Aug 2015 hastuINTERESSE Heft Nr. 61 Rubrik 0

Rudern gegen Krebs

Isabel und Louise, zwei Studentinnen und begeisterte Rudersportlerinnen aus Halle, haben es geschafft, die 2005 ins Leben gerufene Benefizregatta »Rudern gegen Krebs« auf ihren Fluss, die Saale, zu holen. Am 26. Juli wurde ab 9 Uhr an der Ziegelwiese für einen wohltätigen Zweck gerudert.

Rudern gegen Krebs_Uniklinikum Halle

Foto: Universitätsklinikum Halle

Klarmeldung über Bug! Mannschaft fertig machen zum Einsteigen. Mannschaft steigt ein.

Isabel: Eins, fertig.

Louise: Zwei, fertig.

Für Ruderlaien klingt es wahrscheinlich wie ein leckeres, italienisches Pastagericht, aber was ist eine Regatta?

Isabel: Eine Regatta ist ein Wettkampf zwischen vielen Ruderern auf dem Wasser, die eine bestimmte Strecke rudern.

Louise: Wobei die Schnellsten gewinnen und die Langsamsten verlieren.

Was ist an dieser Benefizregatta so besonders, außer dass es sowohl Gewinner als auch Verlierer gibt?

Louise: Bei dieser Regatta ist der hauptsächliche Gewinner der gute Zweck. 2005 wurde sie von der Stiftung »Leben mit Krebs« initiiert und ist somit die größte Breitensportveranstaltung dieser Art. Sie wird deutschlandweit jährlich in zehn Städten ausgetragen.

Isabel: Studenten, Dozenten, Politiker, Patienten – alle rudern für ein Ziel – dabei ist die Platzierung eher zweitrangig.

Louise: Der Hauptzweck ist es, Geld zu sammeln für ein Sportprojekt, welches Tumorpatienten am Uniklinikum Kröllwitz unterstützen soll.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, diese Veranstaltung in die Händelstadt zu bringen?

Isabel: 2014 haben wir in Kiel an der Regatta teilgenommen. Da kam uns die Idee, die Benefizregatta nach Halle zu holen. Halle hat mit der Saale und zwei aktiven Rudervereinen die besten Voraussetzungen für solch ein Event.

Louise: Nachdem uns dann auch das Uniklinikum eine Zusage gegeben hat, haben wir uns offiziell bei der Stiftung beworben und den Regattaplatz bekommen.

Was erhofft ihr euch vom 26. Juni?

Louise: Gutes Wetter, entspannte Atmosphäre, spannende Rennen.

Isabel: Sportlichen Eifer mit wohltätigem Hintergrund und vor allem viele Besucher.

Was fasziniert euch persönlich am Rudern?

Isabel: Man ist draußen in der Natur, es ist ein Teamsport und Ganzkörpertraining. Für mich ist das Besondere auch der bemerkenswerte Mannschaftszusammenhalt.

Louise: Es ist gut, um sich auszupowern und wenn man gerade mal nicht so viel Kraft hat, kann man sich über die Saale kutschieren lassen, ne, Isabel?!

In sechs Schlägen Ruder halt!

So Mädels, auf zum Endspurt. Eine gute Mannschaft überzeugt mit …

Louise: Elan, Teamgeist, Kraft.

Isabel: Freude am Sport und Rhythmusgefühl

Das Schwierigste am Rudern ist …

Louise: Die Konzentration aufrechtzuerhalten …

Isabel: … und den einheitlichen Rhythmus nicht zu verlieren.

Mein Lieblingsboot heißt …

Isabel: Die »Forelle«!

Louise: Meins ist die »Banane«. Ach, nein, doch lieber die »Red Devils«. Das war das schnellste Boot.

Als ich das erste Mal vom Boot aus ins Wasser gefallen bin, dachte ich …

Isabel: Ach ja, na gut, gleich wird es kalt und matschig und ich habe keine Wechselsachen mit.

Louise: Nichts bleibt ewig trocken.

Wenn mir etwas aus dem Ruder läuft, dann …

Isabel: An Land fluche ich, gehe erstmal schlafen, warte ab und hoffe, dass es morgen wieder besser wird.

Louise: Auf dem Wasser: Takt finden, weiter kämpfen oder sich gemütlich auf den Steuerplatz setzen.

Mannschaft fertig machen zum Aussteigen. Mannschaft steigt aus!

Über Charlotte Albrecht

Erstellt: 05.08. 2015 | Bearbeitet: 05.08. 2015 10:19