Nov 2017 hastuUNI Online 0

28. Stura – Take 1

Vergangenen Montag ging es wieder los – der frisch konstituierte und mit allen notwendigen Ämtern versehene Stura hielt seine erste Sitzung ab. Dieses Mal wieder an altbekanntem Ort. Berichte, Anträge, Rücktritte – es war alles dabei.

Foto: Felix Kirchner

19:04 Uhr: Das Gellen der goldenen Glocke des Sitzungsleitenden Sprechers eröffnete die erste Sitzung des 28. Studierendenrates. Nach gespanntem Zählen der Mitglieder kam man auf die Zahl 22 und war damit beschlussfähig.

Der erste Tagesordnungspunkt belief sich auf zwei Anträge der Offenen Linken Liste. Beide wurden in der Tischvorlage »ausnahmsweise fristgerecht hinterlassen«, so Lukas Wanke, welcher mit dieser Bemerkung unter den Anwesenden für ein allgemeines Schmunzeln sorgte. Einer der Anträge enthielt die Forderung, die Vorlagepflicht einer Prüfungsunfähigkeitsbescheinigung im gesamten Bundesland zumindest einzuschränken. Dafür macht sich die universitäre Linke schon seit längerer Zeit stark. Zum anderen soll das Studentenwerk »eine finanzielle Stärkung« für studentisches Wohnen erhalten. Beide Anträge wurden mit klarer Mehrheit angenommen.

Nun wurde den Neuen noch einiges von Büroleiterin Elke mit auf den Weg gegeben:
1. Externe Anträge gehen stets vor interne Anträge.
2. Mikrofone verfehlen ihre Wirkung im großen Halleschen Saal.
3. Fensterputzer brauchen Platz zum Reinigen.
4. Bei der letzten Sitzung gingen sechs Pfandflaschen verloren – das darf nicht passieren.

Danach wurde der Rücktritt des Referenten für innere Hochschul- und Bildungspolitik akzeptiert und die neue Stellenausschreibung fixiert. Lukas Wanke, welcher dieses Amt vorher innehatte, musste wegen seiner neuen Stelle in Form des Vorsitzenden Sprechers zurücktreten.

Ebenso bekannte sich Dörte Jacobi aufgrund von Zeitmangel zu ihrem Rücktritt als Referentin für Äußere Hochschul- und Bildungspolitik. Auch hier wurde im Nachhinein die neue Ausschreibung für das Amt angenommen.

Es folgte nun ein Stura-Antrag für die Reisekostenerstattung des Sportreferent*innenseminars und der Vollversammlung – Antrag angenommen.

Innerhalb einer knappen Stunde stieg die Zahl der Mitglieder sukzessive von 22 auf 24 – vielleicht wurden die beiden Zuspätkommer ja vom Geruch einer langsam verzehrten Dönerbox angelockt. Man weiß es nicht.

Nach den eben beschriebenen Punkten wurde den Berichten der einzelnen Arbeitsgruppen sowie der Vorstellung unserer Zeitschrift gelauscht. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit erfolgte die Besprechung über die Nachfolge des Vorsitzenden Sprechers vom AK Kultur. Der ehemalige Amtsinhaber war vor ein paar Wochen zurückgetreten und deshalb fiel die Aufgabe der Stellvertretenden Sprecherin zu. Diese hat sich jedoch nicht bemüht, den Arbeitskreis zu führen und blieb untätig. Auf Nachfrage wurde mitgeteilt, dass sich hier noch nichts konkretes ergeben habe.

Als Nächstes kam ein Gast zu Wort, nämlich der ehemalige Vorstandsvorsitzende des halleschen Börsenkreises Marwin Gaube. Er gab eine Empfehlung bezüglich des Depots des Sturas ab und plädierte im Namen des Börsenkreises für einen Wechsel des Depots aufgrund von sich ändernden Konditionen bei verschiedenen Banken.

Foto: Felix Kirchner

Kurz vor Schluss der Sitzung kam es zu einer kurzen Diskussion über den Antrag »Offener Brief an Justizministerin Anne-Marie Keding und die Staatsanwaltschaft Halle« zum Fall Oury Jalloh. Jener war ein Migrant, der im Jahre 2005 in einer Dessauer Polizeizelle (in staatlicher Obhut) beim Ausnüchtern verbrannt ist. In dem Brief wird von »ernste[n] Zweifel[n] an der Seriosität und dem Willen zu Transparenz und Aufklärung« gesprochen. Auch dieser Antrag wurde, wenn auch nicht ganz so eindeutig, mit 15 zu 7 Stimmen angenommen.

Und zu guter Letzt, nach etwas mehr als drei Stunden Sitzungszeit, kam es traditionell zum Vortragen der Berichte der Sprecher. Den Beteiligten war nun jedoch langsam anzumerken, dass Sie diese Darlegungen nicht lange ausdehnen wollten – immerhin war es schon 22:30 Uhr. Dementsprechend war die Sitzung keine fünf Minuten später schon zu Ende, was alle Beteiligten sichtlich gern entgegennahmen.

  • Die nächste Sitzung des Studierendenrates findet am 13.11. statt.
  • Wir berichten regelmäßig über die Sturasitzungen. Weitere Berichte findet Ihr hier.

Über Felix Kirchner

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Erstellt: 07.11. 2017 | Bearbeitet: 08.11. 2017 19:15