Heft

Artikel aus dem Heft

Dez 2014 hastuUNI Nr. 57 0

Alle außer Halle?

Obwohl den Hochschulen mehr Geld winkt, besteht der Wissenschaftsminister auf Kürzungen. Nur die MLU weigert sich, Sparmaßnahmen an sich selbst vorzuschlagen. Für den 2. Dezember ruft das Aktionsbündnis zu einer Demo auf.

Hochschulentwicklungsplan der Martin-Luther-Universität, Stand 8. Oktober 2014.

Hochschulentwicklungsplan der Martin-Luther-Universität, Stand 8. Oktober 2014.

Foto: Konrad Dieterich

Dieter Körholz zeigte sich verwundert, als eine studentische Delegation ihm eine Petition zum Erhalt der Japanologie übergab. Am 19. November waren bereits über 1000 Unterschriften zusammengekommen, auch aus Japan und anderen Ländern. Die Japanologie stehe derzeit doch gar nicht zur Debatte, erklärte der Prorektor für Studium und Lehre. Anlass der Online-Petition, die noch bis 3. Dezember läuft, sind mehrdeutige Formulierungen im Hochschulentwicklungsplan der Martin-Luther-Universität. Mehr, mehr, mehr

Nov 2014 hastuINTERESSE Nr. 56 0

How to … use your Semesterticket

The new student travel card valid in the entire MDV area is a premiere for all MLU students. This article will provide answers to lots of questions and help you to make the most of it.

Foto: Christian Schoen
Foto: Christian Schoen

When and where can I use the „Semesterticket»?

You can use it 24/7 during the whole semester (exactly 6 months) in the area of the transport corporation „Mitteldeutscher Verkehrsverbund» (MDV). It includes five administrative districts in Saxony-Anhalt, Saxony and Thuringia (namely Saalekreis, Burgenlandkreis, Altenburger Land, Landkreis Leipzig, Nordsachsen) as well as the cities Halle and Leipzig. There you can use almost every means of local public transport (regional trains, suburban trains, trams and buses) but not long-distance transport (ICE, IC). Should you ever call an on-call bus, you may have to pay an additional fee according to the usual MDV arrangements. Mehr, mehr, mehr

Nov 2014 hastuINTERESSE Heft Nr. 56 0

A jump into cold water

Starting your studies in another country always is quite challenging. In German, we say it’s like a „Sprung ins kalte Wasser» – like jumping into cold water.  Some thoughts on how to make the most of your time in Halle.

Foto: Thomas Hoffmann

Swimming in the Saale river: Takes a little courage at first.

Photo: Thomas Hoffmann

»Hallo und herzlich willkommen in Halle!« — You will have encountered these words quite frequently these past few days: At the Ratshof while registering, on many of the information documents, from Halle people you only just met, maybe from your new landlord and of course from our much valued rector, if you attended the immatriculation ceremony.

Last year, the hastuzeit featured an article entitled »Warum Halle richtig war« (»Why Halle was the right choice«) to welcome new students. Back then, we found lots of reasons, some of them serious, some more light-hearted.

Also this year, most of you will certainly wonder whether they have made the right choice by coming to this city. This new academic environment is new to you, the country and the city possibly more or less unknown and also you can’t tell whether you will like your studies here, yet.

Personally, I believe you have made a good choice, my first four years here have passed by very quickly. After my Bachelor’s degree, I didn’t have the impression that I’d already seen all there is to see in Halle. That’s one of the reasons why I’m still here. So you’re still in for lots of great things.

Therefore, already at the beginning of your studies, I’m appealing to you: Don’t hide away behind your books, they will accompany you long enough. Just stay in Halle every other weekend, even if you don’t have any plans really. Get involved with the city as well as its people and give it the chance to surprise you! Mehr, mehr, mehr

Okt 2014 hastuUNI Nr. 56 0

Was bisher geschah

Proteste haben in Sachsen-Anhalt unverhofft viel bewegt, doch immer noch drohen den Hochschulen empfindliche Einschnitte. Eine kleine Zusammenfassung der vergangenen Ereignisse und der aktuellen Situation.

Ein Jahr nach den ersten großen Demonstrationen  flaut der Protest nicht ab. Am 29. April 2014  versammelten sich nach Polizeiangaben 6300 Menschen  auf dem Universitätsplatz und forderten den Erhalt der Bildungs- und Kulturangebote in Sachsen-Anhalt. Foto: Christian Schoen

Ein Jahr nach den ersten großen Demonstrationen flaut der Protest nicht ab. Am 29. April 2014 versammelten sich nach Polizeiangaben 6300 Menschen auf dem Universitätsplatz und forderten den Erhalt der Bildungs- und Kulturangebote in Sachsen-Anhalt.Foto: Christian Schoen

Galten Unis in den neuen Ländern mit moderner Ausstattung und gutem Betreuungsverhältnis einst als Geheimtipp, so mussten sie seit der Jahrtausendwende immer wieder Kürzungsmaßnahmen verkraften. Bis heute verdaut die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zehn Jahre alte Strukturveränderungen. Sachsen-Anhalt be­ruft sich seit langem auf Prognosen sinkender Studierendenzahlen, doch tatsächlich sind heute mehr als doppelt so viele Studierende im Land eingeschrieben wie noch vor 20 Jahren.

In Magdeburg regiert eine Große Koalition. Finanzminister Jens Bullerjahn, als vormaliger SPD-Spitzenkandidat noch ein großer Freund der Bildung, sorgte im Frühjahr 2013 für Entsetzen, als er neuerliche Streichungen ankündigte: Jährlich sollte der Hochschul­etat um fünf Millionen Euro sinken, was sich bis 2025 auf 275 Millionen Euro summieren würde. Sachsen-Anhalt bereitet sich auf die Schuldenbremse und sinkende Einnahmen vor. Ähnlich die Situation in den ostdeutschen Nachbarländern. Dennoch ist es kein reines Ost-West-Problem: Mecklenburg-Vorpommern nimmt die Hochschulen von Sparzwängen weitgehend aus, während das Saarland und Bremen dort kräftig kürzen wollen. Mehr, mehr, mehr

Okt 2014 hastuUNI Nr. 56 0

Überlebenskampf mit Exzellenz

Die Uni Heidelberg will sich als Elite profilieren. Doch auch ihr selbst tut der Wettlauf nicht gut.

Der Heidelberger Rektor Bernhard Eitel setzt auf  Konkurrenz und Wettbewerb statt Kooperation. Foto: Christian Watzke (CC BY-SA 3.0) http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dr._Bernhard_Eitel.jpg

Der Heidelberger Rektor Bernhard Eitel setzt auf
Konkurrenz und Wettbewerb statt Kooperation.

Foto: Christian Watzke (CC BY-SA 3.0)
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dr._Bernhard_Eitel.jpg

Deutschlands Hochschullandschaft glänzt international durch ihre Breite: Im Gegensatz zum angloamerikanischen Raum kann man in Deutschland bisher annähernd gleichwertig das jeweilige Fach an den verschiedenen Hochschulen studieren. Als eine der international anerkanntesten deutschen Hochschulen möchte die Universität Heidelberg nicht mehr diese Stärke ausbauen, sondern sie zu eigenen Gunsten als lobbyistische Einzelkämpferin untergraben. Dabei ruft sie außer- und inneruniversitär einen harten Überlebenskampf aus.

2012 gründete sich unter der Führung der Universität Heidelberg die »German U15«. Diesem Verband gehören 15 forschungsstarke Universitäten Deutschlands an. Das Ziel der »German U15« ist nichts anderes als die deutsche Hochschullandschaft zu spalten: So ist von einer arbeitsteiligen Hochschullandschaft die Rede. Zu Gunsten von Spitzenforschung an einzelnen Standorten soll an anderen nur noch Lehre stattfinden. Das zielt auf nichts anderes als eine Zweiklassengesellschaft ab. Neben gut ausgestatteten forschungsstarken Universitäten gibt es reine Lehranstalten, die entsprechend weniger Mittel bekommen. Mehr, mehr, mehr

Okt 2014 hastuPAUSE Nr. 56 0

Mit Zug und IAESTE durch Polen

Ein durch IAESTE vermitteltes Praktikum begleitet von unaussprechlichen polnischen Städten, tunesisch-indischen Sichtweisen auf Deutschland und internationaler Unterstützung für das Nationalteam.

Foto: Tobias Hoffmann

Foto: Tobias Hoffmann

Den Sommer kann man durchaus vielfältig verbringen. In der Hotelanlage auf den Balearen, arbeitend für kommende Semesterausgaben, bei den Eltern in der Heimatstadt und in Halle sowieso. Oder man verbringt den Sommer mit einem IAESTE-Praktikum im Ausland.

Letzteres kann zum Beispiel bedeuten, für zwei Monate in ein Studentenwohnheim in Gdańsk (in deutschen Gefilden bekannt als Danzig) zu ziehen und sich dort mit einem Tunesier den Raum zu teilen und Sichtweisen über internationale Konflikte und polnische Küche auszutauschen. Mehr, mehr, mehr

Okt 2014 hastuPAUSE Nr. 56 0

Blick hinter den Tresen

Johannes Möws ist Student an der MLU und arbeitet als Nebenjob in der hallischen Gastronomie.

Foto: Carolin Schmidt

Foto: Carolin Schmidt

Wer in seinem Studium auf der Suche nach einem Nebenjob ist, der sich gut mit seinen Stundenplänen verträgt, kommt an der Gastronomie nicht vorbei. Hinter der Bar zu stehen, die Gäste zu bedienen und abzukassieren, scheint machbar zu sein. Außerdem lockt das Trinkgeld.

Diese Aussicht sprach auch Johannes an, 8. Semester Geschichte/Politikwissenschaft. Er arbeitet nun bereits seit über zwei Jahren in der Gastronomie unter anderem im »Noir« und der »Mangelwirtschaft« und lässt uns hinter den Tresen schauen: Mehr, mehr, mehr

Okt 2014 hastuPAUSE Nr. 56 0

Herbst auf dem Saaleradweg

Wenn einem zu Hause mal wieder die Decke auf den Kopf fällt, gibt es nichts Schöneres als rauszugehen und fremde Landschaften zu erkunden. Denn Abwechslung tut immer gut.

Foto: Christian Schoen

Foto: Christian Schoen

In der letzten Woche war es mal wieder so weit, ich musste raus aus der erdrückenden Stadt und ab in die Natur. Also habe ich mal wieder mein Fahrrad geschnappt und mich mit der Bahn auf den Weg nach Thüringen gemacht. Auf dem Programm stand diesmal der Saaleradweg. An der Grenze von Bayern zu Thüringen, genauer in Blankenstein, habe ich mich auf den Drahtesel geschwungen, um die Natur an der Saale im Herbst zu erkunden. Ein besonders schöner Abschnitt des Saaleradweges führte mich also durch den Frankenwald, von Blankenstein nach Saalfeld. Mehr, mehr, mehr