Nr. 73

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Jul 2017 hastuUNI Heft Nr. 73 0

Freie Fahrt für Campus-Maut

Trotz massiver Proteste hat der Landtag in Baden-Württemberg die Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer sowie Zweitstudiengänge beschlossen.

Foto: Philip Hiller

Rund 230 Studierende hatten noch am 15. April in der Heidelberger Innenstadt gegen das umstrittene Gesetz von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer demonstriert, nun ist es trotz aller Kritik beschlossene Sache: Ab dem Wintersemester 2017/18 wird an den Hochschulen Baden-Württembergs die so genannte »Campus-Maut« gelten.

Diese sieht für Nicht-EU-Ausländer eine Gebühr von 1500 Euro pro Semester sowie bei allen Studierenden für die Aufnahme eines Zweitstudiums von 650 Euro vor. Die knapp 20 000 internationalen Studierenden, die bereits jetzt in Baden-Württemberg studieren, sollen hierbei nicht betroffen sein. Finanziell benachteiligten Neubewerbern soll zudem durch Stipendien und Ausnahmeregelungen ein Studium weiterhin ermöglicht werden. Mehr, mehr, mehr

Jul 2017 hastuUNI Heft Nr. 73 0

Langsames Studieren kostet Geld

Die Universität Leipzig plant Gebühren für Langzeit- und Zweitstudium

Foto: Lernfabriken … meutern!

Die mit rotem Teppich überspannten altehrwürdigen Stufen des Rektorats der Uni Leipzig boten zur letzten Senatssitzung am 16. Mai Trillerpfeifenkonzerten und gebrüllten Sprechchören eine Bühne. Die Senatorinnen und Senatoren zogen unter dem lautstarken Protest vieler Studierender zur monatlichen Sitzung ein, wo sich »die Gefühlswelten normalerweise zwischen gelangweilt und leicht erregt bewegen«, wie es der studentische Senator Maximilian König ausdrückte. Zu Beginn der letzten Sitzung kam es zu Zwischenrufen und Störungen von Seiten der Protestierenden. Die Demonstration wurde vom Bündnis »Lernfabriken … meutern« organisiert, das sich unter anderem zum Ziel gesetzt hat, gegen »die von Leistungsdruck geprägte Situation für Studierende« zu kämpfen. Mehr, mehr, mehr

Jun 2017 hastuUNI Heft Nr. 73 Online 0

Anwesenheitsproblem im Stura? – Die Fortsetzung

Panisches Zählen, angespanntes Lachen, unterdrückte Aufregung: Die Stura-Sitzung am 12. Juni startet alles andere als reibungslos. Für ungefähr zehn Minuten steht nicht einmal fest, ob die Sitzung überhaupt stattfinden kann – für die Beschlussfähigkeit fehlt genau ein Mitglied.

Ein Bild von der vorletzten Sitzung am 29. Mai. Foto: Alexander Kullick

Hektisch werden die Anwesenden wieder und wieder gezählt und durch den Raum ruft Kai Krause (LHG) von der Sitzungsleitung: »Habt ihr euch auch alle in die Liste eingetragen?« Handys werden gezückt, verzweifelt nicht-anwesenden Mitgliedern hinterhertelefoniert. Anscheinend sind die Abmeldungen zu kurzfristig und nicht gesammelt eingegangen, so dass auch keine Stellvertreter ernannt wurden. Mehr, mehr, mehr

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