Okt 2017 hastuPAUSE Heft Nr. 74 0

Westfälische Verwandtschaft

Wer sich schon immer einmal gefragt hat, weshalb dem Namen unserer Stadt noch ein »Saale« angefügt wird, der findet die Antwort darauf am Rande des Teutoburger Waldes. Zu Besuch in der westfälischen Kleinstadt Halle.

Foto: Alexander Kullick

Es ist nicht hinreichend belegt, ob sich die Geschichte wirklich so zugetragen hat. Dennoch kann man wohl davon ausgehen, dass sich der Ablauf dieser Anekdote eines schönen Sommertages vor wenigen Jahren mit dem Inhalt der Erzählung deckt. Eine Gruppe Touristen erkundigt sich bei einem ortskundigen Passanten nach dem Weg zum Gerry-Weber-Stadion, in dem wie in jedem Sommer die gleichnamigen Tennis-Open ausgetragen werden, ein Turnier in der Vorbereitung auf die renommierten Wimbledon-Championships einige Tage später. Der Fußgänger, den die Touristen fragen, kennt seine Stadt eigentlich sehr gut. Jedoch kann auch er den ratlosen Gästen aus dem Ausland keine Antwort auf ihre Frage liefern. Das Problem bei der Sache: die Touristen haben sich nicht in der Stadt verlaufen – sie haben sich in der Stadt vertan. Mehr, mehr, mehr

Okt 2017 hastuUNI Heft Nr. 74 0

»Das ganze Thema ist eine Odyssee«

Womit sich der AK »Uni im Kontext« konkret beschäftigen will, ist nicht so leicht zu fassen; das zeigte schon die Sturasitzung, bei der er eingeführt wurde. Grob gesagt geht es um den Transfer von Wissen zwischen Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft. Was genau die drei Gründungsmitglieder wie erreichen wollen, erzählen sie im Interview.

Foto: Bereitgestellt vom AK „Uni im Kontext»

Sturasitzung, Montag, der 10. April, 21.30 Uhr: Die Stimmung ist aufgelockert, die Konzentration vieler Mitglieder des Studierendenrates schwand schon während der langwierigen Diskussion um die Finanzanträge. Gerade gab es eine zehnminütige Pause. Der nächste Punkt auf der Tagesordnung: Gründung des AKs »Uni im Kontext«. Arne Arend, Marie-Christin Propf und Benjamin Rolf Kerner treten vor den Stura und stellen ihr Konzept vor. Die drei erklären, dass sie für die lokale Bevölkerung Transferprozesse in Halle erfassen, begleiten und initialisieren wollen. Es fallen Begriffe wie Wissenstransfer, Third Mission, Innovation und Wissenschaftskommunikation. Aus den Reihen der anwesenden Sturamitglieder kommt darauf als erstes die Bitte, das Ganze noch einmal etwas einfacher zu erklären. Es folgen weitere Erklärungsversuche, noch mehr Verwirrung und die Frage, ob das nicht eigentlich Aufgabe der Uni sei. Schließlich einigt man sich doch noch darauf, dass es schön sei, wenn Studierende sich freiwillig melden, um Informationen zusammenzutragen und zu vermitteln. Mit der Wahl von Arne Arend zum Sprecher des Arbeitskreises »Uni im Kontext« wird dieser letztendlich gegründet. Mehr, mehr, mehr

Okt 2017 hastuUNI Heft Nr. 74 0

Hallische Köpfe

In dieser Reihe stellt unser Redakteur Paul regelmäßig Persönlichkeiten vor, die Universität und Stadt geprägt haben. Diesmal geht es um den Mathematiker Georg Cantor.

Illustration: Katja Elena Karras

Widerlegt! Dieser ungarische Aufschneider hat ihn tatsächlich widerlegt! Man schreibt das Jahr 1904, und auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Heidelberg beginnt ein Mann an Gott zu zweifeln. Da hat es doch Professor Juli

us König aus Budapest tatsächlich gewagt, die von ihm, dem berühmten Georg Cantor aufgestellte These von den »transfiniten Zahlen« zu widerlegen. Für ihn ist es nicht weniger als ein Skandal, für seine Kollegen jedoch offenbar nur eine interessante Diskussionsfrage. Der leicht exzentrische Professor, dessen Familie ebenfalls bei diesem bedeutenden wissenschaftlichen Ereignis anwesend ist, fühlt sich öffentlich gedemütigt und, noch schlimmer, verunsichert. War er bisher nicht der festen Überzeugung, dass er seine theoretischen Geistesblitze direkt von Gott erhielte? Hat er das nicht sogar öffentlich kundgetan? Da nützt es auch nichts, dass der Kollege Ernst Zemelo am nächsten Tag Königs Beweisführung entkräftet; Cantor, der sich immer für den internationalen Wissenschaftsaustausch stark gemacht hat, für den Mathematik und Theologie untrennbar verbunden sind, steckt in einer Krise. Wieder einmal. Mehr, mehr, mehr

Okt 2017 hastuUNI Heft Nr. 74 0

Gedopte Uni

Jeder kennt und fürchtet diese Zeit im Jahr, in der man Nachtschichten in der Bib schiebt, sich in Lerngruppen zusammenrottet oder im Zimmer verschanzt, zwischen Energydrink, Tiefkühlpizza und Aufzeichnungen: die Prüfungen stehen an. Manch einer verlässt sich beim Pauken nicht nur auf die belebende Wirkung von Club-Mate und Cola, sondern greift auch zu anderen Mitteln.

Foto: Sophie Ritter

Gerade wer nur auf Druck lernen kann, kennt das Phänomen: um den Lernstoff bis zur Prüfung drin zu haben, müssen pro Tag mehrere Stunden durchgelernt werden. Ohne Hilfsmittel ist dies kaum zu bewerkstelligen. So geht es auch Miriam*: während sie im ersten Semester in der Prüfungsphase noch fleißig Kaffee schlürfte, greift sie mittlerweile zu Guarana.

Die Samen dieser Pflanze werden meist in Form von Pulver oder Kapseln verkauft und sind frei erhältlich in Apotheken oder über diverse Online-Händler – für beispielsweise etwa 60 Kapseln liegen die Kosten meist zwischen 10 und 20 Euro. Ursprünglich von der indigenen Bevölkerung in den Gebieten des Amazonas während mehrtägiger Jagdausflüge gegen Hunger- und Durstgefühle genutzt, dient es heute dazu, die Konzentration und Leistungsfähigkeit bei Arbeit oder Studium zu steigern. So besitzt Guarana im Vergleich zu Kaffee die fünffache Menge an Koffein. Im Gegensatz dazu entfaltet Guarana allerdings erst nach und nach eine stimulierende Wirkung, diese jedoch über etwa sechs Stunden hinweg. Somit eignet es sich ideal dafür, wenn man längere Zeit am Stück lernen muss. Nebenwirkungen der Einnahme sind hierbei allerdings Schlafprobleme, Kopfschmerzen oder Herzrasen, aber auch Zittern und innere Unruhe. Im ersten Moment scheinbar nicht schlimmer als übermäßiger Kaffee-Konsum, allerdings treten sehr schnell Gewöhnungseffekte auf und damit das Gefühl, ohne die Einnahme der Kapseln nicht mehr richtig produktiv zu sein. Mehr, mehr, mehr

Okt 2017 hastuUNI Heft Nr. 74 0

Fiktionale Realität

261 Studiengänge an 10 Fakultäten bietet die MLU, eine beinahe unübersichtliche Anzahl. In unserer Rubrik »Studiengeflüster« stellen unsere Autoren kurz und knapp interessante Aspekte ihres eigenen Studiums vor. Teil 12: Wie man sich durch Serienschauen zehn Leistungspunkte verdienen kann.

Illustrastion: Katja Elena Karras

Mitten in der Prüfungsphase eine Folge nach der anderen schauen: Binge-Watching nennt man das neudeutsch, eine Bezeichnung für ebenjenes Seriengucken in der Endlosschleife. Dazu eine Packung Chips, vielleicht auch zwei, und am besten noch ein gekühltes zuckerhaltiges Getränk – schon steht dem Fernsehabend, der auch gerne in Form einer Fernsehnacht daherkommt, nichts mehr im Wege. Schlechtes Gewissen inklusive, denn eigentlich sollte man ja lernen oder an der Hausarbeit schreiben. Kann man schließlich auch später noch machen. Wer an der MLU Politikwissenschaft studiert, kann all das sogar ohne diesen negativen Beigeschmack der Pflichtvernachlässigung haben. Seit dem Sommersemester 2016 bietet der Lehrstuhl »Regierungslehre und Policyforschung« das Seminar »Politserien« an, bei dem Fernsehserien nach ihrem Bezug zur Realität untersucht werden. Die Wissenschaftlichkeit kommt hierbei nicht zu kurz, immerhin muss am Ende noch eine Hausarbeit über das Thema geschrieben werden. Mehr, mehr, mehr

Okt 2017 hastuUNI Online 0

Ente gut, alles gut?

Der 27. Stura tagt ein letztes Mal, bevor er vom im Mai neu gewählten Gremium abgelöst wird. Dabei geht es um wichtige Dinge wie das Semesterticket und um eher weniger relevante Themen wie Penisringe und Zoo-Tiere.

Foto: Paula Götze

Eigentlich stand einem harmonischen Ausklang des Abends nichts im Wege. Zwei Kästen Sternburg-Bier erfreuten sich bereits während manch zäher Debatte an diesem Montag reger Beliebtheit unter den Mitgliedern des Sturas, zugleich sollte dies die letzte Sitzung des Gremiums in seiner aktuellen Besetzung sein – ab Oktober tagt dann der im Mai neu gewählte Studierendenrat. Ganz so schiedlich-friedlich läuft es dann aber doch nicht: ausgerechnet bei der Diskussion um eine Ente liegen sich einzelne Mitglieder noch einmal in den Haaren. Weil das plötzliche Fliehen aus dem Saal bei politischen Debatten in letzter Zeit in Mode gekommen zu sein scheint, entschließt sich mit Jenny von den Grünen nun also auch im medial etwas vernachlässigten Stura jemand zu dieser Aktion. Zur Verteidigung der gewählten Mitglieder aber soll erwähnt sein, dass an diesem ziemlich langen Abend zuvor auch noch sinnvolle Themen auf der Tagesordnung standen. Mehr, mehr, mehr

Sep 2017 hastuUNI Online 0

Eine außerordentliche Sitzung

Nachdem letzte Woche zum zweiten Mal in Folge die reguläre Sturasitzung wegen Anwesenheitsproblemen vertagt werden musste, gab es am Montag, dem 04.09. eine Ersatzsitzung. Dort ging es unter anderem um ein Referat für Veranstaltungen, die Unterstützung der Hasi und Sofas für Erstis.

Foto: Paula Götze

Die Sitzung begann dieses Mal schon um 16 Uhr und wurde nach nicht einmal zwei Stunden um 17:40 Uhr geschlossen. Stattgefunden hat sie nicht wie üblich im Hallischen Saal über der Mensa Tulpe, sondern gegenüber im Anhalter Zimmer. Ein ganzer Saal war für die insgesamt 15 anwesenden stimmberechtigten Sturamitglieder und die paar zusätzlichen ReferentInnen auch kaum nötig. Während bei regulären Sturasitzungen für die Beschlussfähigkeit mindestens 19 Stimmberechtigte da sein müssen, ist die Anzahl bei einer solchen Nachsitzung egal. Es dürfen jedoch keine Satzungs- und Grundordnungsänderungen beschlossen werden; das stand aber diesmal sowieso nicht auf dem Plan. Geleitet wurde die Sitzung wie gewöhnlich von Kai Krause (LHG). Das Protokoll führte Kolja Rieke (Die LISTE) stellvertretend für Malte Hirschbach, der gerade für Die PARTEI auf Wahlkampftour ist und deshalb leider nicht bei dieser außerordentlichen Sitzung anwesend sein konnte. Mehr, mehr, mehr

Aug 2017 hastuUNI Online 0

Nachsitzung

Die wegen eines Anwesenheitsproblems ausgefallene Sitzung vom 31.07.2017 konnte gut eine Woche später am 08.08. 2017 diesmal stattfinden. 20 Mitglieder diskutierten bei immer noch sommerlichen Temperaturen über Themen wie Erstiparty und „Zukunftsfähige Landwirtschaft“. Radio Corax plant auch fürs kommende Wintersemester mit „Studis on Air“.

Tagesordnung aus der vorläufigen Tischvorlage

Ausnahmsweise schon um 18 Uhr fand die zwangsvertagte Sitzung an einem Dienstag statt. Nach der üblichen Feststellung der Beschlussfähigkeit und Lesung der Tagesordnung ging es erst einmal in eigener Sache los. Die hauseigene Website wurde generalüberholt. Diese soll nun aktueller und übersichtlicher sein und bietet zudem ein neues Design. Bedauerlicherweise führen einige Verlinkungen bisher noch ins Nichts. Daran wird jedoch sicher unter Hochdruck gearbeitet. Es folgten die Angestelltenbelange zum Thema Erstiparty und Campusfest, wobei der Punkt zum Campusfest vertagt wurde, da die verantwortlichen SprecherInnen nicht anwesend waren. Der Verantwortliche für die Erstiparty, welche auch fürs kommende Semester wieder geplant ist, war hingegen anwesend und erzählte von dem Vorhaben, rund um Planung und Ausführung. Demnach soll eine Clubtour anstehen, wobei die teilnehmenden Locations mit einem Busshuttle verbunden sind und der Eintritt dafür nur einmal fällig wird. Das Hauptthema der Partys soll diesmal der Stura selbst sein. Der Veranstalter denkt dabei an eine Art »Werbung« von und vor allem für den Studierendenrat der Universität. Dieser muss nun selbst noch entscheiden, wie eine solche »Selbstdarstellung« aussehen soll, um sich vor allem den neuen Studierenden von seiner besten Seite zu zeigen. Möglich wären demnach Poster, Infostände, Flyer oder Bändchen, die als Eintrittskarte gelten. Die Finanzierung spielte hierbei natürlich eine wichtige Rolle, weshalb eine Finanzierung der Erstiparty mit Themenschwerpunkt Stura nach Abstimmung einstimmig beschlossen wurde. Mehr, mehr, mehr