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Ringvorlesung: Postwachstumsökonomie

Freitag, 21. Juni 2013, 18.00 Uhr, HS XXIII, Audimax, Uniplatz

Alternative Wirtschaftsordnung: Postwachstumsökonomie

Ringvorlesung Nachhaltigkeit, veranstaltet von SFI e.V.
Apl. Prof. Dr. Niko Paech, Volkswirt, Lehrstuhl für Produktion und Umwelt, Universität Oldenburg

Aus dem Veranstaltertext:

Der renommierte Ökonom Niko Paech von der Universität Oldenburg stellt die Grundlage unseres Wirtschaftssystems in Frage: das Wachstum. Während die einen beklagen, dass das Wachstum des nationalen Wohlstands, gemessen am Bruttoinlandsprodukt geringer ausfällt als erhofft, müssen wir uns Paech zufolge gänzlich vom Wachstumsglauben verabschieden. Nur so können wir nachhaltiges Wirtschaften ermöglichen und damit die Lebensgrundlage künftiger Generationen erhalten. Paech distanziert sich damit von Ökonomen, die ein „nachhaltiges», „grünes» Wachstum predigen. Das von ihm geforderte Umdenken sei alternativlos, da eine Entkopplung von wirtschaftlicher Wertschöpfung und ökologischen Schäden nicht möglich ist. Außerdem wird die starke Nachfrage nach begrenzten Ressourcen unbestreitbar zu deren Verknappung führen. Dem „Peak Oil» wird ein „Peak Everything» folgen und damit weiterem Wachstum zuvorkommen.

Wie also kann eine nachhaltige Form des Wirtschaftens aussehen? Hierzu wird der Begründer der Postwachstumsökonomie Prof. Niko Paech am 21.06. um 18:00 im Hörsaal XXIII des Audimax der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Rede und Antwort stehen.

Am 09.04.2013 startet eine Ringvorlesung der Studentischen Förderinitiative der Naturwissenschaften e.V. zum Thema Nachhaltigkeit. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Rat für Nachhaltige Entwicklung ausgezeichneten Projektes finden im kommenden Sommersemester zweiwöchentlich öffentliche Vorlesungen und Diskussionen statt. Begleitend dazu werden Studierende der Martin-Luther-Universität in Seminaren die vermittelten Inhalte aufbereiten, diskutieren und in Abschlussprojekten praxisnah umsetzen. Die Studentische Förderinitiative möchte damit ein vor allem in der natur­wissen­schaftlichen Hochschulbildung unterrepräsentiertes Thema ins Studium integrieren und auf die vieldiskutierten globalen Probleme vom Klimawandel bis zum Bevölkerungswachstum einen wissenschaftlich fundierten Blick ermöglichen.

Erstellt: 16.03. 2013 | Bearbeitet: 20.06. 2013 21:01