Jan 2018 hastuUNI Online 0

Ungewohnter Luxus: Früher Schluss

Vergangenen Montag war es wieder soweit. Die erste Sitzung 2018 des Studierendenrates der MLU fand statt. Es musste über mehrere Anträge entschieden werden, wobei einer ganz besonders hitzig diskutiert wurde. Des Weiteren wurde die Wahl für den KPA durchgeführt, wie bereits in der letzten Sitzung angekündigt.

Foto: Diana Wetterling

Die Sitzungsleitenden Sprecher Kai Krause und Imke Maaß begrüßten zuallererst die anwesenden 31 Mitglieder. Eröffnet wurde die Sitzung von der Büroleiterin Elke Lopens, welche mit einer kleinen Einführungsrede alle recht herzlich willkommen hieß. Es folgte die Feststellung der Beschlussfähigkeit, sowie die Angestellten- und Referentenbelange, welche aufgrund der Feiertage jedoch schnell besprochen waren.

Im Anschluss widmete man sich dem seit dem aktuellen Semester ausgesetzten Studiengang der Japanologie. Mittlerweile stehen zwei Daten fest, an denen das Thema diskutiert werden soll. Am 17.01.18 geht die Debatte in den Fakultätsrat und am 24.01.18 soll ein Beschluss im Senat gefasst werden.

Die Berichte der Arbeitskreise fielen sehr knapp aus. Lediglich der AK »Studieren mit Kind« meldete sich zu Wort. Die Vorsitzende teilte mit, dass sie ihren Posten demnächst aufgeben müsse und nun eine/n Nachfolger/in suche. Des Weiteren erzählte sie, dass in letzter Zeit lärmende Kinder im Aufenthaltsraum am Steintorcampus vereinzelte Beschwerden ausgelöst hätten, da man dort wegen ihnen nicht in Ruhe lernen könne. Dort befinde sich auch der Eltern-Kind-Raum. Die Einrichtung selbst wird auch von Studierenden zum Lernen genutzt. Nun kam es das erste Mal zu Ärger. Hier wurde von Stura-Mitgliedern angemerkt, dass es in einem Aufenthaltsraum lauter sein kann als zum Beispiel in der Bibo.

Da es zum 01.01.2018 eine Änderung im Mutterschutzgesetz gab, wollen sich jetzt auch das Familienbüro und der Senat zusammensetzen und die Unisatzung dahingehend ändern.

Als nächster Tagesordnungspunkt stand die Wahl zum KPA (Kassenprüfungsausschuss) an. Da sich nur drei Bewerber gemeldet hatten, konnte diese schnell abgehandelt werden. Die Bewerber waren Hanna Scheufler, Alexander Rensch und Tobias Neumann. Sie wurden einstimmig als neue Mitglieder aufgenommen.

Nach der Wahl diskutierte der Stura über die Bewerbung der Proteste in Schnellroda. Seit einigen Monaten ist dieser Ort durch eine immer größere Präsenz rechtsintellektueller Kreise medial thematisiert worden, nicht zuletzt wegen der dort stattfindenden Akademien des Instituts für Staatspolitik (IfS). Es kam zu Versammlungen rechter Gruppierungen und seit einigen Monaten ist auch der Verfassungsschutz auf den unscheinbaren Ort aufmerksam geworden.

Dahingehend wurde vorgeschlagen, zur Bewerbung der Gegenproteste einen Flyer zu entwerfen. Der vorgelegte Textentwurf wurde von einigen vehement abgelehnt, mit der Begründung, dass er an einigen Stellen unsachlich formuliert sei. Auf die Kritik an seinem Text äußerte der Verfasser, dass man seiner Meinung nach IB-Mitglieder ruhig beleidigen könne.

Letztlich führte das zu einer heftigen Debatte über die rigorose Löschung rechtsextremer Facebook-Kommentare auf der Sturaseite. Ein Stura-Mitglied war der Meinung, es sollte eine Diskussion gewährleistet sein, solange diese sachlich sei. Alles andere sei Zensur. Worauf einer der Vorsitzenden Sprecher erwiderte: »Regeln sind keine Zensur!« Es wurde der Vorschlag gemacht, die Löschung nach individueller Prüfung erfolgen zu lassen, insofern die Entscheidung, ob ein Kommentar den öffentlich einsehbaren Regeln entspreche, nicht eindeutig sei. Die Abstimmung darüber wurde vertagt.

Anschließend trafen zwei VertreterInnen des Plan3 e.V. (Dirk Prager und Fabienne Sommerkamp) ein, die das Monstronale Filmfestival (11.-15.04.2018) vorstellten. Es wurde darüber entschieden, ob dem Verein finanzielle Unterstützung seitens des Sturas gewährleistet werden sollte. Der Antrag wurde einstimmig angenommen und dem Verein damit 1800 Euro aus dem Stura-Haushalt genehmigt. Die VertreterInnen der Filmfestivals erzählten, dass weitere Mittel bei der Stadt Halle beantragt worden seien und der Rest über Eintrittsgelder eingenommen werden solle. Für Studierende wird es einen Rabatt geben.

Zu guter Letzt wurde die Verlängerung der Ausschreibung zum Wahlleiter und für den Wahlausschuss für die diesjährige Hochschulwahl bis zum 19.01.2018 entschieden. An dieser Stelle waren sich alle Mitglieder einig.

Die Sitzung endete ungewohnt zeitig. Um Punkt 20:17 Uhr konnten alle ihrer Wege gehen.

  • Die nächste Sitzung des Studierendenrates findet am 22.01. statt.
  • Wir berichten regelmäßig über die Sturasitzungen. Weitere Berichte findet Ihr hier.

Über Dominik Weiß

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Erstellt: 14.01. 2018 | Bearbeitet: 15.01. 2018 16:29