Okt 2009 hastuINTERESSE Nr. 28 0

Aufgelegt, oder was?

Seit zehn Jahren wächst der Markt, die Branche gilt als wichtiger Wirtschaftszweig, und gerade Studenten lassen sich gerne einstellen: Call Center sind groß im Kommen. Doch ist alles Gold, was glänzt?

18_19_Interesse_Callcenter_MiaEwaldSein Job bringt nur 5,50 Euro die Stunde, er hat ihn übergangsweise angenommen. »Bis ich was Besseres finde«. Er darf nicht sagen, was er genau macht. Nicht, wie der Auftraggeber heißt. Nicht, was er von der Sache hält. Das hört sich nach Dealen an, aber sein Handwerkszeug sind Telefone. Der Kommilitone ist Call-Center-Agent. Mehr, mehr, mehr

Okt 2009 hastuINTERESSE Nr. 28 0

Mein schlimmster Alptraum: Die Haut auf dem Markt

Ab sofort offenbaren wir Dir unsere schlimmsten Alpträume. Den Anfang macht Julia, die durch ihr Lieblingsthema Studentenjobs auf eine gruselige Idee gebracht wurde.

13_Interesse_GlosseEs muss sich etwas ändern! Sommer für Sommer bemühen sich Schüler und Studenten, in den pflichtfreien Wochen ein bisschen Geld dazu zu bekommen. Aber auf der Suche nach kurzzeitigen Arbeitsverhältnissen finden sie meist nur die Dreifaltigkeit der Werbebranche: Promotions-, Akquise- oder Callcenterjobs. Aber wer hat schon Spaß daran, den ganzen Tag lang wildfremde Leute am Weiterkommen zu hindern oder stundenlang in einem blöden Büro zu versauern? Mehr, mehr, mehr

Okt 2009 hastuINTERESSE Nr. 28 0

Wenn der Kopf überkocht

Immer mehr Studenten leiden am Burn-out-Syndrom. Immer mehr müssen lernen, damit umzugehen. Ein Beispiel.

16_17_Interesse_Burnout_RitaVelasquezEigentlich steht Friederike* ständig unter Druck. Sie studiert im fünften Semester Bachelor, muss dafür tausend Projekte bearbeiten, leitet ein Tutorium und jobbt in einer Bar. Eigentlich sieht Friederike so aus, als würde sie das ohne Probleme schaffen. Hoch gewachsen, wache Augen und eine resolute Haltung. Wenn die Studentin spricht, lächelt sie dabei oft, so als sei sie viel zu tough, um vor der Uni zu kapitulieren. Mehr, mehr, mehr

Okt 2009 hastuUNI Nr. 28 0

Kein Geld, keine Lehre, kein Studium

Der AK Bildungspolitik hat einen Runden Tisch organisiert, um Politiker und Interessierte über die finanzielle Lage der Universität zu informieren.

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Foto: Enrico Seppelt (www.halleforum.de)

Was haben die folgenden Länder mit Deutschland gemeinsam: Türkei, Tschechien und Irland? Sie geben alle, gemessen an ihrem BIP, unterdurchschnittlich wenig Geld für Bildung aus. Das hat eine neue OECD-Studie im September ergeben. Also müsste man eigentlich mehr Geld für Bildung ausgeben, um international nicht den Anschluss zu verlieren. »Die Universitäten haben kein Recht, von Kürzungen verschont zu bleiben«, Mehr, mehr, mehr

Okt 2009 hastuUNI Nr. 28 0

Gestern beten, heute büffeln

Unsere Lehrgebäude haben alle eine Geschichte. Nicole Kirbach hat die Archive durchforstet und stellt in einer neuen Reihe ihre Recherche-Ergebnisse vor. Teil 1: Das Löwengebäude

Uni_Gebäude_MLUUm 1224 ließen Franziskaner an der Stadtmauer einen weitläufigen Klosterkomplex rings um den heutigen Campus errichten. Doch während der Reformation ging das Kloster unter, die letzten Mönche mussten 1564 die Stadt verlassen. Die leerstehenden Gebäude samt Gotteshaus mussten vom Rat der Stadt auf Befehl des Magdeburger Landesherren, des Erzbischofs Sigismund, übernommen werden und sollten als höhere Schule genutzt werden. Mehr, mehr, mehr

Okt 2009 hastuPAUSE Nr. 28 0

Von Elefanten und Liebe

25_Pause_Rezi_LHanabiDass lokale Musiker und deren Alben nicht immer nach pseudo-neuem Indie-Rock, aufgenommen in einer Blechdose klingen müssen, beweisen LiHanabi mit ihrem Debut-Album. Die Band besteht seit 2006, die regionale Bekanntheit lässt trotz oder gerade wegen einer mittelmäßig aktiven Lokalmusikerszene noch zu wünschen übrig. Das soll sich mit searching the elephant ändern. Mehr, mehr, mehr

Okt 2009 hastuINTERESSE Nr. 28 0

Berufsqualifikation en masse?

Die einen fangen gerade an, die anderen haben es hinter sich: das Bachelor-Studium

22_Interesse_CareerCenter_MarkusFaerberMit dem 30. September hat sich bei vielen Studierenden der Name geändert. Auf einmal steht hinter Max Mustermann noch BA oder BSc. Der Bachelor ist, wenn man der Bologna-Reform glauben möchte, der erste berufsqualifizierende Studienabschluss. Die wenigsten Studierenden sehen das aber so; oft ist von einem »halben Abschluss« die Rede. Der Bachelor-Student lernt alles, qualifiziert sich aber für nichts. Mehr, mehr, mehr

Okt 2009 hastuUNI Nr. 28 0

Allgemeine gesellschaftliche Fragen

Zum Hintergrund des (hochschul-)politischen Mandats

Die Debatte ist so alt wie die rechtlich geregelte (»verfasste«) Studentenschaft selbst: Zu welchen Themen darf sich eine institutionalisierte allgemeine studentische Interessenvertretung äußern? 1920 erklärte der preußische Staatssekretär Carl Heinrich Becker, der an der ersten Studentenschaftsverordnung mitgearbeitet hatte: »Jedenfalls will kein Mensch dem Studenten seine politische Meinungsäußerung verbieten, nur besitzt der künftige Vorstand der Studentenschaft kein Mandat seiner Wähler im politischen Tageskampf.« Mehr, mehr, mehr