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Film/Diskussion: Mama Coca

Mo, 8. April 2013, 20.00 Uhr, Luchs Kino am Zoo, Seebener Straße 172, Straßenbahn: Emil-Eichhorn-Straße

Mama Coca (D 2012)

Filmreihe Globale in Halle

Aus dem Veranstaltertext:

Die Macht der Drogenbarone

Debatte über Legalisierung von Drogen im Luchs. Kino am Zoo
Halle (Saale), 15.03.2013: Was hat eine Droge wie Kokain mit Indigenen in Kolumbien zu tun? Wer spielt mit beim Geschäft mit den Drogen? Diese Fragen stellt die Regisseurin Suzan Sekerci in ihrem Film „Mama Coca», den der Solidaridad e.V. und mohio am 8. April um 20 Uhr im Luchs. Kino am Zoo zeigen.

Im Film geht es um die Coca-Pflanze, die in vielen Ländern Südamerikas massenhaft angebaut wird. Das aus den Cocablättern gewonnene Kokain ist der Grund für einen andauernden Krieg mit zahllosen Toten. Der Film geht dorthin, wo der Konflikt um den grünen Strauch und das weiße Pulver am blutigsten tobt – nach Kolumbien. Er zeigt Bauern, Paramilitärs, Guerilleros und Dealer und beschreibt eindrücklich, wie ein Land vom Drogenkrieg dominiert wurde und wird, während das Rauschmittel anderswo als Partykick dient. Für die Yanacuna-Indianer in San Agustín ist Coca ein essentieller Teil ihrer Naturreligion. Ein Anbauverbot wäre für sie gleichbedeutend mit dem Verlust ihrer Spiritualität. Der Film zeigt das sinnlose Leid von Menschen in Staaten auf der anderen Seite des Globus und stellt die Frage, ob das Verbot von Drogen eine vertretbare Maßnahme zur Bekämpfung von Abhängigkeit ist.

Zur Diskussion nach dem Film ist die Regisseurin Susan Sekerci eingeladen. Mitglieder des Solidaridad e.V. begleiten die Diskussion und den Filmabend.

Erstellt: 16.03. 2013 | Bearbeitet: 16.03. 2013 12:32