Dez 2013 hastuUNI Nr. 51 0

Vollprogramm mit Abstrichen

Das Career Center der Universität darf aufatmen. Auch im neuen Jahr wird es als Bindeglied zwischen Studierenden, Unternehmen und Arbeitsmarkt vermitteln und beraten.

Lange war die Zukunft des Career Centers unklar, da ab Januar 2014 die finanzielle Förderung durch den Europäischen Sozialfonds ausläuft. Nun wird es im nächsten Jahr aber doch weitergehen, zwar mit nur einer unbefristeten und zwei befristeten Arbeitsstellen, jedoch sollen die Beratungsgebiete nicht eingeschränkt und weiterhin Seminare und Workshops organisiert werden. »Das breite Spektrum der sich daraus ergebenden Synergieeffekte der verschiedenen Dienstleistungen macht den Erfolg aus«, erklärt Tino Schlögl, Berater beim Career Center.

Ist gerne Berater: Tino Schlögl vom Career Center der MLU. Foto: Christian Schoen

Ist gerne Berater: Tino Schlögl vom Career Center der MLU.

Foto: Christian Schoen

Das Career Center, das 2008 gegründet wurde, berät Studierende aller Fakultäten zu Fragen der Berufsorientierung, bereitet sie auf den Berufseinstieg vor und stellt den direkten Kontakt zwischen Universität und Unternehmen her. Anhand von 40 verschiedenen Veranstaltungen pro Semester, wie Crashkursen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen oder Workshops zum Thema Projektmanagement, versucht das Career Center die Studierenden sowohl wissenschaftlich weiterzubilden als auch an Unternehmen zu vermitteln.

Außerdem bietet es die Möglichkeit, auf regionaler Ebene und darüber hinaus mit Firmen in Kontakt zu treten. Hierbei werden Vertreter von Unternehmen eingeladen, die verschiedene Berufseinstiegsmöglichkeiten in ihren Unternehmen vorstellen und das Gespräch mit den Studierenden suchen. In diesem Jahr hat das Career Center, auch über die zentrale Jobvermittlungsplattform www.top4job.uni-halle.de, bereits 11 500 Kontakte zwischen Unternehmen und Studierenden vermittelt.

Ein weiteres Angebot des Career Centers ist die Vermittlung von Praktika und Nebenjobs, welche entweder beim persönlichen Gespräch mit einem Berater der Einrichtung oder ganz einfach durch die Online-Suchmaschine ermittelt werden können.

Ab 2014 ist nun die Uni allein verantwortlich für die Finanzierung des Career Centers, da im nächsten Jahr eine neue Förderperiode beginnt und die Finanzierung von vornherein bis maximal 2013 begrenzt war. Zudem entscheidet das Land Sachsen-Anhalt über die Verteilung der Fördergelder und möchte mit dem Geld vor allem neue Projekte unterstützen. Bis 2011 erhielt die Institution eine Vollförderung durch den Fonds, in der zweiten Förderperiode steuerte auch die Uni einen Teil des Geldes bei.

Nicht den Kopf verlieren: es geht weiter. Foto: Konrad Dieterich

Nicht den Kopf verlieren: es geht weiter.

Foto: Konrad Dieterich

Die Reduktion des Beratungsservice des Career Centers wirkt sich auch auf die beliebten Veranstaltungen der Einrichtung aus. »Die Zahl der Veranstaltungen wird kleiner werden«, so Tino Schlögl. Allerdings hat die finanzielle Umstrukturierung keine Folgen für die Studierenden, da die Kurse weiterhin kostenlos bleiben. Das sei auch der besondere Charme dabei, denn es sollen alle Studenten teilnehmen können. »Auch diejenigen, die es etwas schwerer haben, wollen wir mit unseren Projekten erreichen«, berichtet Schlögl.

Eine besondere Beratung gibt es beim Career Center auch für sogenannte »Studienzweifler«, Studienabbrecher oder Studierende, die sich nicht sicher sind, ob sie ihr Studium abschließen können oder wollen. Hier berät das Career Center zusammen mit dem Hochschulteam der Agentur für Arbeit Halle die Studierenden, wie sie ihren beruflichen Werdegang fortsetzen können. »Ziel unserer Arbeit ist es nicht Ratschläge zu geben, sondern Optionen aufzuzeigen, welche anderen Wege es geben kann«, so Schlögl. Bereits 50 Studierende haben dieses Angebot seit 2012 in Anspruch genommen.

Als Berater freut sich Tino Schlögl zwei Bedürfnisse zueinander bringen zu dürfen, das Bedürfnis nach Fachkräften und das nach Arbeit. »Es ist ein unglaublich erfüllender Beruf«, sagt Schlögl. »Man kann neue Ideen verwirklichen und unkonventionelle Lösungen finden. Das ist der Vorteil an jungen Institutionen wie dem Career Center.«

Über Mirjam Hruby

Mirjam hat ihr ASQ bei der hastuzeit absolviert. Da ihr das Texten und Interviewen sehr viel Spaß macht, macht sie auch weiterhin bei der hastuzeit mit.

, , , ,

Erstellt: 04.12. 2013 | Bearbeitet: 17.03. 2014 18:05