Feb 2011 hastuUNI Nr. 35 3

Kulturelle Hochschullandschaft

Um Halle als Studienstandort noch attraktiver zu gestalten, gibt es eine Umfrage des Studentenwerks zum kulturellen Angebot.

© Molly Steenson (Creative Commons)

© Molly Steenson (Creative Commons)

KunstInBetrieb, das Shortmoves Kurzfilmfestival, die Erstsemesterparty des StuRa – dies sind nur drei von vielen Veranstaltungen, die jedes Jahr im Kalender eines interessierten Studenten stehen. Damit solche Projekte regelmäßig stattfinden können, bedarf es einer finanziellen Zuwendung, die die Studenten dahinter mit ihren Ideen unterstützt. »Wir stehen den Engagierten dabei mit finanzieller Unterstützung und unserer Beratung gerne zur Seite«, sagt Dr. Volkmar Thom, Geschäftsführer und Ansprechpartner für die kulturelle Förderung. Seit dem 1. Januar 2010 gibt es neue Richtlinien zur Förderung des Studentenwerks »Bisher war die gemeinnützige Förderung zu einseitig. Wir wollen ab sofort nicht mehr nur als Geldgeber agieren, sondern verstärkt selbst bei der Gestaltung und Umsetzung kultureller Programme mitwirken.«

Jeder ist gefragt

Um dabei die Interessen aller Studierenden zu berücksichtigen, kann jeder an einer Umfrage im Internet teilnehmen. Man hat die Wahl, das geplante Kursangebot und das bestehende Serviceangebot nach persönlicher Präferenz zu bewerten. »Eine Befragung dieser Art findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt und ist für die kommenden Semester ebenfalls geplant«, so Thom.

Im Sommersemester werden die Ergebnisse in entsprechenden Programmen in die Tat umgesetzt. »Momentan liegt ein Kochkurs weit vorn. Dieser wird also sehr wahrscheinlich ab April in den großen Mensen stattfinden.« Auch ein Zeichen- und ein Keramikkurs sind besonders beliebt. Da das Studentenwerk keine eigenen geeigneten Räumlichkeiten hat, ist eine Kooperation mit der Burg vorgesehen. Dort hat man nicht nur den Raum und das entsprechende Material, sondern auch professionelle Unterstützung vor Ort.

»Natürlich sollen auch eigene und bereits bestehende Projekte der Studenten weiterhin gefördert werden«, betont Thom, »so zum Beispiel die Jahresausstellung des Photoclubs Conspectus in der Harz-Mensa oder die alljährliche Erstsemesterparty.«

Die Kultur im Mittelpunkt

Um eine Förderung zu erhalten, muss ein Antrag auf kulturelle Förderung eingereicht werden. Was und wer dann finanziell unterstützt wird, hängt von den Richtlinien für studentische Projekte ab. Diese sind zum ersten Januar letzten Jahres erneuert wurden und regeln die Verteilung nun strenger.

»Die Vergabe der Mittel zur kulturellen Förderung soll so transparent wie möglich gestaltet werden. Alle Anträge und Projekte sollen vom Grunde her gleich behandelt und entschieden werden«, so der Geschäftsführer. Seitdem werden bestimmte Leistungen von der Förderung ausgeschlossen. Programme, die zur fachlichen Ausbildung beitragen oder politische Ziele verfolgen, werden nicht unterstützt.

Für manche Clubs wie den Photoclub Conspectus bedeutet dies eine Umstellung, da Tätigkeiten wie der Vorstandsvorsitz und die Mitgliederverwaltung nicht mehr gefördert werden, sondern nur noch die künstlerisch-technische Anleitung und Veranstaltungen wie die Jahresausstellung.

Allgemein erfolgt die Förderung für alle Projekte aus den Semesterbeiträgen und wird nach dem Solidaritätsprinzip vergeben, soll also allen zu Gute kommen.

Thom verdeutlicht: »Die Resonanz unter den Studenten ist bisher sehr gut. Wir würden uns aber freuen, wenn noch mehr Anträge bei uns eingehen. Trotz des neuen zeitaufwendigen Studiensystems gibt es noch viele engagierte Studenten, deren kulturellen Aktivitäten wir fördern wollen.«

Über Julia Kloschkewitz

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Erstellt: 22.02. 2011 | Bearbeitet: 22.02. 2011 19:20