Jan 2015 hastuPAUSE Nr. 58 0

Halles heimliche Einmaligkeiten

Ob alteingesessen oder neu zugezogen: Halle hält für jeden noch die eine oder andere Überraschung bereit. Eine kleine Orientierung für die eher unbekannten Juwelen der Stadt.

Illustration: Anne Walther

Illustration: Anne Walther

Advokatenweg

Altbau- und Villenviertel mit idyllischen Vorgärten. Für alle Hallenser und Hallunken, die das Paulusviertel schon besser kennen als ihre Westentasche, ist dies die ideale Gelegenheit ein neues schönes Fleckchen der Stadt kennenzulernen.

Burg Giebichenstein

Sie liegt malerisch am Ufer der Saale und wird nicht nur von den Studierenden der Hochschule für Kunst und Design besucht. Ein Abstecher in das burgeigene Freilichtmuseum, auf den Turm und in den Park ist ohne Zweifel empfehlenswert.

Eichendorff-Bank

Steigt man die Treppen gegenüber dem Kino Luchs hinauf, gelangt man an zu einem Kleinod der Stadt. Eine Bank und ein behauener Stein auf einer Lichtung mit einem fantastischen Ausblick auf die Burg Giebichenstein, der Joseph von Eichendorff das Gedicht »Bei Halle« gewidmet hat, nachdem der Dichter in Halle einen Teil seines Studiums absolvierte. Wer einmal fernab des Trubels die Seele baumeln lassen möchte, ist hier gut aufgehoben.

Eselsbrunnen

Der Brunnen mit dem Müllerburschen und seinem Esel ist nicht nur schön anzusehen, sondern stellt auch einen beliebten Startpunkt für Geocacher da, von dem aus sie mittels Koordinaten über mehrere Etappen einen in der Stadt versteckten »Schatz« (Cache) suchen.

Felsengarten

Ausstellung des Kunstvereins »Talstraße« mit versteckten und offensichtlichen Kunstwerken unter freiem Himmel. Neben den vielfältigen Exponaten lohnt sich ein Ausflug auch wegen des Ausblicks von der Anhöhe über dem Garten.

Gelbe Bojen

Hervorragender Ort, um nach einem anstrengenden Tag in der Uni ins kühle Nass zu springen. Diese Aktivität kann aber auch auf eine Zeit mit wärmeren Temperaturen verschoben werden, sollte es nicht den tiefen Wunsch geben, als Eiszapfen den aufkommenden Prüfungen entgehen zu können. Am 1. Mai findet hier beispielsweise das traditionelle »Anschwimmen« statt.

Gottesacker

Alles, was in Halle Rang und Namen hatte, ließ sich in den vergangenen 500 Jahren hier beisetzen. Der Stadtgottesacker besitzt eine ganz eigene Schönheit, und seine Atmosphäre macht ihn zu einem ruhigen Ort zum Nachdenken.

Kanufahren

Möchte man seinen Horizont vom täglichen Überqueren einer Saalebrücke erweitern, so bietet sich eine Kanutour an, um den Fluss mit seinen zahlreichen Inseln an einem sonnigen Tag zu erkunden.

Meckelsche Sammlungen

Das Heiligtum der altehrwürdigen Hallenser Anatomen und die größte Sammlung anatomischer Präparate in Deutschland. Wer sich an der Ästhetik solcher Ausstellungsstücke erfreut und sich für den Aufbau des menschlichen Körpers interessiert, wird ein Besuch des Kabinetts ans Herz gelegt.

Rabeninsel

Wer von der überlaufenen Peißnitz genug hat und trotzdem nicht auf seine Portion Frischluft verzichten möchte, sollte einen Abstecher auf die Rabeninsel wagen, denn das Naturschutzgebiet mit seinen alten Industriehallen und unberührter Natur bietet viel Abwechslung und eignet sich hervorragend zum Ausspannen im Grünen.

Robertinum

Das Archäologische Museum der Universität, das durch die Menge seiner Ausstellungsstücke und deren Inszenierung besticht. Ob Büste, Papyrus oder antiker Schmuck, für jeden ist etwas dabei, das bestaunt werden kann.

Über Christine Unsicker

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Erstellt: 30.01. 2015 | Bearbeitet: 30.01. 2015 23:43