Jul 2015 hastuPAUSE 0

XLETIX

Wie sich 27 hallische Studierende freiwillig 15 Kilometer durch Eiswasser, Sand und Matschkuhlen quälten.

XLETIX_Fotografin Jennifer Jahn

Foto: Jennifer Jahn

Am 30. Mai fand in Kallinchen, einem Dorf in der Nähe von Berlin, eine XLETIX-Challenge statt. Ein 27-köpfiges mutiges Läuferteam der MLU schloss sich zusammen, um auf einer 15 Kilometer langen Strecke mit mehr als 25 Hindernissen sein Durchhaltevermögen unter Beweis zu stellen.

Die 27 Studenten und Studentinnen aus der Saalestadt hatten sich dort zur Uni-Challenge angemeldet. Von etlichen Hochschulen aus ganz Deutschland reisten Teams von bis zu 40 Teilnehmern an, um sich zu messen und die beste Uni-Mannschaft zu küren. Um 10 Uhr ging es auf die Strecke – bergauf, bergab, durch Wald, Wasser, Brandenburger Vorstadtsiedlungen und vorbei an deren staunenden Bewohnern. Hunderte Verrückte, die freiwillig durch Becken aus Schlamm und Eiswürfeln tauchen, Sandsäcke die Berge hochschleppen oder Traktorreifen durch den Sand ziehen, sieht man auch nicht alle Tage.

Diese XLETIX-Challenges hießen früher KRASSFIT und finden nun seit zwei Jahren statt. Nachdem in den USA solche Hindernisläufe inzwischen populärer sind als gewöhnliche Volksläufe, haben sich auch in Deutschland passionierte Sportler zusammengetan und gemeinsam per Crowdfunding XLETIX gestartet. Auf drei verschieden langen Distanzen kann man sich an zahlreichen Veranstaltungsorten in Deutschland und Österreich allein oder im Team über Stock und Stein kämpfen. Seit einigen Jahren werden vermehrt solche Rennen veranstaltet, bei denen man eine bestimmte Strecke läuft und Hindernisse wie Schlammgruben, Eisbadewannen oder drei Meter hohe Mauern überwinden muss. Einige dieser Hürden erfordern Teamwork, andere machen Spaß, manche sind einfach nur richtig fies. Oftmals geht es dabei auch darum, mentale und körperliche Grenzen zu überwinden.

Die wackeren Hallenser gaben sich Mühe. Die Oberschenkel brannten, die Klamotten waren nass und schwer, es war verdammt kalt und manche Mauer erschien unbezwingbar. Doch nach zahllosen Burpees (auf den Boden, Liegestütze, dann ein Strecksprung – und wieder von vorne), Schlammgruben, Hangelstrecken und anderen Herausforderungen war das Ende in Sicht. Etwa viereinhalb Stunden nach dem Start war auch der Letzte aus dem Uni-Team im Ziel angekommen. Kaputt, aber glücklich. Zwar ging der Sieg an eine andere Mannschaft, aber bekanntlich gilt: »Dabei sein ist alles« und »Sieger ist der, der am meisten Spaß hat«, und das hatten wir auf jeden Fall! Also, auf ein Neues im Jahr 2016!?

Über Katharina Mussner

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Erstellt: 31.07. 2015 | Bearbeitet: 25.11. 2015 10:50