Jan 2018 hastuUNI Online 0

Bis zum bitteren Ende..!

Die letzte Sturasitzung des Jahres 2017 war geprägt von der Ausschreibung zur Wahl von KPA und Wahlausschuss, einer Diskussion um die finanzielle Unterstützung von Radio Corax, Sportmatten für eine Sportgruppe in der Hasi und den Problemen der Japanologie an der MLU.

Foto: Katharina Jannes

Um 19:11 Uhr eröffnete die Sitzungsleitung, bestehend aus Imke Maaß und Kai Krause, mit der Feststellung der Beschlussfähigkeit, die Sitzung. Wie gewohnt hörten die Anwesenden sich zunächst die Angestelltenbelange an. Daraufhin wurde der neue Styleguide für Visitenkarten sowie Briefbögen und andere Publikationen, als Grundlage und Richtlinie für die Zukunft, vorgestellt. Rechtsschutzfragen wurden geklärt und der neue Styleguide einstimmig angenommen.

Der nächste Punkt beinhaltete die Ausschreibungen der Wahlen von KPA (Kassenprüfungsausschuss) und Wahlausschuss. Die Wahl des KPA soll am 8.1. stattfinden und die des Wahlausschusses am 23.1. Während der Diskussion wurde auch über die diesjährigen Hochschulwahlen gesprochen: man einigte sich darauf, dass eine Online-Wahl zur Steigerung der Wahlbeteiligung nicht in Frage komme, da diese geheim und persönlich sein müsse – da reiche selbst die TAN für das Löwenportal nicht aus. Debattiert wurde des Weiteren über den Wahlzeitraum, da man bei einem späteren Termin von einer höheren Beteiligung ausgehen könne. Zu diesem Anlass passend besprachen die Anwesenden auch die Bezahlung des Wahlausschusses sowie des Wahlleiters. Im vergangenen Jahr bekamen Mitglieder des Wahlausschusses 400€ und der Wahlleiter 800€. Nach einigen Wortmeldungen beschloss man, dass die Mitglieder des Wahlausschusses künftig weiterhin 400€, doch der Wahlleiter nur noch 500€ bekommen solle. Diese Summen sollen in 2 Raten abgezahlt werden. Vor allem Eva, die letztes Jahr im Wahlausschuss tätig war, setzte sich für die Mitglieder des Wahlausschusses ein, da sie nach eigenen Angaben rund 170 Stunden gearbeitet hatte.

Nachfolgend besprach die Versammlung verschiedene Ansätze einer Berichtspflicht für die Findungskommission des neuen Rektors der Universität, damit mehr Klarheit über eventuelle Kandidaten erlangt werden könne.

Nächster Tagesordnungspunkt waren die Berichte der Arbeitskreise. Der AK Antifa stellte einen Antrag in Höhe von 1900€ für dessen gleichnamige Veranstaltung zum Thema »1000 Jahre Oktoberrevolution«, welcher nach kurzer Diskussion angenommen wurde.
Darauf folgte ein Antrag vom AK Protest, dessen Vertreter anonym bleiben möchten: Zur Vergrößerung einer selbstorganisierten Sportgruppe werden Sportmatten benötigt. In einer detaillierten Präsentation erläuterten die Vertreter des AK die Höhe der Antragssumme von 3.480€, bei welcher der Eigenanteil der Gruppe 420€ betrage. Die Sportgruppe trainiert momentan in der Hasi und steht für alle Studierenden offen. Da es in der Vergangenheit, so die beiden Antragsteller, viel Kritik an der Hasi gegeben hatte, übernahm der AK Protest die Antragsstellung. Somit ist nun der Arbeitskreis Ansprechpartner für eventuelle Fragen. Der Grund warum die Sportgruppe nicht selbst als Hauptpartei bei dem Antrag wirkte, blieb nicht restlos geklärt. Am Ende der Diskussion einigte man sich statt der ursprünglich beantragten 3.480€ auf 1.500€.

Hiernach folgte ein Antrag von Radio Corax: Mithilfe eines Videos brachte die Vertreterin Stella den Anwesenden die Arbeit des Radioteams näher. Besagtes Radio existiert seit nunmehr 17 Jahren und berichtet auch über hochschulpolitische und universitätsstrukturelle Fragen sowie über studentische Initiativen. Ein Projekt des Radios nennt sich »Studis ON AIR«. Hier können Studierende, ähnlich wie bei der hastuzeit, ein ASQ absolvieren und die Arbeit beim Radio kennenlernen. Das Problem: Jedes Jahr aufs neue muss das Radioteam beim Stura und bei verschiedenen Fachschaftsräten einen Antrag auf finanzielle Förderung stellen. Um dies zu vermeiden, lautete der Lösungsvorschlag eine Erhöhung des Studierendenschaftsbeitrages um 0,50€. Damit würde der Beitragstopf des Radios jährlich 20.000€ betragen. Einige Mitglieder des Stura argumentierte jedoch gegen den Vergleich mit der hastuzeit – diese brauche weder Strom noch Miete, sie habe keine bezahlten Mitarbeiter und feste Rechnungen, beispielsweise für den Druck, welche man nachweisen könne. Es kamen auch Vorschläge, dass der Radiosender ein Haushaltskonto bekommen oder ein AK vom Stura werden könne.

Während der Diskussion wurde ein Antrag auf namentliche Abstimmung gestellt und ohne großen Widerstand angenommen. Für den Hauptantrag von Radio Corax war zwar eine relative Mehrheit gegeben, doch benötigte es eine absolute Mehrheit, die zur vorangeschritten Stunde nicht mehr anwesend war. Es kam, aufgrund von Diskussionen und mehrfachem Wiederöffnens der bereits geschlossenen Rednerliste, zu großen Verzögerungen der Anträge – das Ziel der Erreichung einer absolute Mehrheit war im Laufe der Sitzung zur Utopie mutiert. So wurde der Antrag knapp abgelehnt; der Studierendenbeitrag wird sich somit nicht um die beantragten 0,50€ erhöhen und auch ein fester Posten für Radio Corax im bisherigen Beitrag ist noch nicht beschlossen.

Kurz darauf folgte der nächste, diesmal angenommene Antrag; nämlich eine Umwidmung von Mitteln des AK Kontext zum AK Protest in Höhe von 1.000€.

Die Institutsgruppe der Japanologie erhielt danach endlich die Möglichkeit, ihre Belange vorzubringen: Durch Kürzung der Mittel sieht die Institutsgruppe die Qualität des Bachelor- und Masterstudienganges in Gefahr. Im schlimmsten Fall drohe sogar die Streichung des Masterabschlusses. Um beides weiterhin adäquat anbieten zu können, müsse der Abschluss 30 Semesterwochenstunden für die Studierenden betragen. Alles unter dieser Stundenzahl verbleibe als schmerzhafter Kompromiss zu Lasten der Qualität. Selbst Proteste und weitere Vorträge vor verschiedenen Gruppierungen der MLU konnten bisher nicht den Anstoß geben, die 30 SWS zu erhalten. So wurde der Stura um Hilfe gebeten, damit die Japanologie in Halle auf altbewährtem Niveau bewahrt werden kann. Sie erhielten eine Zusage für weitere Gespräche und Unterstützung.

Die Sitzung endete um 00:37 Uhr. Müde Gesichter machten sich auf den Weg nach Hause.

  • Die nächste Sitzung des Studierendenrates findet am 08.01. statt.
  • Wir berichten regelmäßig über die Sturasitzungen. Weitere Berichte findet Ihr hier.

Foto: Katharina Jannes

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