Apr 2011 Termine 0

Vortrag: Konflikte in Ruanda

Donnerstag, 30. Juni, 19.30 Uhr, Goldene Rose, Rannische Straße 19
Haltestelle: Franckesche Stiftungen

Leben nach dem Genozid – Alte und neue Konflikte in Ruanda

Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Engagiert für Frieden und Entwicklung« des Friedenskreises Halle e.V. und der (grün-nahen) Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt

Aus dem Veranstaltertext:

Steigendes Wirtschaftswachstum, Korruptionsbekämpfung und die ju­ris­ti­sche Auf­ar­bei­tung des Ge­no­zids von 1994 machen Ru­an­da – trotz star­ker Ar­mut – zu ei­nem der auf­stre­ben­den Län­der Af­ri­kas. Die Be­völ­ke­rung par­ti­zi­piert je­doch kaum am Fort­schritt, kämpft mit den Fol­gen mas­si­ver Ge­walt und muss unter ei­nem re­strik­ti­ven Staats­sys­tem häu­fig ei­ge­ne We­ge fin­den, um mit al­ten »Wun­den« und neu auf­bre­chen­den Kon­flik­ten um­zu­ge­hen. Wel­che Mög­lich­kei­ten zur Be­wäl­ti­gung jahr­zehn­te­lang er­leb­ter Ge­walt ha­ben die Men­schen in Ru­an­da? Wer ist da­bei Op­fer und wer Tä­ter? Wel­chen Spiel­raum gibt es für lo­ka­le wie in­ter­na­tio­na­le Ak­teu­re, die­sen Pro­zess zu be­gleiten?
Die Referentin Heide Rieder wid­met sich die­sen Fra­gen und gibt einen Ein­blick in die Le­bens­re­a­li­tät der Men­schen vor Ort. Die kli­ni­sche Psy­cho­lo­gin war als zi­vi­le Frie­dens­fach­kraft des DED in Ru­an­da mit lo­ka­len NGOs tä­tig. Sie hat dort v.a. mit Op­fern se­xu­el­ler Ge­walt und in der Wei­ter­bil­dung lo­ka­ler Trau­ma-Be­ra­ter­In­nen ge­ar­bei­tet. Seit 2010 ist sie wie­der in Ru­an­da aktiv.

Erstellt: 01.04. 2011 | Bearbeitet: 01.04. 2011 22:25