Jan 2010 hastuPAUSE Nr. 31 0

Learning by doing?

Wohnung aufräumen und Steuererklärung machen sind die ersten Symptome dafür, dass wir alle an Lernfieber erkranken. Neben der Zweckfreundschaft zum Kaffee hat hastuzeit für Euch Tipps und Tricks zusammen getragen, wie Ihr diesen unangenehmen Zustand überstehen könnt!

Drogen, die uns die Natur gab

Bis jetzt noch keinen Bock gehabt, Walnüsse, Mandeln und Co. zu knacken? Na dann wird’s Zeit! Die kleinen Dinger wirken Wunder! Sie sind ein optimaler Energiestoß für Körper, Seele und Geist.

Abgesehen davon, dass sie uns mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen versorgen und uns so beim konzentrierten Arbeiten unterstützen, helfen sie einem allerdings nicht, den Winterspeck los zu werden, denn 100 Gramm Nüsse versorgen uns mit stattlichen 700 Kalorien, was ca. einem Drittel des Tagesbedarfs entspricht …

Drogen, die uns die Wissenschaft gab

Ritalin und Modafinil sollten eigentlich Menschen mit ADHS ruhig stellen bzw. Narkoleptiker wach halten. Doch das Konsumieren des so genannten »Vitamin R« oder anderer Brain-Booster schwirrt nicht mehr nur in den Köpfen von Studenten herum. Denn sie wirken bei gesunden Menschen aufputschend. Dauerkonzentration von mehreren Stunden ist keine Seltenheit. Diese Medikamente stehen unter dem Betäubungsmittelgesetz und sind somit rezeptpflichtig.

Es gibt weder Langzeitstudien noch Antworten auf Fragen wie: »Sollten Nutzer dieser Form von Gehirn-Doping zu Prüfungen wirklich zugelassen werden?« Verlust von sozialer Kompetenz und Schlaflosigkeit sind nur einige der bekannten Nebenwirkungen. Wer also nichts mehr von seiner Umwelt mitkriegen will und auch keine Entscheidungen mehr treffen möchte, kann sich dann ganz allein über seine guten Noten freuen.

Den Stoff im Ohr

Dir bereitet Stoff zum Auswendiglernen schlaflose Nächte? Oder Du bist es leid, alles ständig wiederholen zu müssen? Dann guck doch mal, ob auch Dein Computer über ein Programm zur Sprachaufzeichnung verfügt.

Nimm das ungeliebte Thema oder die Vokabeln langsam und deutlich auf und hör sie Dir dann einfach über deinen MP3-Player an. Damit wäre dann auch der Weg zur Uni sinnvoll genutzt.

Hilft alles nichts?

Hier ein etwas radikaler Tipp von uns: Mach dich wütend! Klingt komisch? Wirkt aber! Häng Dir handgeschriebene Zettel über Deinen Arbeitsplatz mit fiesen Sprüchen, wie »Durchschnitt ist grad gut genug für Dich!«, »Also für Dich seh ich kein Licht am Ende des Tunnels!« oder »Gib doch bitte endlich auf!«

Lies sie Dir gut durch. Und? Merkst Du, wie in Dir die Wut hochkocht? Nutze dies, denn diese Wut ist ein hervorragender Antrieb, um zu lernen!

Keep cool!

Egal, wie viel Du lernst. Egal, worauf Du alles verzichten musst. Es kann trotzdem mal passieren, dass Du einen Misserfolg erlebst. Auch das gehört dazu … Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken oder in die Tequila-Flasche zu hängen, geh nach angemessener Trauerzeit auf Fehlersuche, und nutze das Verpatzte als Chance, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Es klingt abgedroschen, aber ebenfalls gilt: Was Du heute kannst besorgen … nee, verschieb es nicht auf morgen! Prioritäten setzen kann genauso schwer sein wie das Finden von Motivation und Ehrgeiz.

Illustrationen: Mia Ewald

Über Friederike Stange

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Erstellt: 21.01. 2010 | Bearbeitet: 22.01. 2010 09:58