Mai 2014 hastuPAUSE Nr. 53 0

Veganer Kaffeeklatsch

Immer mehr Studierende interessieren sich für eine vegetarische oder vegane Ernährung und eine entsprechende Lebensweise.

Foto: Christian Schoen

Foto: Christian Schoen

Vielen fällt es jedoch schwer, komplett auf tierische Produkte wie zum Beispiel Käse und manche Süßigkeiten zu verzichten. Um sich inspirieren oder überraschen zu lassen oder einfach nur zum Probieren, fand am Sonntag, den 9. März um 15 Uhr in der »Goldenen Rose« ein veganer Kaffeeklatsch statt. Organisiert wurde dieser von der Gruppe »Vegan in Halle«, einer Gruppe, die sich überwiegend aus Studierenden zusammensetzt und nicht nur diverse Essensveranstaltungen wie den »Veganen Kaffeeklatsch« oder den »Veganen Brunch« veranstaltet, sondern auch Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit für Tierrechte und die vegane Lebensweise leistet. Aufgrund der positiven Rezensionen des ersten »Veganen Kaffeeklatschs« Anfang 2012 wiederholte sich das Event am 9. März bereits zum 19. Mal und findet einmal im Monat statt. Speziell im Sommer finden auch Picknicks des Kaffeeklatsches statt.

Beim »Veganen Kaffeeklatsch« gibt es neben kalten und warmen Getränken viele Sorten an selbst gebackenen Kuchen, Keksen und manchmal auch Torten. Auf Spendenbasis kann man die ganzen Leckereien probieren. Gegen Abend gibt es meist noch einen Vortrag, der sich mit veganen Themen auseinandersetzt. An diesem Sonntag wurde über die Bestellgemeinschaft in Halle referiert; eine Gruppe die bei regionalen Anbietern gemeinsam Lebensmittel, meist in Bioqualität, bestellt.

Unter den zahlreichen Besuchern ist Lena, die zum zweiten Mal auf dem »Veganen Kaffeeklatsch« ist. Sie ist von einer Freundin auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht worden. Lena ist schon seit fast zehn Jahren aus ethischen Gründen Vegetarierin. Die Veranstaltungen, die sie von »Vegan in Halle« besucht hat, haben ihr gezeigt, dass es machbar ist, sich vegan zu ernähren und dass das auch noch lecker sein kann. Das neue Wissen von den Veranstaltungen über vegane Ernährung und ihr Wissen, über nicht gerechte Tierhaltung und über katastrophale Zustände in der Fleischindustrie, aber auch in der Milch- und Eierherstellung, haben Lena dazu gebracht das Selbstexperiment zu wagen sich einen Monat lang vegan zu ernähren.

Auf dem Kaffeeklatsch will sie »neue Ideen sammeln und sich neu inspirieren lassen«, da sie in den hiesigen Supermärkten »nur wenig vegane Süßigkeiten« findet.

»Bei meinem ersten Besuch beim ›Veganen Brunch‹ und auch später beim ›Veganen Kaffeeklatsch‹ wurde ich von der Vielfältigkeit an veganen Süßigkeiten positiv überrascht«. Auch gab es einen Vortrag von einer Ernährungswissenschaftlerin, die über vegane Ernährung referierte, welchen Lena als Anregung nutzte, eine Zeit lang die vegane Ernährung auszuprobieren.

Lena kann sich tatsächlich vorstellen ihr Experiment zu verlängern, allerdings muss sie vorher noch eine Hürde überwinden, da sie noch für ein paar Tage ins Ausland verreisen möchte und noch nicht weiß, ob es kompliziert wird, sich dort vegan zu ernähren. Sie will sich nicht durch zu extreme »Selbstkasteiung« den Urlaub verderben lassen. Deswegen wird sie sich noch im Internet bei einem »vegan guide« über die dort verfügbaren veganen Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten informieren, um so zu versuchen, sich auch im Urlaub an die vegane Ernährung zu halten.

Über Stefan Raguse

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Erstellt: 07.05. 2014 | Bearbeitet: 28.04. 2014 18:11