Mrz 2015 Allgemein hastuPAUSE 0

Gruppenarbeit leicht gemacht

Eine kleine Auflistung hilfreicher Links für Planung, Organisation und Präsentation.

Ordnung ist das halbe Leben. Vor allem wenn es darum geht, den Überblick zu behalten, wenn viele Hände und Ideen im Spiel sind. Gruppen- und Projektarbeiten sollen den Teamgeist wecken und das Miteinander fördern. Viele Köpfe heißt viele kreative Ideen. Und eine angemessene Arbeitsaufteilung bedeutet bessere Kontrolle über einzelne Faktoren. Soweit die Theorie. Leider lässt oftmals das Wort Gruppenarbeit den gestressten Studenten zitternd zusammenzucken. Denn getreu dem Spruch, viele Köche verderben den Brei, kann auch die so hoch geschätzte Teamarbeit schnell nach hinten losgehen und im schlimmsten Fall im Gegeneinander statt im Miteinander enden. Dabei kann die anfängliche Motivation schon bei der Aufteilung des Themas, der Organisation von Treffen und des Brainstormings ins Wanken geraten.

Natürlich wissen sich Studenten via Social Networks à la Facebook und Co. miteinander zu verständigen und zu organisieren. Doch unser Freund und Helfer Internet hält noch viele weitere nützliche und unbekannte Websites bereit, die einem Projekt von der Planung zur Entstehung auf die Beine helfen.

Gruppenarbeit Illu-Anne

Illustration: Anne Walther

Am Anfang steht das Wort. Oder sehr viele. Durcheinander. Viele Mitglieder haben viele Ideen, die erst einmal zusammengeworfen und ausgewertet werden müssen. Das geht am besten mit der amerikanischen Website bubbl.us. Hier kann nach freier Vorgehensweise eine übersichtliche Mindmap erstellet, bearbeitet und geteilt werden. Nutzen kann man diesen Service kostenlos und ohne Anmeldung für 30 Tage.

Sind die ersten gedanklichen Fäden gesponnen, kann man mit der richtigen Arbeitsphase beginnen. Leider nur ist es oft sehr schwer, einen gemeinsamen Termin zu finden. Die sicherlich schon bekannte Seite doodle.com hilft, Termine festzulegen, an denen wirklich alle dabei sein können. Alternativ existiert der Webservice whichdateworks.com, welches nach kostenloser Anmeldungdie letzten Termine, Einladungen und Kontakte speichert.

Wenn die Terminkalender aber voll sind oder die virtuelle Absprache doch effektiver erscheint, kann die Kommunikation auch ganz online durchgeführt werden. Nicht jeder aus der Gruppe ist bei Facebook? Merkwürdig, aber kein Problem. Der Dienst imo.im widmet sich ausschließlich der Kommunikation via Chat, SMS, Telefon und Videochat. Es können Gruppen erstellt und Fotos und Videos geteilt werden. Diese kostenfreien Angebote können auch mobil via Smartphone und Tablet genutzt werden, ohne dass man Gefahr läuft, auf einer weiteren Social Network Site gefangen zu sein.

Die Phase der Einzelarbeit hat begonnen. Man verlässt den Computer nur noch, um dringende Bedürfnisse zu erfüllen. Aber plötzlich geht die geistige Schranke herunter, die Ideen gehen aus oder man hat sich vollkommen verrannt. Die Hilfe eines Gruppenmitgliedes wird benötigt. Und das bestenfalls, ohne die Wohnung verlassen zu müssen. Über Join.me kann ähnlich dem Teamviewer die Kontrolle des eigenen Bildschirms von einem anderen übernommen werden. Dabei muss man auch nicht nur stumm dem eigenen Mauszeiger zuschauen, wie er über den Bildschirm huscht, via Chats und Konferenztelefonaten können sich alle Gruppenmitglieder beraten. Der Dozent hat doch die meiste Ahnung? Einfach eine Einladung schicken und ihm den Screen weiterreichen. Die Vollversion dieses Dienstes gibt es auch hier kostenlos für 30 Tage.

Nicht zu vergessen ist natürlich auch die Recherchearbeit. Man arbeitet von zu Hause aus, benötigt aber doch hin und wieder Anregungen und Informationen? Folgenden Seiten stellen kostenfreie E-Books zum Download bereit. Auf gutenberg.org findet man hauptsächlich historische und belletristische Werke, http://openstaxcollege.org/students hingegen bietet eine große Sammlung an fakultätsbezogenen Textbüchern.

Es ist fast vollbracht. Alle Gruppenmitglieder haben gemeinsam gebrainstormt, es wurde recherchiert, getroffen, beraten und sortiert. Fehlt nur noch eine angemessene Darstellung der gewonnen Ergebnisse. Kein Problem mit folgenden kostenfreien und nützlichen Links. Der Webservice Google hält unbekanntermaßen neben seiner Such- und Mailfunktion auch viele Möglichkeiten bereit, Textdokumente, Tabellen, Formulare und Präsentationen zu online zu erstellen und zu teilen. http://www.google.de/intl/de/sheets/about/ präsentiert diese Funktionen in einer übersichtlichen Aufbereitung für Inhaber eines Google-Accounts. Die Features erinnern in ihrem Äußeren und der Handhabung stark an Word, Excel und PowerPoint. Vorschläge und Entwürfe können schnell und einfach an alle Mitglieder verteilt und von ihnen bearbeitet werden.

Wem die herkömmliche PowerPoint Präsentation allerdings zu lamgweilig erscheint, kann auf prezi.com lebhafte und interaktive Präsentation erstellen. Anstelle des statischen Folien-weiter-klickens, hat man bei Prezi die Möglichkeit, seiner Kreativität auf einer unendlichen weisen Fläche freien Lauf zu lassen und ähnlich einem Wanderweg den Verlauf der Präsentation nachzuvollziehen. Dieser Webservice ist für Studenten kostenlos und kann auch offline präsentiert werden.

Damit steht zumindest technisch einer erfolgreichen Gruppenarbeit nichts mehr im Wege.

 

Über Anne Walther

Erstellt: 02.03. 2015 | Bearbeitet: 26.05. 2015 00:21