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Ausgabe Nr. 33 vom August 2010

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15 Minutes of Fame

Am 17. und 18. September findet das 10. Shortmoves-Kurzfilmfestival in Halle statt. Zum zweiten Mal in Folge wird es im Rahmen eines Moduls von Studenten der Medien- und Kommunikationswissenschaften der MLU organisiert. Nicht nur die Strukturen im Hintergrund haben sich 2010 verändert. Auch auf der Bühne wird es dieses Jahr mehr zu sehen geben als 2009: Es werden nicht nur Kurzfilme gezeigt, sondern auf einer Podiumsdiskussion auch die Bedeutung und Zukunft des Genres erörtert. Mehr, mehr, mehr

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Zwischen Napola und Käseschnitzel

Die Franckeschen Stiftungen sind einer der wichtigsten Orte Halles. Auch zur Nazizeit hatten sie eine bewegte Geschichte.

Ich sitze in der Mensa der Franckeschen Stiftungen, um mich herum sind alle Tische von Studenten beim Mittagessen besetzt. Verdammt, heute ist Redaktionsschluss, und ich habe keinen Artikel zustande gebracht. Etwas über Hochschulpolitik oder studentisches Engagement wäre gut. Plötzlich werde ich aus meinen Gedanken gerissen: »Guten Tag! Dürfte ich mich neben Sie setzen?« Es ist ein rüstiger älterer Herr mit grauem Haar, einem netten Schmunzeln auf den Lippen und einem Tablett in der Hand. Er setzt sich, und wir kommen ins Gespräch. Mehr, mehr, mehr

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Aus alt mach neu!

»kunstinbetrieb« lud zu seiner dritten Auflage in die Albert-Schmidt-Straße. In trostlosen Mietskasernen entstand Kunst, die Glaucha belebt.

Zwingerstraße. 19 Uhr. Es regnet in Strömen an diesem Juniabend. Es passt zur Tristesse der Straße, des ganzen Viertels. Schreie in der Ferne. Durch eine Holzabsperrung gelangt man in die Albert-Schmidt-Straße. Vor zwei Wochen noch kahl, kalt und zubetoniert ohne jede Hoffnung auf ein Stück Grün oder Bäume am Straßenrand. Mietskasernen reihen sich aneinander. Ohnehin herrscht hier enormer Wohnungs- und Gewerbeleerstand. Mehr, mehr, mehr

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Den direkten Weg gehen

Anstatt sich über die Studiensituation zu beschweren, ergreifen einige die Initiative. Die Studentische Förderinitiative der Naturwissenschaften e. V. bietet zum Beispiel zusätzliche Lehrveranstaltungen an.

Bei den knappen finanziellen Mitteln, die den Universitäten zur Verfügung gestellt werden, bleibt einem manchmal kaum noch etwas anderes, als sich mit den Problemen zu arrangieren. Da heißt es dann morgens, sich schnell einen Platz an der Sonne zu sichern und als erste in den bald überfüllten Hörsaal zu drängen. Mehr, mehr, mehr

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Survival of the poorest

Trotz Kindergelderhöhung erinnern die Geldbestände der meisten Studenten an die schönen, weiten, aber leeren Steppen der brandenburgischen Einöde. Da den Studenten mit der Einführung der modularisierten Studiengänge endgültig die Fähigkeit zum selbstständigen Denken genommen wurde, sahen wir uns gezwungen, alle studentischen Sparmöglichkeiten alphabetisch zu ordnen und den Massen zugänglich zu machen.

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Als Abendbegleitung auf Klassentreffen älterer Damen/Herren erscheinen, die keinen Ehepartner oder Lebensgefährten präsentieren können. Mehr, mehr, mehr

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Was ist eigentlich die weibliche Form von Nazi?

In unserer Gesellschaft werden Frauen diskriminiert. In der Sprache auch? Über die Macht der Sprache und deren Konfliktpotential.

Gender-Mainstreaming ist zu einem etablierten Prinzip in Deutschland geworden. Zumindest formell. Als Ziel wird dabei die Gleichberechtigung der Geschlechter angestrebt. Auch hinsichtlich der Sprache wurden dabei neue Standards formuliert, die sich an offizieller Stelle inzwischen durchgesetzt haben. Frauen werden nun explizit angesprochen, anstatt sie nur in der männlichen Form mitzumeinen. Im Alltag findet dies jedoch wenig Anklang.

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»Als Vorbild fungieren«

Studentisches Engagement scheint aus der Mode zu sein. Es fehlt an Motivation, Geld und Zeit. Ute Larsen (23) verzichtet dafür gern mal darauf, zu schlafen oder zu duschen.

Ute spricht zu den Studierenden im besetzten Audimax beim Bildungsstreik 2009

Ute, du bist Mitglied im Lokalen Aktionsplan für die Stadtratsfraktion der SPD, stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins der SPD Oberes Murrtal (Baden-Württemberg) und Mitglied der Jusos in Halle. An der Uni arbeitest du im StuRa, bist Senatssprecherin und engagierst dich im Bildungsstreik. 2009 warst du außerdem Mitbegründerin der Sozialistischen Jugend Deutschland »Die Falken« in Halle. Das klingt nach viel. Ist Student sein allein nicht schon ein Full-Time-Job?

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Von Äpfeln und Birnen

Wie zwei Studenten der MLU unter unterschiedlichen Studienordnungen studieren und gleichzeitig einen Roman geschrieben haben.

Zweiundzwanzig Semesterwochenstunden, noch mal so viel Zeit fürs Selbststudium, und ASQ-Module soll man auch noch belegen. So ungefähr sieht’s doch aus für den Bachelor-Studenten, wenn ihm sein Abschluss lieb ist Mehr, mehr, mehr

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