Jun 2007 hastuPAUSE 0

Weißer Glanz im bewegten Leben

Das Thalia Theater zeigt Anton Reiser in den Frankeschen Stiftungen

Was für ein Bild! In der historischen Kulisse des Lindenhofs der Frankeschen Stiftungen eröffnet ein Reigen aus 30 ganz in Weiß gekleideten Kindern das Leben von Anton Reiser. Fröhlich und verspielt lassen sie Reifen rollen. Dass hier und da einer die Bahn verlässt, kann nur als Symbol der letzten Unbeschwertheit sein. Mehr, mehr, mehr

Mrz 2007 hastuPAUSE 0

(Un)coole Heimat?!

Heimat ist ein ziemlich uncooles und langweiliges Wort. Dennoch haben es gerade die jüngsten Schaupieler der Kulturinsel - der Jugendclub - gewagt, diese auf die Bühne zu bringen. Das Stück "An der Saale hell gestrandet" zeigt, was für die Hallenser Heimat ist.

So werden Szenen von der Legende von Troja gespielt, die ebenso eine Facette der Heimat zeigen, wie das heutige Leben in Halle-Neustadt. Dabei gehören Sehnsucht, Liebe und Verzweiflung auch dazu, wie die Frage nach Freundschaft, dem Weggehen rnund der Verbundenheit mit der Stadt. Mehr, mehr, mehr

Mrz 2007 hastuPAUSE 0

„Wohl bekomm’s!» – „Kabale und Liebe» im Neuen Theater

Eine süße Verlockung geht von der Limonade aus. Sie ist Anfang und Ende einer aussichtslosen Beziehung. Luise und Ferdinand lieben sich. Alles könnte so einfach sein, wären sie nicht unterschiedlicher Herkunft.

Die schöne Bürgertochter und der Präsidentensohn sollen, so haben es die jeweiligen Familien beschlossen, beide anderweitig verheiratet werden. Um diesen Plan durchzusetzen, greift der Präsident zu einer bösartigen Intrige. Mehr, mehr, mehr

Mrz 2007 hastuPAUSE 0

Raucherecke ohne Tulpen

"Eine Zigarette lang. Kein Hollaender Abend" im Neuen Theater: die Bühne ist leer und das im wahrsten Wortsinne. Transparenter schwarzer Stoff schafft die Illusion von Wänden. Einzig auffallend ist das Klavier, das am Rand steht und an dem Jörg Leistner die Musik für den Abend erschafft.

Eine Frau (Elke Richter) stolpert von einer Party in den kleinen Bühnenraum. Sie sieht gut aus für ihr Alter und ist sehr gut gekleidet. Während sie hektisch raucht, erzählt sie von ihrem Leben. rnSie und die Kinder sind von dem Mann verlassen worden, für den sie ihr altes Leben aufgegeben hatte. Denn ?Vor Howard hab ich nie etwas gefühlt?, so sagt sie. Und zieht an der Zigarette. Sie setzt fort: „Wir lieben uns jeden Tag». Mehr, mehr, mehr

Jan 2007 hastuPAUSE 0

„Dieser Weg auf den Höhen ist zu Ende gegangen» Zur Dekonstruktion des Heimatliedes in Herbert Roth

Seit 13.10.06 spielt das Thalia-Theater Herbert Roth. Der Regisseur Christian Bayer gestaltet für seine Gäste einen Thüringer Heimatabend, anlässlich des Oeuvres des ostdeutschen Musikantenkönigs. Die musikalische Reise durch den Thüringer Wald vollzieht sich anhand Herbert Roths bekanntesten Kompositionen, allen voran natürlich das Rennsteiglied.

Der Liederkanon wird von Laienschauspielern aus dem Thalia-Jugendklub virtuos ausgestaltet. Unterbrochen wird der Melodienreigen lediglich von kurzen Videosequenzen, die Christian Bayer in seinem geliebten Thüringen zeigen. Der Rennsteig, der Geburtsort und die Lieblingskneipe Herbert Roths sind auf diese Weise virtuell in Halle dabei. Mehr, mehr, mehr

Okt 2006 hastuPAUSE 0

Im Opernhaus tanzen die Puppen…

"Beeindruckend" hörte man nach der Premiere von "Das Rheingold" am 7. Oktober viele Gäste nach Verlassen des Saales zueinander sagen.

Dieses eine Wort trifft es haargenau, denn es passt sowohl auf die hervorragenden gesanglichen Leistungen der Opernsänger als auch als Beschreibung der szenischen Umsetzung durch die Puppenspieler. Die Inszenierung dieses Wagner-Themas wurde auf bisher deutschlandweit einmalige Weise umgesetzt. Das Opernhaus arbeitet dafür Hand in Hand mit dem Puppentheater, dessen Puppen die Geschichte des Rheingoldes bildlich für den Zuschauer erzählen. Mehr, mehr, mehr

Jul 2006 hastuPAUSE 0

Das finale Spiel der WM 2006 im Volkspark Halle

Fußballfans, die friedlich zusammen sitzen, trinken und feiern. Bemalt mit Farben ihrer Nationalmannschaft. Dazu in jedem Arm eine Fahne oder wenigstens einen Landeswimpel. Endlose Fanmeilen quer über den ganzen Erdball. Überall im ganzen Land grenzenlose Begeisterung, unglaubliche Euphorie. Aber dann: Aus in der 119. Minute im Halbfinale gegen Italien. Wer begeistert sich da noch fürs Endspiel?

Der Volkspark in Halle: ein altehrwürdiges Ensemble, das neuerdings als Galerie von der Burg genutzt wird. Im Vorgarten stehen unzählige Stühle, rechts und links vom Plattenweg. Rechts vom Eingang Burgstraße, einem kleinen weißen Gründerzeit-Pavillon, der sonst als Bühne dient, ist die Leinwand aufgespannt. Kurz vor acht Uhr ist etwa die Hälfte aller Plätze belegt, und natürlich alle vor der Leinwand. Mehr, mehr, mehr