Apr 2014 hastuUNI 0

Schrille Töne für das Rektorat

Mit einem Flashmob protestierten viele Musikstudenten am Montag Nachmittag gegen die Kürzung ihres praktischen Unterrichts.

Jetzt erheben auch die Musikstudenten ihre Stimme: »Kein guter Ton ohne guten Lohn« sangen die Musiker am Montagnachmittag vor dem Rektorat auf dem Uniplatz. Trotz des kalten Regens waren gut 100 Studierende gekommen, um gegen die schlechten finanziellen Verhältnisse in ihrer musikalischen Ausbildung zu protestieren.

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Zu hören war ein »Kampfkanon mit Dissonanzen«.

Sie hatten Schilder und Instrumente mitgebracht, auch der Gesang durfte nicht fehlen. Dazu sangen die Studierenden mit voller Kraft »Kein guter Ton ohne guten Lohn« im Kanon. Die Klarinetten, Saxophone und ein Cello machten ordentlich dissonanten Krach.

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»Kein guter Ton ohne guten Lohn, kein guter Ton ohne guten Lohn. Ohne gute Löhne, gibt es schlechte Töne. Kein guter Ton ohne guten Lohn.«

 

 

Robert Lehmann (27) hatte bei dem Flashmob die Initiative ergriffen und dirigierte die einzelnen Stimmen, damit aus der musikalischen Idee und den mitgebrachten Liedzetteln ein Protestlied wurde. Der Lehramtsstudent für Musik und Religion findet es nicht tragbar, dass die Bezahlung der Dozenten so schlecht ist. »Ich weiß nicht, ob es so klug ist, an dieser Stelle zu sparen«, sagt er. »Es muss an der Uni auch eine gute musikalische Ausbildung geben.«

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Teilgenommen haben Musikwissenschaftler, Musikstudenten, Lehramt Musik, Kirchenmusiker, sowie Studenten aus anderen Fachrichtungen.

Der Anlass für den Flashmob waren die finanziellen Kürzungen des Rektorats. Dabei wurden die Verträge für die Lehrbeauftragten am Institut für Musik und am Fachbereich Musik bei der Grundschulpädagogik für das neue Semester nicht verlängert. Dadurch können jetzt viele Musikstudenten in diesem Semester beispielsweise keinen Klavierunterricht bekommen, obwohl dies ein notwendiger Teil ihres Studiums ist. Die Kürzungen betreffen die freiberuflichen Dozenten, die von der Uni ausschließlich für den Instrumentenunterricht angestellt werden.

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Fotos: Markus Kowalski

Große Euphorie setzte unter der Menschenmenge ein, als sich dieses musikalische Ungetüm in Bewegung setzte. Doch am Schluss verstreute sich die Menge wieder, eine Reaktion vonseiten des Rektorats gab es nicht.

 

Über Markus Kowalski

studiert Politikwissenschaften und Germanistik, hält aber wenig von den alltäglichen Politik-Nachrichten. Meistens ist er mit einem coffee-to-go auf dem Uniplatz anzutreffen.

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Erstellt: 14.04. 2014 | Bearbeitet: 07.05. 2014 17:10