Jun 2014 hastuPAUSE Nr. 55 0

Nicht bloß Seilspringen

Was als Kinderspiel begann, wurde zu einem eigenen Sport. Das Unisportzentrum der MLU bietet seit neuestem Rope Skipping an.

Foto: Christian Schoen

Foto: Christian Schoen

Wie anstrengend und geduldsfordernd das Studium sein kann, werden die meisten Studenten bestätigen können. Zum Glück bietet das Unisportzentrum eine riesige Auswahl an Möglichkeiten zum Abbau von Stress und zum seelischem Ausgleich. Sich bei dem Angebot entscheiden zu müssen, kann ziemlich schwer sein. Warum nicht Rope Skipping?

Was ist Rope skipping?

Wenn man die Leute fragt, was Rope skipping ist, kommen häufig fragende Blicke. Erklärt man, dass dies Seilspringen wörtlich übersetzt heißt, kennen es alle als Kinderspiel oder als Übung im Schulsport. Aber es ist mehr als das. Es ist unglaublich vielseitig mit unzähligen akrobatischen Elementen. Dabei kann man sowohl einzeln als auch in einer Gruppe zusammen springen, was die einzelnen Disziplinen Single, Double Dutch und Wheel darstellt. Obwohl dieser Sport eher unbekannt ist, existieren sowohl Einzel- als auch Mannschaftswettkämpfe.

Die Disziplinen

Beim Single hat der Springer ein Seil und kann die verschiedenen Tricks durchführen oder auf Schnelligkeit schlagen (Speed). Bei den Schnelligkeitsdisziplinen muss man innerhalb von 30 Sekunden bis zu mehreren Minuten so viele Sprünge wie möglich erzielen. Dabei wird lediglich das rechte Bein gezählt. Der Rekordhalter Daniel Stannard hat 2012 in 30 Sekunden 98 Sprünge erzielt, also 196 Seildurchschläge.

Beim Double Dutch werden zwei Seile durch gegenüberliegende Schwinger in Gegenrichtung geschlagen. In der Mitte können ein oder mehrere Springer unterschiedliche Tricks machen oder sogar mit einem Einzelseil springen.

Beim Wheel springen mehrere Sportler nebeneinander, indem sie den Griff ihres Seils an ihren Nachbarn weitergeben. Auch hier sind dann noch zusätzlich Tricks möglich, wie zum Beispiel Drehungen.

Training

Vom Unisport aus werden alle Disziplinen geübt. Dabei geht es natürlich um den Spaß an der Freude. Da die Gruppe erst seit dem Wintersemester 2012/2013 existiert, sind hauptsächlich Anfänger und einige Fortgeschrittene dabei. Die derzeitige Gruppenleiterin Christin Warkentin ist selbst Nachfolgerin von Judith Schork, die den Sport an der MLU eingeführt hat. Aber im nächsten Semester wird Larissa Launhardt den Kurs mit übernehmen, da Christin umzieht: »Es hat mir so großen Spaß gemacht, und ich wollte nicht, dass der Kurs nächstes Semester aufhört.«

Neben Sprungkraft, Ausdauer und Koordination werden Gruppendynamik, Kreativität und auch das Rhythmusgefühl gefördert. Selbsterdachte Choreographien können von allen mit konstruktiven Ideen erweitert und verbessert werden. Hierbei geht es auch vor allem ums Ausprobieren. Viele Sprünge werden zwar erlernt, jedoch können auch viele miteinander verknüpft werden, was die Vielfalt dieses Sports wieder erweitert.

Über Christoph Kastner

Erstellt: 30.06. 2014 | Bearbeitet: 28.06. 2014 21:46