Dez 2013 hastuUNI Nr. 51 0

Hoffnungszeichen am Martinstag

Kommentar zum »Laternenumzug« am 11. November

Foto: gynti_46 (Flickr, CC BY-NC-SA 2.0; Link unter dem Artikel)

Foto: gynti_46 (Flickr, CC BY-NC-SA 2.0; Link unter dem Artikel)

Vor dem Bauernfasching im Studentenclub der Agrarwissenschaftler und dem Medifasching der Mediziner im Volkspark wurde, zahlenmäßig breit von Studierenden unterstützt, dann also doch noch ein hoffnungsvolles Zeichen gesetzt. Zu dem zeitlich relativ knapp organisierten Protestzug kamen über 2000 Hallenser und Sachsen-Anhalter aus Bildung, Kultur und Erziehung zusammen, um gemeinsam zu zeigen, dass die Pläne der Landesregierung auch nach einer Sommerpause nicht vergessen sind.

Trotz frostiger Temperaturen wärmten sich also viele Studenten an den zahlreich mitgebrachten Laternen. Es stimmt hoffnungsvoll für die weiteren Entwicklungen, dass der Wille und die Wut offenbar nicht nachlassen. Man kann nur hoffen, dass auch in Magdeburg dieser Protest gehört wurde. Überhaupt war es eine rundum gelungene Veranstaltung. Eine nicht zu lange und doch an wichtigen Knotenpunkten vorbeigehende Route, ein kurzes, nicht durch allzu viele lange Reden unnötig gestrecktes Zusammenkommen auf dem Marktplatz, garniert mit anschließender symbolhafter Lichtlöschung.

Richtig freuen mag man sich angesichts von durchgesickerten Papieren, die der Uni-Klinik eine harte Entschlackung verordnen, oder in den Raum gestellten 113 abzubauenden Arbeitsstellen im Kulturbetrieb dann aber doch nicht. Das ist hart und zumindest letzteres auch grundfalsch. Doch man muss zugeben, beides ist bereits harmloser als ursprünglich angekündigt.

Nun muss es weitergehen. Da gibt es ja diesen schönen Satz: »Es ist besser, ein kleines Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu schimpfen.« Halle hat dies am 11. November getan. Das sollte uns Mut machen, weiter Einsatz, Willen und Empörung zu zeigen.

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Über Tobias Hoffmann

Tobias Hoffmann
Tobias Hoffmann vermisste während seines Biochemiestudiums das Schreiben und Formulieren. Seit Anfang 2013 füllt er diese Leere durch Mitarbeit bei der hastuzeit.

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Erstellt: 06.12. 2013 | Bearbeitet: 27.05. 2014 20:46