo« an der Seebener Straße zusammengefunden, um als Studententheater zu proben. Draußen kann man die Gehege des Zoos erblicken, ein paar letzte Besucher schlendern Richtung Ausgang, und zwei Pfauen schauen neugierig durch eine Glastür in den Probenraum hinein.

Das Studententheater unter der Leitung von Tom Wolter, studierter Schauspieler und seit 1994 aktiv und engagiert in Halle, gibt es seit dem Wintersemester 2013/14, also noch gar nicht so lange. Geplant ist eine vollständige Inszenierung pro Semester, bis zur großen Aufführung, mit bis zu 25 Studierenden. Mehr, mehr, mehr

Jun 2014 hastuPAUSE 0

„Zur Schönen Aussicht» im Theater Mandroschke

Am 6.6. fand die Premiere der studentischen Theatergruppe AbundZUspiel mit ihrem neuen Stück im Theater Mandroschke statt. Warum man sowohl von diesem Stück und ABundZUspiel als auch vom Theater Mandroschke gehört haben kann, wurde Janik Straub, derzeitiger Regisseur, gefragt.

Janik Straub ist Regisseur des Theaterstücks „Zur Schönen Aussicht».

Wie bist du zur Theatergruppe ABundZUspiel gestoßen?

Ich bin durch meinen Mitbewohner Ende 2012 dazugekommen. Er war bereits Mitglied bei ABundZUspiel und kam wohl auch über jemand Drittes dazu. Meistens läuft es so, dass wenn eine neue Produktion aufgelegt wird, man schaut ob neue Schauspieler gebraucht werden oder man fragt rum, ob jemand wen kennt, der darauf Lust hat. Und dann kommen ein paar Leute zusammen, die Interesse haben.

Wie ist das Spielen beim ABundZUspiel – zuerst warst du selbst Schauspieler und nun wechselst du zur Regie. Wird dem, der nach der Leitung fragt, die Chance gegeben?

Ja, das ist ganz wichtig. Das ist ja auch das was Studenten- oder Laientheater vom professionellem Schauspiel unterscheidet. Jeder der Lust hat und es sich zutraut kann Regie machen, aber nur so dass der Regisseur nicht der Alleinbestimmer ist. Du kannst ihnen z. B. nicht wie beim professionellen Theater sagen, was sie zu tun haben. Meistens hast du als Regisseur auch nicht den Plan, das heißt, du entwickelst die Szenen mit den Schauspielern und hast weniger eine konkrete Vorstellung, worauf es hinauslaufen soll. Oder zumindest war das bei mir so. Eine Hierarchie in dem Sinne ist da eher wenig ausgeprägt. Mehr, mehr, mehr

Jun 2014 hastuUNI Nr. 55 0

»Keinen Zwang zum Kürzen mehr«

Hendrik Lange ist im Landtag als hochschulpolitischer Sprecher der Linksfraktion Möllrings größter Kontrahent in der Kürzungsdebatte. Im hastuzeit-Interview spricht er über die BAföG-Reform, die erfolglosen Proteste vor zehn Jahren und die Wasserpistolenaktion.

Im Gespräch (von links nach rechts):  Rektor Udo Sträter, Minister Hartmut Möllring, MdL Hendrik Lange. Foto: Markus Kowalski

Im Gespräch (von links nach rechts):
Rektor Udo Sträter, Minister Hartmut Möllring, MdL Hendrik Lange.

Foto: Markus Kowalski


Herr Lange, beim Sturageburtstag Anfang Juni haben Sie sich vor dem Festakt im Löwengebäude nett mit Rektor Sträter unterhalten, Minister Möllring stand stumm daneben. Wie gut verstehen Sie sich denn mit beiden?

Mit Herrn Sträter komme ich ausgesprochen gut klar. Wir haben ein freundliches Verhältnis zueinander. Das ist schon auf Kooperation ausgelegt, dass ich versuche, die Belange der Universität durch den Rektor zu kennen und in dem Sinne auch Politik zu machen. Mehr, mehr, mehr

Jun 2014 hastuPAUSE Nr. 54 0

Von heißen Pflanzen und lauschigen Plätzen

Ganz gleich, was man studiert oder wie geübt der Blick ist, beim Spaziergang durch die Natur sind viele kleine Wunder zu entdecken.

Foto: Chris Schön

Foto: Chris Schön

Endlich hat das Frühjahr begonnen. Für all jene, die den ganzen Winter über auf zweistellige Plusgrade gewartet haben, beginnt nun eine Phase voller Aktivität und Freude, frei von jeglicher Lethargie.

Das trifft auf Studenten genauso zu wie auf die vielen Tiere und Pflanzen, die sich immer in der Prüfungsphase im Fach »Überlebenskampf« befinden. Manche Arten haben dabei ausgefallene Techniken entwickelt, die einen jeden vom Hocker reißen können. Das schönste daran ist, dass man diese Lebenskünstler tagtäglich in unserer Studentenstadt mit Freunden oder allein besuchen und beobachten kann. Mehr, mehr, mehr

Jun 2014 hastuPAUSE Nr. 54 0

»Rhythmisch, groovig, krachend«

Der Club »Rockpool e. V.« in der Grenzstraße ist bekannt für seine beliebten und gut besuchten Liveauftritte von neuen Bands.

Foto: Elena Katja Karras, Bearbeitung: Benjamin Ebert

Foto: Elena Katja Karras, Bearbeitung: Benjamin Ebert

Am 7. Juni läuft das Finale des Bandcontests 2014, der jährlich veranstaltet wird. Auch die Jungs von AllInSane werden mit dabei sein und das Publikum zum Ausrasten bringen, denn Wall of Death und wilde Moshpits sind bei Auftritten der jungen Band aus Halle Gang und Gäbe. Luise hat sich mit einigen Fragen im Gepäck mit Frontmann Benjamin getroffen.

Wer ist denn alles in eurer Band?
Da haben wir Dominic, den Gitarristen, Tim, der Bassist ist, Kenny am Schlagzeug und mich hinterm Mikro.

Wie lange besteht eure Band schon?
Gegründet haben wir uns im August 2010. In der aktuellen Besetzung spielen wir aber erst seit August 2012. Wir hatten einen Gitarristen- und Drummerwechsel. Also sind Tim und ich noch von den Originalmitgliedern übrig. Mehr, mehr, mehr

Jun 2014 hastuPAUSE Nr. 54 0

»Hey – so eine Idee müsste man mal haben!«

In einem Workshop von Univations können Studierende ihre unternehmerischen Fähigkeiten entdecken.

Foto: Dennis Wilkinson (CC BY-NC-SA 2.0) www.flickr.com/photos/djwtwo/8331524425/

Foto: Dennis Wilkinson (CC BY-NC-SA 2.0) www.flickr.com/photos/djwtwo/8331524425/

Wenn man geniale Geschäftsideen betrachtet, wie zum Beispiel »mymuesli«, die mit der »einfachen« Idee eines individuellen Müsli-Zusammenstellens via Internet erfolgreich geworden sind, dann denkt man sich: »Hey – so eine Idee müsste man mal haben!«

Das unternehmerische Denken, das dafür erforderlich ist, bietet eine große Faszinationskraft.

Am 12. April 2014 hat der Univations-Gründerservice in Kooperation mit der Martin-Luther-Universität den Workshop »Unternehmerische Kompetenz – Selbstanalyse für Deine berufliche Zukunft« angeboten, um Studierenden aller Fachrichtungen, Freiberuflern und Gründern die Möglichkeit zu geben, ihren eigenen Unternehmergeist kennenzulernen und mehr über den Ablauf einer Unternehmensgründung zu erfahren. Mehr, mehr, mehr

Jun 2014 hastuPAUSE Nr. 54 0

Der Dementor in mir

Versagensängste, Traurigkeit, Gefühlslosigkeit – all das kennt man, und jeder ist ab und an mal traurig oder schlecht drauf. Doch die extremere Variante dieser Gefühle kann zu Depressionen führen.

Illustration: Eva Feuchter

Illustration: Eva Feuchter

Die erste Begegnung mit meinem Monster war mir zunächst einmal gar nicht als solche bewusst. Das erste Treffen fand ohne Einladung meinerseits statt. Manche Gäste stehen einfach ohne Rücksicht auf den Gastgeber in der Tür, manche laden sich einfach selbst zu Partys ein.

Auch dieser Gast verdrängte mit vollkommener Dreistigkeit alle anderen Gäste, indem er sich wie ein Dementor durch die Menge bewegte. Hungrig fraß er dabei alle lebensbejahenden Anwesenden auf. Die zu beklagenden Opfer waren unter anderem die Sinnhaftigkeit des Lebens, die Freude, die Bedeutsamkeit der schönen Dinge, der persönliche Selbstwert, der Glaube an die eigenen Kompetenzen, das Gespür für sich selbst, die Aufgeschlossenheit anderen gegenüber und das gesunde Empathievermögen. Zurück blieben indes Gefühllosigkeit bei gleichzeitiger großer Traurigkeit, Versagensängste und Verlustangst. Mehr, mehr, mehr