Okt 2010 hastuPAUSE Nr. 34 0

Survival of the poorest

Trotz BAföG-Erhöhung erinnern die Geldbestände der meisten Studenten an die schönen, weiten, aber leeren Steppen der brandenburgischen Einöde. Da den Studenten mit der Einführung der modularisierten Studiengänge endgültig die Fähigkeit zum selbstständigen Denken genommen wurde, sahen wir uns gezwungen, alle studentischen Möglichkeiten, an Geld zu kommen, alphabetisch zu ordnen und den Massen zugänglich zu machen.

G

Gameboy aus dem Schrank kramen und Kinder in der Straßenbahn zum Spiel um deren Taschengeld herausfordern

H

Hosentaschen des Mitbewohners mit Löchern versehen und das herausgefallene Geld im Flur auflesen.

I

Sich beim nächsten IKEA-Einkauf mit gratis Bleistiften für das neue Semester eindecken. Teure Schreibutensilien von Faber-Castell und Co. sind so nicht mehr nötig.

J

Jungen Erstsemestlern eine Stadtführung anbieten und sich neben der Bezahlung zum Kaffee/Bier einladen lassen.

K

Klappstühle vor Seminaren und Vorlesungen der Politikwissenschaften, Psychologie, BWL und ähnlich überfüllter Studiengänge vermieten.

L

Lustige Taschenbücher aus dem Speicher herauskramen und bei Ebay an fanatische Sammler verticken.

Fortsetzung folgt. Hast auch Du einen unerhörten Gedanken, wie Deine Kommilitonen finanziell über die Runden kommen können? Dann schick ihn bitte an uns, vielleicht findet er sich im nächsten Heft wieder: redaktion@hastuzeit.de

Über Sabine Paschke

Erstellt: 20.10. 2010 | Bearbeitet: 20.10. 2010 10:22