Jun 2014 hastuUNI Nr. 55 0

Häkelkurse und Sprintmenüs

Der Geschäftsführer des Studentenwerkes Dr. Volkmar Thom erklärte nach der Festaktveranstaltung am 3. Juni, was die 60 Euro unseres Semesterbeitrages beinhalten und wie wir Studenten das Bio-Mensaessen annehmen.

Foto: Johanna Sommer

Foto: Johanna Sommer

Auf der Internetseite finden Studierende die wichtigsten Informationen, da »kann man alles nachlesen«, wie Thom meint. Dort steht folgendes: Das Studentenwerk bietet unter anderem Beratungen bei Geldsorgen an: Kann ich BAföG beziehen und nebenbei jobben gehen? Wie sieht das mit Kindergeld, Wohngeld oder dem Rundfunkbeitrag aus? Neben Kindertagesstätten werden auch eigene Wohnheime angeboten. Hier wird dafür gesorgt, dass die Mieten »kostendeckend sind«, sagte Thom. Das bedeutet, dass der Mietpreis immer gleich bleibt.

Und was bezahlen wir mit unseren 60 Euro davon? »90 Prozent des Semesterbeitrages gehen ins Essen und 10 Prozent in die Sozialberatung sowie in die Kultur«, erläuterte er.

Der Stura hat sich dafür eingesetzt, »dass das Essen weiterhin billig ist, sodass es auch Sprintmenüs für 1,50 Euro gibt.« Allerdings gebe es beim Bioessen »keine große Nachfrage.« Thom fügt hinzu: »In der Harzmensa gehen mittwochs nur 60 Essen weg.« Auch das Mensaangebot, vital zu essen, wird nicht als Dauerbrenner angenommen. Deshalb wurde für eine vegane Variante eine Gruppe aus einer Küchenkommission gegründet, bei der sich auch Studierende engagieren. Außerdem nimmt die Gruppe auch leckere Rezeptideen von Studenten an und schaut dann, ob diese für die Massenproduktion geeignet sind. Das Feedback der Studierenden sei sehr wichtig, nicht dass es sonst »keiner abkauft«.
Die Sozialberatung, wie auf der Internetseite steht, beinhaltet alle wichtigen Infos für die Erstsemester, Studierende mit Kind, sowie zur Kranken- und Unfallversicherung. Auch die Rechtsberatung, die psychosoziale Beratung und Studierende mit einer chronischen Krankheit oder einer Behinderung erhalten von dem Semesterbeitrag eine Unterstützung.

Aber warum zahlen wir mit unserem Beitrag an die Kultur der Stadt? Volkmar Thom klärt auf, dass es hierbei um die kulturelle Förderung des Studentenwerkes geht. »Es werden Lesungen, Tanzabende und Jazzabende veranstaltet.« Wobei dort das Essen und die Getränke der Mensa nicht inklusive sind. Aber die Studierenden könnten gerne die Räumlichkeiten nutzen. »Wir hatten auch schon Galerien, Vernissagen, Fotoausstellungen, wo wir auch gerne Bilder für unsere Räume erwerben.« Außerdem werden von den 10 Prozent aus unseren 60 Euro des Semesterbeitrages Kurse des Studentenwerkes bezahlt. »Gerade die Nähkurse ›Verflixt und zugenäht‹ und die Häkelkurse ›Häkel doch, was Du willst‹ sind sehr gut besucht.« Die Kochkurse, der Zeichen- oder Malereikurs würden ebenso gut angenommen werden. Obwohl die genannten und weiteren Kurse bereits unterstützt werden, kostet einer pro Semester 30 Euro.

Über Johanna Sommer

Sie ist direkt, ehrlich, neugierig, perfektionistisch, willensstark, satirisch, emotional, wissensdurstig und ab und zu verfällt sie in Panik. Trotzdem ist sie irgendwie Chefin der "hastuzeit" geworden. Aber viel wichtiger ist, das, wenn sie Artikel schreibt, schwillt ihr Herz zu einer großen Blase voller Freude an, fast genauso groß, wenn sie Snowboard fährt.

Erstellt: 27.06. 2014 | Bearbeitet: 26.06. 2014 22:02