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Jan 2019 Online 0

#35c3 – Refreshing Memories

Während viele noch im weihnachtlichen Fresskoma lagen und auf Silvester zusteuerten, fand in Leipzig der sogenannte Hackerkongress statt. Auch wenn die Technologie im Fokus stand: Der Kongress war nicht nur für sogenannte Nerds relevant.

Foto: Jonas Leonhardt

Foto: Jonas Leonhardt

Zwischen Weihnachten und Neujahr entsteht auf der Leipziger Messe eine einzigartige Welt, die Welt des 35. Chaos Communication Congress, kurz: 35c3. Im Jahre 1984 begonnen und durch ganz Deutschland gewandert, begibt der Kongress sich zum zweiten Mal hintereinander nach Leipzig. Aus den unterschiedlichsten Ländern finden sich Hackerspaces sowie anderweitig technisch und politisch interessierte Gruppen zusammen, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Im Mittelpunkt steht dabei ein gesellschaftlich verträglicher Umgang mit neuen Technologien und wie diese allen Menschen zu Gute kommen können. Gespräche werden dabei in verdunkelten Hallen mit hypnotisierender Beleuchtung und verrückten Kunstwerken geführt, eine einzigartige Atmosphäre. Mehr, mehr, mehr

Nov 2018 hastuINTERESSE Online 0

Nun also doch? Räumung der Hasi für den 18.12. erneut geplant

Vom größten Polizeieinsatz in Halle der letzten Jahre war in mehreren Medien die Rede, als am Mittwoch vergangener Woche die Hasi, ein besetztes Haus in der Hafenstraße, geräumt werden sollte. Doch der lief letztendlich ins Leere – zumindest vorerst.

Vom Marktplatz zieht die Demonstration an die gesperrte Saalebrücke.
Foto: Bastian Raabe

Trotz des feuchtkalten Wetters bildet sich an der Saalebrücke der Mansfelder Straße am frühen Nachmittag eine Demonstration mit hunderten Teilnehmern. Ihnen gegenüber stehen Polizisten in voller Ausrüstung, etwa 700 im ganzen Stadtgebiet, wie später die Polizei vermeldet. Nicht nur aus Sachsen-Anhalt, auch aus den benachbarten Ländern und von der Bundespolizei sind Kräfte anwesend. Außer den Anwohnern wird jetzt niemand mehr auf die Saline-Insel durchgelassen. Stadtbewohner, die ohne Ausweis über die Brücke wollen, geraten immer wieder verbal mit den Behörden aneinander. Mehr, mehr, mehr

Nov 2018 hastuUNI Online 0

Mobil um jeden Preis

177,40€ allein für das Semesterticket? Was angesichts der aktuellen 118,50€ schlicht nach Wucher klingt, könnte im Wintersemester 24/25 zur Realität werden, wenn die knapp 20.500 Studierenden der MLU sich mehrheitlich für das MDV-Vollticket entscheiden. Eindrücke der Infoveranstaltung am 05. November im Audimax.

Foto: Sophie Ritter

Der Hörsaal XXII im Audimax ist an diesem Montagabend um 18 Uhr nur mäßig gefüllt, gerade mal um die 40 Menschen haben vor der Delegation des Sturas, dem Studentenwerk und der HAVAG Platz genommen. Doch es handelt sich nicht um eine schweigende Mehrheit, ganz im Gegenteil: Während Lukas Wanke (OLLi) kurz und knapp in etwa fünf Minuten alle Eckpunkte über die Abstimmung zum MDV-Vollticket erläutert, dauert die anschließende Diskussion mit dem Publikum mehr als eine Stunde. Die Fronten hierbei sind schnell geklärt – vorne am Rednerpult die Fürsprecher des Ticktes, in den Reihen des Publikums kritische Stimmen. Denn was der eine als »Errungenschaft« betrachtet, findet der andere schlicht und ergreifend ungerecht. Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuPAUSE Online 0

Sie morden im Schatten

Der Mai hat mit mörderisch guter Unterhaltung begonnen. Die CRIMINALE war zu Gast in Halle und hatte über 250 KrimiautorInnen im Gepäck. Neben vielen Lesungen und anderen Veranstaltungen konnten interessierte LeserInnen auch an einigen Vorträgen des Autorenkongresses teilnehmen. Den Anfang machten drei Drehbuchautoren und eine Drehbuchautorin. Sie stellten sich im Kongresszentrum des Dormero Hotels der Frage, wie schwer es ist, den perfekten Mord auf die Leinwand zu bringen.

Foto: Anne Ost

Im Jahr laufen allein im ZDF um die 450 Kriminalfilme und auch wer den ARD-Tatort nicht schaut, hat auf alle Fälle wenigstens davon gehört. Die Namen von großen Serien und deren Hauptcharakteren sind bekannt und auch die RegisseurInnen werden bei besonders gelungenen Filmen lobend erwähnt. Die eigentlichen ErfinderInnen der Figuren und Handlungen führen hingegen ein Schattendasein.

Die Autorin Dina El-Nawab ist eine von ihnen. Seit 2001 schreibt sie für die ARD-Serien Großstadtrevier und Morden im Norden sowie für die ZDF-Serie Notruf Hafenkante. Ihr Co-Autor für das Großstadtrevier, Markus Stromiedel, schreibt auch für Serien wie SOKO und Tatort. Er hat den Kieler Tatort-Kommissar Klaus Borowski, der von Axel Milberg gespielt wird, erfunden. Andreas Izquierdo behauptet von sich selbst, er sei käuflich, da seine Schreibtätigkeit von Serien wie Cobra 11 bis hin zum Bergdoktor reicht. Matthias Herbert ist schon seit 30 Jahren im Geschäft. Angefangen hat alles mit seinem ersten Drehbuch für die Serie Ein Fall für zwei, seitdem hat er über 300 Drehbücher geschrieben. Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuUNI Online 0

Zwischen Überraschung und Enttäuschung

Lautes Stimmengewirr, Gejohle, Gepfeife, Buhrufe und Gesänge – das war die diesjährige Wahlparty

Ohne große Reden oder blumige Worte präsentiert der Stura am Donnerstag, um 22 Uhr, einen Tag nach der Wahl, die vorläufigen Ergebnisse der Hochschulwahl in der Drushba. Der vordere Barraum ist mit circa 50 Leuten so gut gefüllt, dass die meisten kaum etwas von den Ergebnissen sehen. Viele stehen auf, recken ihre Hälse, kämpfen sich nach vorne oder wechseln die Stehpositionen, um zwischen den vielen Köpfen einen Blick auf die Ergebnisse zu erhaschen. Hinzu kommt, dass der Beamer nicht sonderlich viel taugt, sodass die meisten Zahlen unscharf sind, besonders gegen Ende hin, wenn es um die Sitzverteilung im neuen Stura geht. Dennoch entdecken sich einige gewählte Kandidaten und verleihen ihrer Freude mit Gejohle Ausdruck. Andere erhalten Unterstützung durch ihre Fans, beispielsweise skandiert ein Sprechchor mehrmals »Imke, Imke, Imke«. Manche Anwesende kommentieren erstmal die Situation um sich herum: »Ganz schön viele Leute hier.« Ein anderer Kandidat hat sich eine erhöhte Position für eine bessere Sicht erkämpft und bedankt sich ebenfalls für den Sprechchor seiner Fans. Aber nicht alle sind zufrieden, sodass es auch Zwischenrufe gibt, wie: »Man sieht ja gar nichts«, »letztes Jahr war die Präsentation aber besser« und »warum steht die LHG so weit unten?«. Eine Kandidatin freut sich zwar gewählt worden zu sein, wird zur Gratulation umarmt, stellt dann aber fest: »Hä, ich heiße doch Christine und nicht Christian«, da scheint wohl ein Rechtschreibfehler passiert zu sein. Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuUNI Online 0

Die leere Höhle der Löwen

Die Hochschulwahlen stehen wieder an. Auch dieses Jahr standen die Kandidat*innen in der „Löwenrunde“ potentiellen Wähler*innen Rede und Antwort. Die Ziele der einzelnen Hochschulgruppen, Streitereien um eine adäquate Nutzung von Sturageldern und der neue Hype um Trinkwasserspender zum Nachlesen.

Foto: Sophie Ritter

Wie jedes Jahr veranstaltete der Stura anlässlich der Hochschulwahlen am 16. Mai 2018 die »Löwenrunde«, den »Polittalk zur Hochschulwahl 2018«: »Was wähle ich eigentlich bei der Hochschulwahl, wer vertritt meine Interessen, welche Gremien machen welche Arbeit und wen kann ich überhaupt in den Senat, Fakultätsrat, Studierendenrat und Fachschaftsrat wählen?« Diese Fragen versprach der Stura laut Facebookveranstaltung am Abend des 8. Mai 2018 zu beantworten. Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuUNI Online 0

Die Bürde der Demokratie

Jedes Jahr wieder stehen sie an und sind dabei ähnlich beliebt wie der Besuch beim Zahnarzt – die Hochschulwahlen. Man weiß, sie sind da, aber verdrängt sie lieber. Dabei wissen wir doch alle von klein auf: regelmäßige Zahnarztbesuche erhalten die Gesundheit. Ein Plädoyer für die Hochschulwahl.

Illustration: Eva Feuchter

Ich habe die Wahl. Nicht nur zwischen vegetarisch oder mit Fleisch in der Mensa, zwischen dem früheren oder dem späteren Seminar, zwischen Unisport oder Unichor – nein, ich habe die Wahl zwischen sechs Hochschulgruppen und diversen unabhängigen Wahlvorschlägen. Am 16. Mai werde ich, genau wie letztes Jahr, in den Aufenthaltsraum am Steintor gehen und meinen Studierendenausweis vorzeigen. Ich muss mich hoffentlich anstellen, für mich ein gutes Zeichen. In der improvisierten Wahlkabine werde ich die bunten, überdimensionierten Zettel auseinanderfalten und dann mit dem Kuli ein Kreuz nach dem anderen setzen. Bestimmt habe ich auch in diesem Jahr nicht zu jedem Namen ein Gesicht oder eine politische Gesinnung vor Augen, die spezifischer ist als der Name der Hochschulgruppe und ihr Anliegen selbst. Aber ich werde zumindest dabei sein; ich werde gewählt haben und damit ein Stück Verantwortung dafür tragen, wer ab Oktober dieses Jahres im Stura sitzen wird beziehungsweise wer nicht. Natürlich, auch die Studierenden, die nicht ihr Kreuzchen setzen, tragen dazu bei. Zumindest werde ich das Gefühl haben, aktiv über die Zusammensetzung unserer neuen Studierendenvertretung mitbestimmt zu haben, statt passiv ein Gremium vor die Nase gesetzt zu bekommen. Sich in letzterem Falle dann über Tierpatenschaften, vegane Kondome oder squatty pottys aufzuregen, erscheint mir leicht – aber entbehrt in meinen Augen einer gewissen Grundlage. Nämlich der eines Kreuzes auf dem Wahlzettel. Mehr, mehr, mehr

Feb 2018 hastuUNI Online 0

Beschlussfreudige Sitzung

In der Sitzung des 5. Februars fiel die weitreichende Entscheidung über eine Beitragserhöhung, die alle Studierenden betreffen wird. Außerdem wurde die Unterstützung verschiedenster Projekte sowie die Kooperation mit der „Hasi“ heiß diskutiert.

Foto: Jonas Leonhardt

19:05 startete die Sitzung mit 22 Mitgliedern, ein weiteres Mitglied traf einige Minuten später ein. Während des ersten Tagesordnungspunktes trugen wie immer die Mitarbeiter des Stura ihre Belange vor: So empfahl der Systemadministrator das Anschaffen eines neuen Serverschranks, wozu sogleich der nötige Antrag durch ein Sturamitglied gestellt und auch prompt angenommen wurde.

Im Bereich der Referentenbelange berichtete zuerst Jonas (Referat für innere Hochschul- und Bildungspolitik) und schlug unter anderem die Veröffentlichung einer Stellungnahme zur Unterstützung der Instrumental- und Gesangspädagogik vor. Nach kurzer Diskussion über die Formulierung wurde der Antrag angenommen. Mehr, mehr, mehr