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Mrz 2014 hastuINTERESSE Nr. 52 0

Was esse ich bloß?

Diese Frage stellen sich viele tausend Studenten jeden Tag. Mitunter sogar mehrmals am Tag. Doch wie sehen sie aus, die Essgewohnheiten in den halleschen WGs und anderen studentischen Unterkünften?

Foto: Christian Schoen

Foto: Christian Schoen

Da wäre zunächst Anlaufstelle Nummer eins, wenn man mittags, ohne zu viel Zeit zu verlieren, auf der Suche nach einer warmen Mahlzeit ist: die Mensa.
Abgesehen von teilweise ziemlich langen Schlangen zu den Stoßzeiten bekommt man dort relativ schnell Essen zum kleinen Preis. Ein Blick in die Speisepläne der Mensen Harz, Tulpe, Weinberg sowie der neu errichteten Heidemensa lässt mir aufgrund des vielfältigen Angebots durchaus das Wasser im Munde zusammenlaufen. Von Pizza über Nudeln hin zu Cordon Bleu oder vegetarischem Chili-Burger dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Bis auf zwei exquisite Ausnahmen in Form von »Gemüse-Hähnchen- Pfanne mit Aprikosen und Cashewkernen dazu Couscous« für 3,10 € in der Mensa Harz und »Seelachs provenzalisch auf Bandnudeln dazu Blattsalat mit Orangen-Joghurt-Dressing« für 3,30 € in der Heidemensa bezahlt man auch für kein Essen mehr als drei Euro. Mehr, mehr, mehr

Mrz 2014 hastuPAUSE Nr. 52 0

Lucky Lindy hops the Atlantic

Wir befinden uns im New York der Zwanzigerjahre. Anlasslich des ersten Non-Stop-Flugs von New York nach Paris feiern die Menschen im Savoy Ballroom den Piloten Charles Lindbergh.

Auf der ausgelassenen Feier zu Ehren des Atlantiküberquerers ist auch George »Shorty George« Snowden anwesend, der an diesem Tag eine ungewöhnliche und neue Art zu tanzen zeigt. Auf Nachfrage der Journalisten nach dessen Tanzstil antwortet dieser: »I«m doin« the Hop … the Lindy Hop!« So oder so ähnlich kam es wohl zu dem Namen »Lindy Hop«, wobei diese Geschichte die Lieblingsvariante der 34-jährigen Johanna, Leiterin des Unisportkurses Lindy Hop, ist. Gemeinsam mit Tobias, 38, bringt sie seit zwei Semestern tanzbegeisterten Studenten den Lindy Hop bei. Als Weiterentwicklung des Charleston und Vorstufe des Rock «n« Roll verbindet Lindy Hop tänzerische und akrobatische Elemente zu fetziger Swing-Musik. Tobias, der schon mehrere Jahre der Tanzpartner von Johanna ist und schon vor Lindy Hop viele Jahre tänzerische Erfahrungen gesammelt hat, erklärt uns gleich zu Anfang, dass es sich bei Lindy Hop um einen »social dance« handelt. Lindy Hop ist eine Tanzrichtung, die Spaß und Sport optimal vereint. Die zwei Hauptelemente des Tanzes, Körperspannung und Führung, sind dabei unabdingbar und bieten eine solide Grundlage zum Tanzerfolg. Aufbauend auf die Grundschritte führt der Unisportkurs bis hin zu den sogenannten »Aerials« (akrobatische Figuren während des Tanzes). Johanna begeistert am Lindy Hop vor allem das Miteinander sowie das aufeinander Abstimmen, was führen und geführt werden betrifft. Sie kann ganz bei sich selbst sein und fühlt sich wohl, was wiederum sicherlich über die Dauer der Tanzstunde hinaus geht. Wer nun Lust bekommen hat, das Tanzbein zu schwingen oder dies zu lernen, sollte sich den zu Unrecht viel zu unbekannten Lindy Hop auf jeden Fall für das nächste Semester vormerken.
Beim Sportlerball am 24. Januar war neben vielen anderen Tanzkursen vom Orientalischen Tanz bis Hip Hop auch der Lindy Hop-Kurs beim Programm dabei.

Mrz 2014 hastuINTERESSE Nr. 52 0

Studiengeflüster I

263 Studiengänge an 10 Fakultäten bietet die MLU, eine beinahe unübersichtliche Anzahl. In unserer neuen Rubrik ≫Studiengeflüster≪ stellen unsere Autoren kurz und knapp interessante Aspekte ihres eigenen Studiums vor, die sie gern einmal mit euch teilen möchten. Teil 1: Was heißt eigentlich ≫krebserregend≪?

Teil 1: Was heißt eigentlich ≫krebserregend≪?

Illustration: Han Le

Illustration: Han Le

Sätze, die man jeden Sommer auf der Peißnitz hört: »Du isst das angebrannte Würstchen noch?!? Das ist doch krebserregend.« – Der Versuch einer Erklärung. Mehr, mehr, mehr

Mrz 2014 hastuPAUSE Nr. 52 0

Absurd und nichtig

Albert Camus’ ≫Der Fremde≪: Ein schlichter Roman, der auch mehr als siebzig Jahre nach Erscheinen seine Tiefen und Zeitlosigkeit beweist.

Illustration: Marcel Wiessler

Illustration: Marcel Wiessler

»Heute ist Mama gestorben.« So beginnt »Der Fremde«. Ein junger Algerier französischer Herkunft ohne Vornamen hört auf den Namen Meursault. Den Tod der eigenen Mutter behandelt er wie irgendein anderes unbedeutendes Alltagserlebnis, und so ganz sicher ist er sich auch nicht, ob sie wirklich heute oder gestern verstorben ist.
Er erzählt sein Leben wie in Momentaufnahmen, ohne gestern und morgen. Er nimmt es so, wie es eben kommt. Immer mit einer Gleichgültigkeit, die dem leidenschaftlicheren Leser schnell auf den Magen schlägt, aber auch seltsam fasziniert. Die höchste Gefühlsregung ist zeitweise eine gewisse Gereiztheit, so etwa bei der Beerdigung der eigenen Mutter, aber auch diese wird rasch wieder von Gleichgültigkeit abgelöst. Mehr, mehr, mehr

Mrz 2014 hastuPAUSE Nr. 52 0

Shrek – Ein Buch-Film-Vergleich

Viele werden sicher nicht wissen, dass Dreamworks’ vierteiliges Franchise auf einem sehr dünnen Kinderbilderbuch gleichen Namens basiert, das von dem bekannten amerikanischen Cartoonzeichner William Steig (1907–2003) verfasst wurde

Illustration: Han Le

Illustration: Han Le

In Deutschland 1991 erschienen, ist das Buch heute vergriffen und nur mehr in Bibliotheken zu finden. Umso wichtiger ist es vielleicht, einen Blick darauf zu werfen, falls man für die Kinder einmal nach einem alternativen Bilderbuch sucht.

≫Und wie deine Schweinsauglein nach mir schielen≪

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Mrz 2014 hastuUNI Nr. 52 0

≫Die Zeit der Proteste ist vorbei≪

Was ändert sich in 2014 durch die Kürzungen am Theater? Eine Zwischenbilanz

Foto: Markus Kowalski

Foto: Markus Kowalski

Theater und Uni gehören in Halle zusammen: Der Universitätsplatzgrenzt direkt an die Kulturinsel und die Oper. Sowohl das Theater als auch die Uni sind von den Kürzungsplänen der Landesregierung betroffen. Noch im Dezember brachte die einzigartige 48-Stunden-Theaterbesetzung die Protestwelle des vergangenen Jahres zum Höhepunkt: Bei Lagerfeuer und Protestliedern rückten die Hallenser zusammen, auch viele Studenten waren bei der Besetzung dabei. Doch es half nichts, in diesem Jahr werden dem Theater 3 Millionen Euroweniger vom Land zustehen. Was bedeutet das konkret? Mehr, mehr, mehr

Feb 2014 hastuPAUSE Nr. 52 0

Zwischen Liebe und Verblendung

Molières »Tartuffe« ist so modern wie nie

Foto: Falk Wenzel

Foto: Falk Wenzel

Die Tochter in pinken Glitzer-Shorts, die sich in den Lebemann Valère verliebt. Der Schwager, der im ganzen Haus ungefragt raucht. Eine Dienerin, die so dreist ihre Meinung preisgibt, dass man meint, sie stünde unter Kündigungsschutz. Der Sohn, der zwar viel Liebe in seinem Herzen trägt, dafür umso weniger Verstand in seinem Kopf, und eine Ehefrau, die am helllichten Tag im Negligé herumläuft: Willkommen in der Welt von Orgon. Das Familienoberhaupt hat es nicht leicht sich durchzusetzen. Mehr, mehr, mehr

Feb 2014 hastuINTERESSE Nr. 52 0

Seelsorge im Studium

Im Studium der evangelischen Theologie wurde für das Wintersemester 2013 im Modul Praktische Theologie ein Seelsorge-Seminar angeboten.

Foto: Matt Nicholas: »Priest«s Leap« Flickr, CC BY-NC-SA 2.0

Foto: Matt Nicholas: »Priest«s Leap« Flickr, CC BY-NC-SA 2.0

 

Oktober 2013

Im Oktober werde ich zum ersten Mal in meinem Leben mit dem Thema Seelsorge konfrontiert. Ich habe überhaupt keine Ahnung, was das eigentlich sein soll. Spricht man da mit jemand Tieftraurigem, um ihn wieder fröhlich zu machen? Oder wird da ein Patient bis zu seinem letzten Atemzug betreut? Es kann ja auch sein, dass ich hier nur lerne, wie ich mit einem fremden Menschen ein Gebet spreche, damit es ihm besser geht. Mehr, mehr, mehr

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