Aug 2015 hastuPAUSE Heft Nr. 61 Rubrik 0

Perlhuhn

Hier kann man im Handumdrehen persönliche Schmuckunikate selber machen.

Perlhuhn_Doreen Blume

Foto: Doreen Blume

Seit März 2009 findet man in der Bernburger Straße in Halle das Perlhuhn. Ein Paradies, nicht nur für alle Selbermacher, sondern auch für alle Perlen- und Schmuckfreunde. Hier kann man aus einer Auswahl von Tausenden verschiedenen Perlen seine ganz persönlichen Schmuckstücke fertigen. Egal was das Herz begehrt: Ohrringe, Armbänder, Ketten, …

Viele, die das Perlhuhn voller Neugier und Tatendrang zum ersten Mal besuchen, sind so verblüfft von dem riesigen Sortiment, dass sie mindestens ein weiteres Mal wiederkommen müssen, um dann tatsächlich aktiv zu werden. Nicht nur die Optik der kleinen bunten Kugeln weist eine weite Bandbreite auf: von ganz schlichten Perlen über Buddha-Köpfe bis hin zu Obst- oder Tierimitaten. Auch die verwendeten Materialien sind sehr vielfältig und reichen von Glas und Keramik über Nuss, Metall, Horn und Kaschmir bis hin zu weniger bekannten Werkstoffen, wie Acryl, Resin, Fimo und Cloisonnés.

Hat man sich dann für ein paar Exemplare entschieden und auch eine kreative Idee entwickelt, besteht im hinteren Bereich des Ladens die Möglichkeit, diese direkt umzusetzen. Hier steht ein Tisch mit allen notwendigen Arbeitsmaterialien und -werkzeugen und einfachen schriftlichen Anleitungen bereit. Ergeben sich dennoch Unsicherheiten oder Fragen, steht natürlich auch das Personal, das sich zum Teil aus Kunststudenten zusammensetzt, gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Claudia Steuber, die Inhaberin des Perlhuhns, hatte die Idee für diese kreative Geschäftsform, welche ursprünglich als Feature gedacht war. Eigentlich sollte der Laden als Plattform dienen, um ihre in der Freizeit hergestellten Näharbeiten zum Verkauf anzubieten.

Deswegen findet man neben all den Perlen auch zahlreiche in Handarbeit hergestellte Textilien, wie Schürzen, Kirschkernkissen, unterschiedliche Arten von Taschen und seit Neuestem auch Open-Air-Kissen. Für alle Handwerker, die lieber selbst mit Nadel und Faden arbeiten, bietet das Perlhuhn aber auch Stoffe und eine beachtliche Auswahl an Knöpfen.

Alle, die nun Feuer gefangen haben, aber nicht alleine tätig werden wollen, können aufatmen: Die Lösung heißt Fädel­abende. In diesem Kurs, der jeden Montag 19.30 Uhr stattfindet, können erwachsene Bastelfreunde in Gruppen von vier bis acht Personen gemütlich bei Wein oder auch Sekt lernen, ihre eigenen einzigartigen Schmuckstücke zu fädeln. Auch für kleine Perlenliebhaber sind Kindergeburtstage buchbar.

Das Geschäft mit den beliebten Kullern scheint eine Marktlücke einer sehr großen und gemischten Kundschaft gefüllt zu haben. Denn wer denkt, dass man im Perlhuhn nur Kinder antrifft, der irrt. Hier sind alle Altersgruppen vertreten – Schüler, Studenten, Senioren – und neben der mittlerweile aufgebauten Stammkundschaft stolpern auch immer wieder Lauf kundschaft und Touristen in den Perlenladen. So verband Claudia Steuber das Lohnende mit dem Praktischen und ließ 2014 die zweite Filiale aus Naumburg in die Schmeerstraße nach Halle umziehen. Und hier noch eine Insider-Information:

Die Galerie neben dem Perlhuhn am Reileck befindet sich übrigens im Besitz ihres Mannes, und gemeinsam betreiben sie die benachbarte Gaststätte »Haus & Hof«.

Über Doreen Blume

Erstellt: 06.08. 2015 | Bearbeitet: 03.08. 2015 12:24