Mai 2015 hastuUNI 0

Löwenrunde

Am 20. Mai 2015 lud der Stura anlässlich der Hochschulwahlen am 27. Mai in die Aula des Löwengebäudes zur sog. »Löwenrunde«. Bei dieser Wahlinformationsveranstaltung ging es darum, den anwesenden Studierenden Informationen zu den verschiedenen studentischen Organen und Ämtern zu geben.

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Fotos: Daniel Möbus

Um 18 Uhr ging es los, als erstes stellten ehemalige Abgeordnete die einzelnen Hochschulgremien vor und erklärten, welche Aufgaben sie haben.

Der Senat ist die höchste Instanz der Uni, in dem neben Professoren und Angestellten auch Studenten sitzen. Hier wird alles, was an der Uni geschieht, Personaleinstellungen, Verabschiedung der Prüfungsordnung und des Haushaltsplans, nochmal abgesegnet. Unter dem Senat befindet sich der Fakultätsrat. Dieser besteht allerdings überwiegend aus Professoren und Angestellten, sodass hier zwar studentische Vertreter Mitspracherecht haben, jedoch hauptsächlich Belange besprochen werden, die die höhere Ebene betreffen.

Neben den Uni-Gremien gibt es die Gremien der Studierendenschaft. Hier handelt es sich nun um die direkte Interessensvertretung der Studenten. Der Studierendenrat (Stura) bietet für alle eine kostenlose Rechtsberatung als auch Sozialberatung an. Bei Problemen mit Professoren, Mitstudenten oder Ämtern kann man sich jederzeit an die Vertreter wenden. Unter dem Stura befinden sich die Fachschaftsräte, die vor allem die Interessen des einzelnen, auf seinen jeweiligen Studiengang vertreten und mit fachspezifischen Problemen weiterhelfen.

Im Anschluss an die Vorstellung der einzelnen Gremien präsentierten sich dann die zur Wahl aufgestellten Hochschulgruppen und stellten den Anwesenden ihre Mitglieder und Programme vor. Dieses Jahr waren das insgesamt sechs verschiedene.

Norman Köhne, Johannes Mennicke, Maximilian Paleschke

D.C. Universe: (Von links nach rechts) Maximilian Paleschke, Johannes Menicke und Norman Köhne

Neu dabei ist die Gruppe »DC Universe«, wobei »DC« für »diversity changes« steht, gekommen. Ihre Mitglieder präsentieren sich als parteipolitisch unabhängige Gruppe und wollen so vor allem auch unparteiliche Interessensvertretung durchsetzen. Als ihnen wichtigen Punkt nannten die Mitglieder vor allem den Dialog mit den Studierenden, den sie durch komplett öffentliche Sitzungen fördern wollen.

Grüne Hochschulgruppe (von links nach rechts): Dennis Helmich und Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt

Grüne Hochschulgruppe (von links nach rechts):
Dennis Helmich und Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt

 

Als zweites stellte sich die Grüne Hochschulgruppe vor, die sich im Jahr 2003 gegründet hat. Wichtig sind den grünen Studenten die zentralen Punkte des familienfreundlichen Studiums sowie die Gleichstellung und die vermehrte Inklusion von internationalen Studierenden.

 

 

Jonas Ganther

Jusos: Jonas Ganter

Danach kamen die Jusos an die Reihe. Diese Gruppe ist Teil der Jugendorganisation der SPD. Wichtig ist den Jusos vor allem ihr Engagement in allen zentralen Unigremien, ein solidarisches Miteinander und soziales Engagement. Die Hauptpunkte ihres Wahlprogrammes sind die Forderungen nach elternunabhängigem Bafög, Studium für Flüchtlinge und unbegrenzte Prüfungsversuche für Studenten.

Philipp Endlich

Liberale Hochschulgruppe: Philipp Edlich

 

An vierter Stelle kam die »LHG«, die liberale Hochschulgruppe. Zu den Forderungen gehörten hier vor allem mehr Online-Vorlesungen, dass die Ziviklausel nicht eingeführt wird und die Abschaffung des MDV-Volltickets, sowie mehr fremdsprachige Vorlesungen.

 

 

Die „Offene Linke Liste» schließlich stellte ihre Forderungen aus ihrem Wahlprogramm vor. Sie sind z.B. für die Zivilklausel, gegen Kürzungen an der Uni und wollen sich stärker gegen den Rassismus im Unialltag engagieren.

 

 

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Ring christlich demokratischer Studenten: Julian Rosenberger

Die letzte Gruppe, die bei den diesjährigen Hochschulwahlen ins Rennen geht, ist der „RCDS», der ein christlich-demokratisches Menschenbild vertritt. Sie sind für mehr Gleichberechtigung, gegen Extremismus in jeder Form, für einen verantwortungsvolleren Umgang mit studentischen Geldern, effizienteres Lernen mit verschiedenen Uni-Apps und mehr Asylbewerber als Gasthörern.

Im Anschluss an die Vorstellung der einzelnen Gruppen hatten alle Anwesenden die Chance, Fragen zu stellen, die von einem Gremium aus jeweils einem Vertreter der genannten Gruppen beantwortet wurden, oder aber auch direkt an eine Einzelperson gestellt werden konnten.

Danach klang der Abend gemütlich auf dem Jura-Innenhof beim Stura-Gebäude aus, und wer wollte, hatte noch einmal die Gelegenheit, mit den Kandidaten persönlich zu sprechen.

Da die Wahlbeteiligung in den letzten Jahren nahezu nichtig war, hoffen alle, dass sich daran dieses Jahr etwas ändert. Für jeden, der nicht zur Wahl geht (weil er nicht weiß, was er wählen soll), ist diese Veranstaltung, zumindest nächstes Jahr, sehr zu empfehlen.

Über Franziska.Lang

Erstellt: 25.05. 2015 | Bearbeitet: 17.06. 2016 12:26