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Artikel aus dem Heft

Okt 2015 hastuPAUSE Heft Nr. 62 Rubrik 0

Wann ist ein Mann ein Mann?

Vom Feinripp zum Feingeist: Männer suchen nach einer neuen Identität

»Die Emanzipation ist tot!« ruft es aus der Ecke. Eine Gruppe Männer am Nachbartisch grölt, jeder den wer-weiß-wievielten Humpen Bier vor sich, mitten in unsere durch den Wein etwas lebhafter gewordene Diskussion. »Jetzt reicht es langsam mit der Gleichberechtigung!« fügt einer der vermeintlich harten Kerle rülpsend hinzu. Was nach einem einmaligen Erlebnis klingt, entspricht dem Wunsch erschreckend vieler Männer. Dass die Diskussion um Geschlechterrollen in Gesellschaft, Beruf und Familie noch lange nicht geklärt ist, sollte allseits bekannt sein. Doch während die Öffentlichkeit darüber spricht, ob und wie Frauen nach Unabhängigkeit streben, verliert der Herr der Schöpfung sein sicheres Bild als Ernährer der Familie, Held des Marmeladengläser-Öffnens und Familienoberhaupt – die Stabilität des Rollenbildes ist verloren gegangen. Mehr, mehr, mehr

Okt 2015 hastuUNI Heft Nr. 62 Rubrik 0

Abenteuer Studium ?

Warum das Leben an der Universität nicht nur aus Bier und Zuckerwatte besteht – und das auch gut so ist

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Illustration: Katja Karras

Aus dem dicken Briefumschlag, auf den man schon lange gewartet hat, fällt sie heraus: die Bestätigung für den Studienplatz. Die von den Eltern viel gepriesene »beste Zeit des Lebens« kann beginnen! Doch bevor man sich auf Studieninhalte, rauschende Partys, gute Musik und nächtliche Ausflüge in der neuen Freiheit »Studium« freuen kann, kommt einem ein weiterer Stapel Papiere entgegen.

Nach nur kurzem Überfliegen der universitären To-do-Liste, Einschreibebedingungen und Anmeldungsdaten schwirrt dem glücklichen Empfänger der Kopf. Wo manche den gesamten Sommer Zeit haben, sich ein Dach über dem Kopf zu suchen und alle Formalitäten zu erledigen, bleiben anderen nur bruchstückhafte Erinnerungen von einem Marathon durch Ämter, Zimmerbesichtigungen und fremden Straßen. An dieser Stelle heißt es Ruhe bewahren, niemand überblickt dieses Wirrwarr sofort. Endlich eingelebt, können Freizeitmöglichkeiten und die ersten Studentenpartys ausgekostet werden. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt, und das darf gebührend gefeiert werden! Mehr, mehr, mehr

Aug 2015 hastuPAUSE Heft Nr. 61 Rubrik 0

Der Hallische Zufall

Der »Hallische Zufall« ist die Kolumne der hastuzeit. Darin schildert Tobias regelmäßig Momente und Begebenheiten der hallischen Ab- und Besonderlichkeiten. Im dritten Teil geht’s zum Anstoßkreis.

Illustration: Anne Walther

Illustration: Anne Walther

Auf dem Kunst­rasenplatz im Stadt­park trifft man auf die verschiedensten Leute. Einige sind immer da, andere nur selten. Viele Studenten kommen hierher. Schüler der benachbarten Schulen, noch Kinder, die dir aber Knoten in die Beine dribbeln. Wahrscheinlich sind sie jeden Tag und bei jedem Wetter hier draußen, um sich die Zeit zu vertreiben.

Der Hallische Zufall ist ebenfalls häufig hier zu finden. Oft erholt er sich auf den zahlreichen Bänken vom Großstadtstress oder liegt einfach bräsig auf der Wiese und wartet auf die nächste Gelegenheit, ganz unverhofft und zufällig Menschen zusammenzubringen.

Unklar, ob im Stadtpark schon immer gekickt wurde, zum Beispiel als dieser noch Leninpark hieß. Wenn der Park davor schon existierte, hatte er wohl noch einen anderen Namen, aber das ist nicht mehr zu ermitteln. Unbedingt wissen möchte man das aber ohnehin nicht. Sicher ist, als Lenin noch Namenspatron war, hieß der lokal erfolgreichste Verein bestem sozialistischem Vokabular entsprechend Chemie Halle und kickte in Arbeiter- und Bauernstaats erster Liga. Heute nennt man sich Hallescher FC und spielt drittklassig. Mehr, mehr, mehr

Aug 2015 hastuINTERESSE Heft Nr. 61 Rubrik 0

You only live till Ausdauertraining

Ich bekomme kein schlechtes Gewissen, wenn ich in meiner Lieblingsbar sitze und genüsslich an meinem trockenen Rotwein nippe, während verschwitzte Jogger mit Tomatenköpfen an mir vorbeihecheln. Nicht einmal, wenn ich gerade eine üppige Vier-Käse-Pizza verdaue und meine zuvielte Zigarette des Tages rauche.

2. YOLTA_JvBSZugegeben: Ich bin ein Lebemensch. Das klingt nach einer sehr euphemistischen Formulierung, aber das zeichnet Lebemenschen quasi aus: Sie reden sich das Leben schön. Doch warum ich auf die verrückte Idee kam, Sport zu treiben, ist damit noch nicht erklärt.

Es begann mit einer WG-Party, als ich mehrere, zu schnell (aber genüsslich!) geleerte Gläser Rotwein intus hatte. Herr Ausdauertraining, mein Gesprächspartner, war auch ein Schönredner und mindestens genauso betrunken wie ich, als er vor mir begeistert sein Plädoyer für Sport hielt. Um es kurz zu machen: Er redete Sport schön, ich redete ihn schön, um den Abend schön zu reden, und das Ergebnis war, dass ich mir beim Nachhausewanken schwor, ab sofort sportlich zu werden.

Wenn ich mir etwas vornehme, muss ich das um jeden Preis einhalten – oder wie Lebemenschen sagen: Sich selbst treu sein. Mehr, mehr, mehr

Aug 2015 hastuINTERESSE Heft Nr. 61 Rubrik 0

Interview mit einer Hummel

Eine Hummel ist immer in Bewegung und genießt den Nektar von einer Blume nach der anderen. Ein schönes Leben. Sie fliegt schwerelos durch die Luft und wirkt ganz sorglos. Doch der Schein trügt! Tagtäglich hat sie mit Fressfeinden, Artgenossen und ihrem größten Feind, der Landwirtschaft, zu kämpfen.

Illustration: Katja Karras

Illustration: Katja Karras

Erzählen Sie uns doch erst einmal ein wenig über sich, Frau Hummelkönigin.

Mein Name ist Heike von Erdhummel, und ich bin acht Monate alt. Ende Februar bin ich aus meinem Überwinterungserdloch gekrochen und habe nach langer und mühseliger Wohnungssuche einen alten Mäusebau in der Nähe eines Menschenhauses besiedelt. Dort lebe ich nun mit meinen 325 Töchtern, die fleißig für mich und meinen kommenden Nachwuchs arbeiten.

Unsere Leibspeisen sind selbstverständlich Nektar und Pollen, im Gegensatz zu anderen Hummelarten sind wir nicht ganz so wählerisch, von welcher Pflanze unser Futter kommt. Hauptsache, meine Arbeiterinnen bringen reichlich und kommen mit ihren Rüsseln an den Nektar im Blütenkelch. Mehr, mehr, mehr

Aug 2015 hastuPAUSE Heft Nr. 61 Rubrik 0

Der ultimative Studentenselbsttest

Studierst Du vielleicht Physik, möchtest Dich aber viel lieber mit Politikstudenten über die brennenden weltpolitischen Themen unserer Zeit unterhalten? Ob Du den richtigen Studiengang gewählt hast, findest Du mit dem folgenden Test heraus.

Der Sommer steht an, und es wird mal wieder Zeit, Deinen Kleiderschrank auszumisten. Dabei fällt Dir Folgendes in die Hände:

Deine ausgewaschenen Bandshirts oder die mit Supermario. Solange die noch warm halten, sind sie noch gut. ⚫

Deine Funktionsjacke, die Du von Deinen Eltern zu Weihnachten geschenkt bekommen hast. ♦

Ganz klar: Dein Anzug. ★

Deine Skinny-Jeans und Dein Oversize-Parka. ♥

Ein paar teure Bootsschuhe. ♣

Dein praktisches Karohemd. ☓

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Aug 2015 hastuUNI Heft Nr. 61 Rubrik 0

Politik, Prävention und Teddy-OP

Im Juni trafen sich in Magdeburg 150 junge Studierende der Medizin zur Medizinstudierendenversammlung der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e. V. – kurz BVMD. Auch aus Halle nahmen fünf Studierende teil.

Von Freitag bis Sonntag wurden in Plena viel diskutiert, gemeinsame politische Positionspapiere verabschiedet und schließlich nationale Vorstandsposten gewählt. Diese vertreten die Interessen der BVMD in der Öffentlichkeit und gegenüber Gremien der Hochschul- und Gesundheitspolitik. Außerdem wurde in verschiedensten Workshops inhaltlich gearbeitet.

Aber was ist die BVMD eigentlich? In Deutschland gibt es über 84 000 Medizinstudierende – und jeder hat andere Interessen und Ansprüche. Um all diese Interessen zu bündeln und den Studierenden eine starke Stimme zu geben, gibt es die Bundesvertretung. Sie vertritt die deutschen Medizinstudierenden als demokratischer Dachverband auf nationaler und internationaler Ebene. Mehr, mehr, mehr