Apr 2014 hastuPAUSE Nr. 53 0

Erasmus 2.14 à la française

Eine ordentliche Portion Social Media gehört heute zu einem Auslandssemester dazu, durfte hastuzeit-Auslandskorrespondentin Julia in Frankreich feststellen.

Foto: Julia Plagnetz

Foto: Julia Plagentz

Wenn ich etwas liebe, dann sind es gestellte Fotos. Wer erwägt, ein Erasmussemester zu absolvieren, sollte sich schon mal vorsichtshalber die Mundwinkel knapp unter die Augen tackern. Mehr, mehr, mehr

Apr 2014 hastuPAUSE Nr. 53 0

»Blue Buff for Diabetes«

Was haben »Zocken« und »Diabetes« miteinander zu tun?

Foto: Chris Schön

Foto: Chris Schön

Ersteres steht für Freizeitspaß und Ausdauer am PC, Diabetes hingegen gilt als eine unheilbare Erkrankung, die mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland betrifft.

Auch die 24-jährige Katarina Braune, Medizinstudentin aus Halle, leidet seit ihrem zwölften Lebensjahr an Diabetes Typ 1 und engagiert sich aus diesem Grund ehrenamtlich für mehrere Diabetesorganisationen und andere Diabeteserkrankte. Gleichzeitig spielt sie seit Jahren leidenschaftlich gern Computerspiele und hat nun diese beiden für sie wichtigen Komponenten in einer Gamer-Veranstaltung namens »Blue Buff for Diabetes« vereint. Mehr, mehr, mehr

Apr 2014 Termine 0

Deutschland und der 1. Weltkrieg

Dienstag, 29. Apri, 18.00 Uhr c.t., HS XIV a/b, Löwengebäude, Universitätsplatz

Deutschland und der 1. Weltkrieg – Einfach hineingeschlittert?

Vortrag von Gerd Fesser

Veranstaltet vom Fachschaftsrat der Philosophischen Fakultät I

Aus dem Veranstaltertext:

Das Jahr 2014 ist ein Gedenkjahr, das besonders mit dem Thema Krieg und Frieden verbunden ist. 100 Jahre nach Beginn des Ersten und 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges will sich der Fachschaftsrat der Philosophischen Fakultät I der MLU kritisch mit Vergangenheit und Gegenwart von Kriegen auseinandersetzen.

Am 29. April, 18 Uhr c.t. spricht Gerd Fesser über sein neues Buch »Deutschland und der Erste Weltkrieg«. Dabei geht es um die Schuldfrage, die mit C. Clarks »Die Schlafwandler« seit einigen Monaten die mediale Debatte um die Verursacher des Ersten Weltkrieges befeuert hat. Fesser wird die von vielen Historikern infrage gestellte These der Alleinschuld Deutschlands verteidigen.

Zum Referenten:

Geb. 1941 in Sömmerda, Historiker; 1973-91 wiss. Mitarbeiter an der Akademie der Wissenschaften der DDR, 1993-96 am Historischen Institut der Universität Jena; Autor zahlreicher Bücher zur deutschen Geschichte von 1789-1917; aktuell: »Deutschland und der Erste Weltkrieg«, Köln: PapyRossa Verlag, 2014.

Apr 2014 Termine 0

Vollversammlung

Mittwoch, 23. April, 18.00 Uhr, Audimax, Universitätsplatz

Vollversammlung der Studierendenschaft

Veranstaltet vom Studierendenrat der Martin-Luther-Universität

Aus dem Veranstaltertext:

Der Studierendenrat möchte euch über Aktuelles:

  • Semesterticket,
  • Sturageburtstag,
  • Woche der Nachhaltigkeit,
  • Kürzungsdebatte und Hochschulstrukturplan

informieren.

Apr 2014 hastuPAUSE Nr. 53 0

Aufenthaltserlaubnis und Feststellungsprüfungen

Viele unserer Studenten kommen aus der ganzen Welt. Doch war der Weg hierher von bürokratischen Hürden geprägt, und was ist eigentlich ein Studienkolleg?

Foto: Johanna Sommer

Internationale Studierende protestierten am 29. April auf der Demo »Strei(k)t für vielfältige Bildung« gegen die beabsichtigte Schließung des Studienkollegs in Halle. Foto: Johanna Sommer

Das Land Sachsen-Anhalt beherbergte laut den Angaben des Statistischen Landesamts 5983 Studierende, davon waren 3460 an der MLU und in Magdeburg an der Universität eingeschrieben. Erfreulich, denn 1980 waren es insgesamt nur 489 und davon 473 an unseren Universitäten.

Das liegt unter anderem daran, dass sich die Universitäten weltweit miteinander vernetzen. Jeder Studiengang an unserer Uni hat Kontakt mit einer Partneruni. Deshalb gibt es auch die Möglichkeit bei Austauschprogrammen mitzumachen. Die Medizin und die Juristische Fakultät pflegen beispielsweise auch den Erasmus-Austausch. Auch das International Office der Uni Halle ermöglicht Auslandsaufenthalte.

Erste Hürde: das Visum

Es gibt für internationale Studierende die Möglichkeit, ein Studentenvisum zu nutzen, das drei Monate lang gültig ist, womit sie in Halle wohnen können, obwohl sie noch keine Zulassung der MLU bekommen haben. Wenn die Studenten angenommen sind, wird das Visum von der Ausländerbehörde in eine Aufenthaltserlaubnis umgewandelt. Die Studierenden können dann für ein Jahr zu Studienzwecken hier leben. Aber auch hier muss der Nachweis erbracht werden, dass der Aufenthalt finanziell abgesichert ist. Mehr, mehr, mehr

Apr 2014 hastuUNI Nr. 53 0

Ihr habt die Wahl

Wer, was, wozu: die wichtigsten Informationen zu den Hochschulwahlen am 14. Mai 2014

Plakat zur Wahlkampagne des Studierendenrats 2014

Plakat zur Wahlkampagne des Studierendenrats 2014

Schon zweimal haben sich die Senatoren in diesem Jahr dem Rektorat in den Weg gestellt. Ende Januar lehnten sie den Haushaltsentwurf 2014 ab, der 30-prozentige Kürzungen der Sachmittel vorsah, was sowohl in den Fakultäten als auch in der Bibliothek zu starken Einschränkungen geführt hätte. Und Mitte März weigerten sie sich, die Neueinschreibungen in den Medien- und Kommunikationswissenschaften auf null zu setzen – der Immatrikulationsstopp hätte als Vorentscheidung zur Schließung des Fachs verstanden werden können.

Nur ein Fünftel der Sitze in den Uni-Gremien ist für Studierende vorgesehen, die Professoren haben die absolute Mehrheit. Hinzu kommt, dass Hochschulpolitik als staubtrockenes Feld fernab studentischer Interessen gilt. Doch die Sparpläne des Landes haben viele Studierende aufgeschreckt und die Wahlbeteiligung im vergangenen Jahr auf über 21 Prozent getrieben. Ein respektabler Wert im Vergleich zu anderen großen Universitäten. So haben an der FU Berlin im Januar 2014 nur knapp 8,3 Prozent an der Wahl zum Studierendenparlament teilgenommen. Mehr, mehr, mehr

Apr 2014 hastuUNI 0

Schrille Töne für das Rektorat

Mit einem Flashmob protestierten viele Musikstudenten am Montag Nachmittag gegen die Kürzung ihres praktischen Unterrichts.

Jetzt erheben auch die Musikstudenten ihre Stimme: »Kein guter Ton ohne guten Lohn« sangen die Musiker am Montagnachmittag vor dem Rektorat auf dem Uniplatz. Trotz des kalten Regens waren gut 100 Studierende gekommen, um gegen die schlechten finanziellen Verhältnisse in ihrer musikalischen Ausbildung zu protestieren.

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Zu hören war ein »Kampfkanon mit Dissonanzen«.

Sie hatten Schilder und Instrumente mitgebracht, auch der Gesang durfte nicht fehlen. Dazu sangen die Studierenden mit voller Kraft »Kein guter Ton ohne guten Lohn« im Kanon. Die Klarinetten, Saxophone und ein Cello machten ordentlich dissonanten Krach.

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»Kein guter Ton ohne guten Lohn, kein guter Ton ohne guten Lohn. Ohne gute Löhne, gibt es schlechte Töne. Kein guter Ton ohne guten Lohn.«

 

 

Robert Lehmann (27) hatte bei dem Flashmob die Initiative ergriffen und dirigierte die einzelnen Stimmen, damit aus der musikalischen Idee und den mitgebrachten Liedzetteln ein Protestlied wurde. Der Lehramtsstudent für Musik und Religion findet es nicht tragbar, dass die Bezahlung der Dozenten so schlecht ist. »Ich weiß nicht, ob es so klug ist, an dieser Stelle zu sparen«, sagt er. »Es muss an der Uni auch eine gute musikalische Ausbildung geben.«

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Teilgenommen haben Musikwissenschaftler, Musikstudenten, Lehramt Musik, Kirchenmusiker, sowie Studenten aus anderen Fachrichtungen.

Der Anlass für den Flashmob waren die finanziellen Kürzungen des Rektorats. Dabei wurden die Verträge für die Lehrbeauftragten am Institut für Musik und am Fachbereich Musik bei der Grundschulpädagogik für das neue Semester nicht verlängert. Dadurch können jetzt viele Musikstudenten in diesem Semester beispielsweise keinen Klavierunterricht bekommen, obwohl dies ein notwendiger Teil ihres Studiums ist. Die Kürzungen betreffen die freiberuflichen Dozenten, die von der Uni ausschließlich für den Instrumentenunterricht angestellt werden.

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Fotos: Markus Kowalski

Große Euphorie setzte unter der Menschenmenge ein, als sich dieses musikalische Ungetüm in Bewegung setzte. Doch am Schluss verstreute sich die Menge wieder, eine Reaktion vonseiten des Rektorats gab es nicht.

 

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Kundgebung/Demonstration

Dienstag, 29. April, 14.45 Uhr, Reileck

Strei(k)t für vielfältige Bildung – Studienplätze, Kultureinrichtung und Unterrichtsversorgung erhalten

Demonstration und Kundgebung
Veranstaltet vom Aktionsbündnis MLU – Perspektiven gestalten
Aus dem Veranstaltertext:

14:45 Sammelpunkt: Neuwerk/ Burgstraße
15:00 Start der Demo ab Neuwerk
15:45 Kundgebung vor der Leopoldina
16:15 Ziel mit Abschlusskundgebung: Uniplatz

STREI(K)T!
FÜR EINE VIELFÄLTIGE BILDUNGS- & KULTURLANDSCHAFT!

Die schwarz-rote Landesregierung hat die Katze aus dem Sack gelassen: Insbesondere die Hochschulen und die Kultur sollen bluten. ALLE Menschen in der Region sind davon betroffen!

Über 3000 Studienplätze und hunderte von Arbeitsplätzen werden abgebaut. Zahlreiche Arbeitsplätze in Handel, Wohnungswirtschaft, Verkehr, Verwaltungen und Industrie werden folgen. Psychologie, Geowissenschaften und Geographie, Sport, Informatik, Medien- und Kommunikationswissenschaften und das Studienkolleg sollen in einer ersten Welle verschwinden. Und die Landesregierung beabsichtigt, weitere Streichungen vorzunehmen. Drastische Kürzungen im Kulturbereich und bei den Schulen kommen hinzu. Die Folgen? Weniger Beschäftigung, weniger junge Menschen in Sachsen-Anhalt, weniger öffentliche Daseinsvorsorge, leere Innenstädte und Ortschaften, keine Zukunftsperspektiven. Das dürfen wir nicht hinnehmen!

Die Erfahrungen des letzten Jahres haben gezeigt: Die Landesregierung verschließt sich allen Argumenten. Unsere Antwort auf diesen Starrsinn: BILDUNGSSTREIK!

LEISTET WIDERSTAND!

DEMONSTRIERT FÜR EINEN POLITIKWECHSEL!

Kommt am 29. APRIL um 14.45 UHR zum NEUWERK/ BURGSTRASSE! Von dort ziehen wir zur LEOPOLDINA um den Landtagsabgeordneten unsere Forderungen mitzuteilen:

• für den Erhalt aller Studienplätze in Sachsen-Anhalt,

• für die Rettung der Institute an der Universität,

• gegen pauschale Kürzungen an der ganzen Universität,

• gegen die Verkürzung der Bibliotheksöffnungszeiten,

• für den Erhalt der Studentenwerke,

• gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse,

• für den Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaft,

• für eine flächendeckende Unterrichtsversorgung.

Wir streiten für Vielfalt und Auswahl in der Bildungs- und Kulturlandschaft statt grauer Monotonie, für: ausfinanzierte Universitäten, Schulen und Kulturstätten, mit guten Arbeits- und Studienbedingungen!

Es steht nichts Geringeres als Sachsen-Anhalts Zukunft auf dem Spiel. Lasst uns gemeinsam und solidarisch für eine WENDE IN DER LANDESPOLITIK demonstrieren!