Vollversammlungen an der Phil. Fak II (Round-Up)
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Vollversammlung Slavistik: Russische Sprachpraxis war wichtigstes Thema
Nahezu alle Lehrbeauftragten und Professoren des Seminar für Slavistik und rund 20 Studenten kamen am 28. Januar zur Vollversammlung, um die Probleme im Institut zu diskutieren. Frau Prof. Richter betitelte die Zusammenkunft als »notwendige Zwischenbilanz über die neu eingeführten Studiengänge im Interesse aller Seiten«. Als Ziel wird angestrebt, bereits bis zum kommenden Wintersemester Veränderungen zu bewirken.
Im Grunde ging es aber vor allem um ein Thema: die Probleme bezüglich der russischen Sprachpraxis. Zum einen beklagten die Studenten, dass die Niveaus innerhalb der Kurse zu verschieden seien. Daraus resultiere für viele eine Überforderung, die zu Frustration führe. Ein weiteres Problem betrifft speziell die Studenten der Interkulturellen Europa- und Amerikastudien (IKEAS): Durch die Umstrukturierung im Jahr 2008 wurde die Regelstudienzeit auf generell drei Jahre verkürzt. Davor wurde den Studenten pro neu zu erlernender Sprache ein zusätzliches Semester zuerkannt. Heute muss in drei Jahren das gleiche Sprachniveau erreicht werden wie zuvor in vier Jahren. Diese wäre laut der anwesenden Studenten nicht möglich.
Verschiedene Lösungsansätze wurden diskutiert. Und bald schien die einzige logische Konsequenz der Problematik zu sein, dass entweder nur noch Studenten mit Vorkenntnissen das Studium beginnen könnten oder Russlandstudien im Rahmen des IKEAS-Studiengangs nur noch als Nebenfach gewählt werden könne.
Eine Studentin brachte daraufhin den Vorschlag, man könne einen vierwöchigen Intensivrussischkurs vor Studienbeginn anbieten, welcher Voraussetzung für die Immatrikulation darstellen sollte und die Studenten bereits im Vorfeld auf entsprechendes Niveau bringe. Ein weiterer Vorschlag war das Anbieten von Tutorien, die unter anderem durch russische Studierende durchgeführt werden könnten. Auch wenn derzeit die finanzielle Lage des Instituts eine Bezahlung der Tutoren nicht ermögliche, stieß der Vorschlag auch seitens der Lehrenden auf Zustimmung.
Nach etwa eineinhalb Stunden wurde die angeregte Diskussion abgebrochen. Beendet sei sie deswegen aber nicht: Die Lehrenden versicherten, die Probleme erkannt zu haben und nach entsprechenden Lösungen zu suchen.
Über Tom Leonhardt
Erstellt: 26.01. 2010 | Bearbeitet: 20.04. 2010 19:24
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