Mai 2011 hastuPAUSE Nr. 36 0

Eine poetische Idee modisch umsetzen

Mit ihrer Kollektion »Wonder Wheels« gewann die Burgstudentin Magdalena Stark den European Design Award.

Bunte Farben, verrückte Formen, Bilder, die daraus entstehen. Nicht nur auf Gemälden findet sich Platz dafür, sondern auch in den angewandten Künsten. An der Burg Giebichenstein Kunsthochschule findet diese Form der Gestaltung unter anderem Platz im Studiengang Modedesign. Eine Studentin dieses Bereichs ist Magdalena Stark.

»Zunächst habe ich Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar studiert, doch dann habe ich mich für Modedesign in Halle beworben. Hierbei kann ich meine Kreativität einfach besser ausleben«, erzählt sie. Mittlerweile studiert sie im Masterstudiengang Conceptual Fashion Design. Mit ihrer Bachelorarbeit, die sie bereits im letzten Jahr abgeschlossen hat, hat sie in diesem Jahr den European Design Award in Apolda gewonnen. »Für den Wettbewerb werden 16 Hochschulen europaweit angeschrieben, jeweils ihre zwei besten Absolventen als Bewerber zu entsenden. In diesem Jahr fiel die Wahl auf meine Kommilitonin Sophia Hergert und mich.« Magdalena wusste zwar, dass die Professoren ihre Arbeit schätzten, jedoch nicht, dass sie zum Award geschickt würde. »Da wir alle gut sind, würde ich auch nicht sagen, dass Sophia und ich die besten sind. Aber man möchte eben ein möglichst breites Spektrum präsentieren.« Die Jury konnte sie mit ihrer Arbeit überzeugen und gewann den Preis für ihre Kollektion »Wonder Wheels«.

Die Inspirationen für diese hat sie aus ihren praktischen Erfahrungen während eines Praktikums in Schweden bei H&M bezogen. »Während meiner Arbeit dort hatte ich meinen ersten Kontakt zur Business-Welt. Das war sehr aufregend und verwirrend, wenn man als naiver Student aus seinem Studium in diese Welt kommt«, erinnert sich Magdalena. Diese Verwirrung aus Kunst und Kommerziellen, das Durcheinander, hat sie an die Atmosphäre eines Rummels erinnert. Alles dreht sich, ist laut und grell. Dieses Bild wollte sie in ihrer Kollektion rüberbringen.

Das Studium an der Burg hat Magdalena die richtigen Voraussetzungen geboten, ihre Ideen umzusetzen. Der künstlerische Aspekt steht hier immer Vordergrund. »Die Professoren legen sehr viel Wert darauf, dass sich die Studenten individuell voneinander entwickeln, ihren eigenen Stil finden und nicht nur Trends kopieren.«

Fotos: Christoph Knoth

Über Julia Kloschkewitz

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Erstellt: 16.05. 2011 | Bearbeitet: 18.05. 2011 14:59