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Jul 2018 hastuUNI Heft Nr. 79 0

Teilen verboten

Auf Verlangen der Hochschulleitung musste der »Fairteiler«, ein öffentlich zugängliches Lebensmittelregal, abgebaut werden. Die Uni ist nicht bereit, einen neuen Standort dafür zur Verfügung zu stellen.

Illustration: Emilia Peters

313 Kilogramm Lebensmittel werden pro Sekunde weggeworfen, das entspricht etwa 82 Kilogramm Lebensmittel pro Person im Jahr. Weltweit leiden rund 815 Millionen Menschen an Hunger, also jeder Neunte. Das sind ganz schön große Zahlen, die ganz schön weit weg sind, denn es geht ja dabei zum größten Teil um die Entwicklungsländer – falsch! Auch in Deutschland leiden etwa eine halbe Million Kinder an Hunger, hinzu kommen die, die nicht mitgezählt werden, weil sie es nicht zugeben würden. Denn Deutschland ist ja ein reiches Land. So reich, dass wir so viel Essen wegwerfen können und wollen? Wäre es denn nicht schön, man könnte es denen geben, die es gerade brauchen? Oder würde es nicht schon reichen, die Lebensmittel, welche noch genießbar sind, einfach nicht wegzuschmeißen, sondern weiter zu geben? Mehr, mehr, mehr

Jul 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 79 0

Geschichten aus dem HAVAG-Land

Schienengebunden, mit elektrischer Energie betrieben, dient als öffentliches Personennahverkehrsmittel – die Rede ist von der Straßenbahn. In Halle gestalten sich Fahrten mit dieser regelmäßig als modernes Reiseabenteuer. Eine Kolumne über Fahrten rot-weiß.

Illustration: Sophie Ritter

Alle reden heutzutage davon, dass sie mal entschleunigen wollen, mal runterkommen vom Alltag. Was es dafür nicht alles gibt – das Angebot reicht von Yoga über Meditation bis hin zu autogenem Training. Kann teuer werden. Dabei gibt es eine kostengünstige Alternative: den Franckeplatz. Oder besser gesagt: eine Fahrt mit der Straßenbahn über diesen. Wobei Fahrt vermutlich das falsche Wort ist, die Straßenbahn steht an dieser Stelle nämlich mehr, als dass sie fährt. Und dabei ist es ganz egal, aus welcher Himmelsrichtung man kommt oder wohin man will. Früher oder später wird die Bahn immer langsamer, der eben noch einströmende Fahrtwind wird zu einer kaum wahrnehmbaren Brise, und schließlich: Halt auf freier Strecke. Das, Freunde der Entspannungstechniken, nenne ich mal gelebte Entschleunigung. Mehr, mehr, mehr

Jul 2018 hastuUNI Heft Nr. 79 0

Studiengeflüster

261 Studiengänge an 10 Fakultäten bietet die MLU; eine beinahe unübersichtliche Anzahl. In unserer Rubrik »Studiengeflüster« stellen unsere Autoren kurz und knapp interessante Aspekte ihres eigenen Studiums vor. Teil 13: Von Charles, dem absolutistischen Herrscher seines Herzogtums, und der Zwangsdeportation eines Inselvolkes.

Kartengrundlage: commons.wikimedia.org/wiki/File:Indian_Ocean_
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Viele werden folgendes Szenario wiedererkennen: Ein Seminar nach dem anderen, eine endlos wirkende Aneinanderreihung von oft halbherzig vorbereiteten Referaten, gelangweilte Gesichter und die gleichen drei Personen, die etwas zur Diskussion beitragen. Doch natürlich gibt es auch Ausnahmen: die Seminare, die einen nachdenklich, geschockt, wissbegierig und mit dem Drang, in der Freizeit selbst nachzuforschen, zurücklassen. Solch ein Seminar durfte ich letztes Semester besuchen, und immer noch beschäftigen mich einige der Inhalte.

»Little England – Great Britain: Nationalism, British Identity (and the Brexit)« lautete der Titel der Veranstaltung im Rahmen des Aufbaumoduls Kulturwissenschaft, welches für einen Bachelor oder im Lehramtsstudium der Anglistik/Amerikanistik absolviert werden muss. Vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichten die von Dr. Therese-Marie Meyer ausgewählten Themen des Seminars, wobei der Fokus von Religion über territoriale Ausweitung bis zu Identitätsproblemen reichte. Mehr, mehr, mehr

Jul 2018 hastuUNI Heft Nr. 79 1

Die Gesichter des Stura

Sie steigert den Altersdurchschnitt im Haus des Studierendenrates zwar enorm, ist aber dennoch oder gerade deshalb dessen Gedächtnis. Elke, die Büroleiterin und gute Seele des Hauses, spricht über das Leben mit und ohne Stura.

Foto: Jonas Leonhardt

Wer bist du?
Ich bin Elke Lopens und im Juni 1954 in Leipzig geboren. Meine Mutter studierte Lehramt für Grundschulen und mein Vater technisches Zeichnen. Wir sind dann in den Norden zu meinen Großeltern gezogen, an die Elbe, wo ich auch aufgewachsen bin.

Was hast du vor deiner Zeit im Stura gemacht?
Ich habe im Bezirk Schwerin bis zur 8. Klasse eine polytechnische Oberschule besucht und habe dann alles darangesetzt, um aus diesem Kaff wegzukommen. Ich wollte unbedingt auf eine erweiterte Oberschule, was heutzutage Gymnasium heißt. Mehr, mehr, mehr

Jul 2018 hastuUNI Heft Nr. 79 0

Kratzer an der »linken Dominanz«

So wertet die Campus-Alternative Halle ihren Einzug in den Stura. Die rote Vorherrschaft etabliert sich derweil in Form der Jusos, die GHG schrumpft beträchtlich, und die OLLi bleibt stärkste Kraft im Stura. Eine kommentierte Zusammenfassung der diesjährigen Hochschulwahl.

Illustration: Sophie Ritter

Lag es an der Abwesenheit in der Löwenrunde? Sind den hallischen Studierenden Themen wie Umweltschutz einfach nicht mehr so wichtig? Oder waren alle potentiellen Wähler der Grünen Hochschulgruppe (GHG) im Bio-Supermarkt, als sie am dringendsten gebraucht wurden? Man weiß es nicht. Fest steht jedenfalls: Die vorrangig an grünen, nachhaltigen Themen interessierte Liste ist nicht länger zweitstärkste Kraft im Stura. Statt der im Vorjahr errungenen acht Sitze wird die GHG ab Oktober mit fünf Sitzen weniger vertreten sein. Gewinner sind hingegen die Jusos, welche nun den bisherigen Rang der GHG einnehmen. Während im Februar die Mutter-Partei SPD in bundesweiten Umfragen erstmals hinter die AfD rutschte, scheinen die hallischen Studierenden sich durchaus noch mit Themen wie »Freiheit, Feminismus, Solidarität« identifizieren zu können. Grund für die Jusos, ihre fünf neu errungenen Sitze zu feiern; mit insgesamt sieben Sitzen proben sie nun – frei nach Kevin Kühnert – den Zwergenaufstand im neuen Stura. Vielleicht gegen die Campus-Alternative? Mehr, mehr, mehr

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