Jul 2013 hastuPAUSE Nr. 49 0

Kultur inspiriert

Kommentar zu den geplanten Kürzungen an Theatern und Orchestern des Landes

Foto: Christian Schoen

Viele werden sich bestimmt fragen, was Artikel wie dieser in einer Studierendenzeitschrift zu suchen haben. Haben doch die Sorgen und Nöte eines privaten Kunstbetriebes eigentlich nichts mit dem Studentenalltag zu tun, kann man ehemalige Schüler doch meistens mit Theater jagen.

Aber: Pustekuchen!

Zum einen fallen für jene, die später in der Kultur arbeiten wollen, Arbeitsplätze weg. Dann werden Möglichkeiten des eigenen Engagements, etwa in Amateurtheatergruppen, eingeschränkt. Viele dieser Gruppen werden von professionellen Schauspielern geleitet, die dies aus ehrenamtlichem Engagement bestreiten. Daher sind auch sie auf staatliche Unterstützung angewiesen, denn allein aus privaten Mitteln zu schöpfen ist eine unsichere Angelegenheit.

Nicht zuletzt aber geht mit der Kultur ein wichtiger Teil des studentischen Lebens von dannen. Viele Studenten besuchen Theatervorstellungen, Konzerte und Kabaretts – vielleicht nicht einmal nur aus Unterhaltungsgründen, sondern weil sie hier einen Teil ihrer Identität finden. Kultur und Kunst haben die Kraft, zu inspirieren, zu reflektieren und gefangenzunehmen. Wer einmal einen richtig guten Film gesehen oder ein großartiges Buch gelesen hat, kann es hiermit vergleichen. Ähnlich wie ein Auslandssemester kann ein Theaterstück oder allein die Arbeit daran einen Menschen verändern und ganz andere Seiten an ihm zum Vorschein bringen.

Diese Kraft sollte für jeden erhalten bleiben – in Halle ebenso wie in ganz Sachsen-Anhalt.

Über Martin Wohlgefahrt

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Erstellt: 22.07. 2013 | Bearbeitet: 17.07. 2013 22:35