Mai 2011 Termine 0

Rüstungsforschung an Hochschulen

Donnerstag, 12. Mai, 18.00 Uhr, Melanchthonianum, HS E, Universitätsplatz 8/9

Rüstungsforschung an Hochschulen und Zivilklausel

Reiner Braun, International Association Of Lawyers Against Nuclear Arms

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Hochschule – Politik – Gesellschaft» der GEW Hochschulgruppe an der Martin-Luther-Universität
und der SDS.DieLinke – Linksalternative Hochschulgruppe MLU Halle

Aus dem Veranstaltertext:

Während wir jedes Jahr von der Unterfinanzierung der Hochschulen sprechen und diese auch selbst erfahren, vergeben das Bundesverteidigungsministerium, Rüstungsunternehmen und Pharmakonzerne Forschungsgelder an zivile Hochschulinstitutionen. Auf dem Gebiet der »zivil-militärischen Zusammenarbeit« dienen jene Drittmittel zur Erforschung von Drohnen, biochemischen Kampfstoffen oder zur Legitimation von »Interventionskulturen«. Diese Prozesse geschehen zumeist unbehelligt von einer kritischen Öffentlichkeit und negieren den auf ziviler bzw. friedlicher Forschung liegenden Anspruch von WissenschaftlerInnen.

Der Workshop wird im ersten Schritt einen Überblick zu armee- und rüstungsrelevanter Forschung an den bundesdeutschen Hochschulen geben, um darauf aufbauend gemeinsame Kriterien zu entwickeln, wie Rüstungsforschung an den Hochschulen als solche erkannt und sichtbar gemacht werden kann. Anschließend werden Alternativen zur Rüstungsforschung besprochen, die in der gemeinsamen Erarbeitung einer Zivilklausel für die MLU Halle gipfeln können.

ad personam: Reiner Braun studierte Germanistik und Geschichte sowie Journalismus. Seit 1982 ist er in der Friedensbewegung und in anderen sozialen Bewegungen engagiert. Er ist Geschäftsführer der deutschen Sektion der „International Association Of Lawyers Against Nuclear Arms» (IALANA), der „Vereinigung Deutscher WissenschaftlerInnen» (VDW) und Programmdirektor bei „International Network of Engineers and Scientists for Global Responsibility» (INES).

Erstellt: 07.05. 2011 | Bearbeitet: 07.05. 2011 02:26