Nr. 40

Ausgabe Nr. 40 vom Januar 2012

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Jan 2012 hastuINTERESSE Nr. 40 0

Fantasie als Lernmethode

Wer sich Wörter und Begriffe nur schwer merken kann, sollte sich mal mit der Mnemotechnik beschäftigen. Mit ihren Methoden kann langweiliges Auswendiglernen fantasievoll gestaltet und erleichtert werden.

»Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel« – wer kennt ihn nicht, den König aller Merksprüche? Anhand dieses kleinen Buchstabenspiels lernt sich das Sonnensystem gleich ein wenig schneller, stehen doch die Anfangsbuchstaben jedes Wortes für jeweils einen unserer (mittlerweile nur noch) acht Planeten. Solch hilfreiche Merksätze unterstützen dabei, komplexe und weitreichende Begriffe besser zu verinnerlichen. Aber auch Gedächtnisstützen anderer Art können uns den Umgang mit vielen Zahlen oder zu merkenden Wörtern vereinfachen. Mehr, mehr, mehr

Jan 2012 hastuPAUSE Nr. 40 0

Offen für Neues

Das Universitätssportzentrum bietet über 80 verschiedene Sportarten an. Bei vielen, wie Fußball oder Yoga, ist zumindest ungefähr klar, was einen erwartet. Unter anderen Sportarten konnten wir uns nichts Genaues vorstellen. Also haben wir hastuzeit-Autorin Caroline losgeschickt.

Montag, 17 Uhr, Unisportraum Mensa am Weinberg. Irish Dancing, Anfänger-Gruppe. Ich bin gespannt, was auf mich zukommt. Zunächst stellen sich alle, auch ich, mehr oder weniger in einer Reihe in der Grundstellung auf: Füße im 90°-Winkel, dann der rechte Fuß vor den linken, so dass die Füße eine Art »T« bilden. Schritte und Sprünge werden wiederholt. Ich bin jetzt schon total überfordert. Mehr, mehr, mehr

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Das Gedächtnis als Fotoalbum

Einmal klicken und die Erinnerung ist festgehalten. So funktioniert das beim Fotografieren. Inzwischen sogar digital, mit nahezu unbegrenztem Speicher – und was die Technik kann, kann der Mensch doch auch.

Als Dr. Sven Blankenberger in seiner Vorlesung zur Allgemeinen Psychologie I nach dem fotografischen Gedächtnis gefragt wurde, war seine Antwort eindeutig. »Mumpitz« nannte er das Phänomen und zweifelte die Existenz stark an. Zwar gebe es enorme Gedächtnisleistungen, aber kein Mensch könne seine Umgebung tatsächlich abfotografieren, sagte er noch, und damit war das Thema dann auch beendet.

Dennoch gibt es Gegenbeispiele, wie den russischen Journalisten und Gedächtniskünstler Solomon Shereshevsky. Mehr, mehr, mehr

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Zum Lernen gemacht

Manfred Spitzer, Professor für Psychiatrie an der Universität Ulm, gibt einen umfangreichen Einblick rund um das Thema Lernen.

Lernen wird von den meisten als etwas Unangenehmes empfunden. Fakten lernen für eine Klausur oder mündliche Prüfung sowie das Zuhören und Mitschreiben in Seminaren und Vorlesungen werden häufig als notwendige Übel und Verringerung unserer Freizeit gesehen. Mehr, mehr, mehr

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Erinnerungskulturen

Jeder Mensch, jede Gruppe und jede Kultur hat es: ein Gedächtnis. Man unterscheidet es in drei Dimensionen. Diese wandeln sich stetig vor allem auch durch die Einführung immer neuerer Medien und Techniken.

Medien, wie etwa das Internet und das Buch, haben nicht nur die Informationsverbreitung beschleunigt, sondern ebenso den Gebrauch des Gedächtnisses verändert. Wissen muss nun nicht mehr nur mündlich weitergegeben werden, sondern kann in schriftlicher wie digitaler Form über den Kulturkreis hinaus verbreitet werden. So entwickelten sich aus einst oralen Stämmen Schriftkulturen mit einem starken Hang zur Aufzeichnung wichtiger Informationen. Mythen, Sagen und Gesänge sind folglich nicht mehr nur an die Anwesenheit eines Schamanen oder einer anderen ranghohen Person gebunden, so dass auch anderen Mitgliedern der Gemeinschaft ein Zugang dazu möglich ist. Mehr, mehr, mehr

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Anterograde Amnesie – ein Leben ohne Zukunft

»Lebe den Moment« ist eine beliebte Weisheit. Doch was, wenn das Gedächtnis ausfällt und es nichts anderes mehr gibt als das Hier und Jetzt?

Herr Becker blickt auf das Schachbrett vor ihm. »Eine gute Partie für weiß«, denkt er und steht auf, um dem Spielenden Platz zu machen. Sein Gegenüber schaut ihn verwundert an. »Du bist dran«, sagt er. Herr Becker setzt sich wieder, obwohl er sich nicht mehr erinnern kann, ein Schachspiel angefangen zu haben. Nach zwei Zügen schaut er aus dem Fenster. Es hat angefangen zu regnen. Dann fällt sein Blick auf das Schachbrett vor ihm. »Eine gute Partie für weiß«, denkt er … Mehr, mehr, mehr

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Vom Leerstand zum Wohlstand

Was aus den Plänen wurde, Glaucha zu neuem Leben zu erwecken.

Der Stadtteil Glaucha im südlichen Innenstadtbereich Halles steht traditionsgemäß in keinem guten Licht. Die Not der Kinder von Glaucha veranlasste einst den Pfarrer August Hermann Francke zur Gründung der Franckeschen Stiftungen. Abfällig wurden die in diesem Teil der Stadt lebenden Arbeiter und Tagelöhner als »Glauch«scher Adel« bezeichnet. Die Reste der früheren Arbeitersiedlung erstrecken sich südlich der Hochstraße von den Franckeschen Stiftungen bis zur Saale. Dort leben etwa 4000 Menschen. Prägend ist der Kontrast aus Gründerzeithäusern, Wohnhochhäusern, Plattenbauten und Brachen. »Innerhalb des Innenstadtbereiches waren die sozialen und städtebaulichen Verfallserscheinungen in Glaucha am größten«, erklärt Dr. Steffen Fliegner, Mitarbeiter im Stadtplanungsamt Halle. Dementsprechend sehen die Sozialindikatoren aus: Bei sehr hohem Leerstand von 30 Prozent und Sanierungsbedarf zogen fast ausschließlich Menschen aus sozial schwachen Haushalten nach Glaucha. »Nach 1989 verließ die Mittelschicht diesen Stadtteil fast vollständig. Die Arbeitslosenquote, später die Anzahl der Hartz-IV-Empfänger war die höchste in der Innenstadt«, fährt Fliegner fort. Mehr, mehr, mehr

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Literaturrecherche auf dem Laufband

Sportplatz oder Schreibtisch – dazwischen gab es früher eigentlich nichts. Dies hat sich mittlerweile geändert.

Wer ab und an ins Uni-Fitnessstudio geht, wird – vor allem jetzt, kurz vor und in der Prüfungsphase – auf den Crosstrainern und Laufbändern häufig Kommilitonen mit Lernunterlagen antreffen. Jeder Mensch hat sein bevorzugtes Lernumfeld. So können manche besonders gut beim Sport lernen, andere direkt danach, wieder andere haben in den Lern- und Prüfungsphasen überhaupt keine Zeit für Sport. Aber gibt es eine Verbindung zwischen Sport und Lernen? Mehr, mehr, mehr

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