Mai 2010 Pinnwand 8

Update: Ergebnisse von der Hochschulwahl

Wahlbeteiligung deutlich gesunken

Die vorläufigen Wahlergebnisse für den Studierendenrat und die Fachschaftsräte stehen fest und wurden online auf www.hochschulwahl.info veröffentlicht. Die Beteiligung an den Wahlen zum Studierendenrat ist im Vergleich zu 2009 um beinahe drei Prozentpunkte auf 16,38 Prozent gesunken. Zu dieser Wahl haben sich aus 7 von 17 Fachschaften, darunter auch große Fachschaften wie Medizin, Neuphilologien und Erziehungswissenschaften, keine Kandidaten um einen Sitz im Studierendenrat beworben.

Update: Nun liegen auch vorläufige Ergebnisse für die Senatswahl vor. Demnach sind unsere zukünftigen studentischen Senatoren:

  • Nomayy Oweidi (Medizin, Grüne Hochschulgruppe)
  • Daniel Müller (Medizin, Nasenbär 2010)
  • Dorit Bennmann (Nat. Fak. I, Nasenbär 2010)
  • Justus Kormann (Medizin, Sozialdemokratische Hochschulgruppe)

Über Konrad Dieterich

Erstellt: 20.05. 2010 | Bearbeitet: 13.01. 2011 13:15

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8 Kommentare

  1. Thomas sagt:

    Und wie es aussieht ist nur ein RCDS’ler für den Stura (über PhilFak I) und überhaupt für einen Posten gewählt worden, sry aber Schadenfreude muss sein :D Übrigens sollte mensch dieses unsinnige Listenwahlrecht endlich mal abschaffen.

    Ansonsten vielleicht noch erwähnenswert, dass der Herr Weidnitzer, trotz der Vorfälle 10 Stimmen bekommen hat.

    • Konrad Dieterich sagt:

      Der RCDS wird mit drei Sitzen im Studierendenrat vertreten sein: aus der Fachschaft PhilFak I (Sozial- und historische Kulturwissenschaften) mit einem Sitz und aus der Fachschaft Wirtschaftswissenschaften mit zwei weiteren Sitzen. Die Angabe auf http://www.hochschulwahl.info (Stand 19. Mai 2010, 20.09 Uhr) ist zur Zeit nicht korrekt und ging irrtümlich davon aus, dass Mehrheitswahl gilt.

      Die Liste des RCDS hat ihren Wahlerfolg der personalisierten Verhältniswahl zu verdanken. Das angewandte d’Hondtsche Höchstzahlverfahren begünstigt Listen mit vielen Kandidaten, weil die Stimmen der einzelnen Kandidaten zusammengezählt werden und Listen mit hoher Gesamtstimmenzahl strukturell bevorzugt werden. Auch die Grüne Hochschulgruppe (GHG) und der Wahlvorschlag 1 aus der Fachschaft PhilFak I haben vom Höchstzahlverfahren profitiert.

      Je zwei Einzelkandidaten aus den Fachschaften PhilFak I und Wirtschaftswissenschaften werden nun nicht im nächsten Studierendenrat sitzen, obwohl sie jeweils relativ viele Stimmen bekommen haben.

      Bei den Wahlen zu den Fachschaftsräten ist der RCDS mit keiner Liste angetreten.

      Die personalisierte Verhältniswahl ist als Standardwahlverfahren im Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (§ 62 Abs. 1 und § 65 Abs. 2) vorgesehen. Die Mehrheitswahl, die bei Studierendenschaftswahlen regelmäßig zum Einsatz kommt, ist eigentlich eine Ausnahmeregelung. Einfach ausgedrückt kommt laut Hochschulwahlverordnung der Martin-Luther-Universität die Mehrheitswahl dann zur Anwendung, wenn eine definierte Anzahl an Kandidaten nicht erreicht wurde.

  2. Werner sagt:

    Zur Wahl WiWi, warum sollte da personalisiertes Verhältniswahlrecht angewandt werden?

    Laut Wahlordnung:
    § 10
    Verhältniswahl
    (1) Verhältniswahl findet statt, wenn
    1. von einer Wählergruppe drei oder mehr Vertreter oder Vertreterinnen zu wählen sind und
    2. von dieser Wählergruppe mindestens zwei gültige Wahlvorschläge eingereicht wurden, die zusammen min-
    destens doppelt so viele Bewerber oder Bewerberinnen aufweisen wie Mitglieder zu wählen sind.
    Sind Wahlbereiche gebildet, so ist die Zahl der in dem Wahlbereich zu wählenden Vertreter und Vertreterinnen einer
    Wählergruppe maßgeblich; dies gilt auch für die Gesamtstimmenzahl.
    (2) Der Wähler bzw. die Wählerin hat so viele Stimmen, wie Mitglieder seiner bzw. ihrer Gruppe zu wählen sind (Ge-
    samtstimmenzahl). Er bzw. sie kann die Gesamtstimmenzahl auf die Bewerber oder Bewerberinnen der Wahlvorschlä-
    ge verteilen und einem Bewerber bzw. einer Bewerberin bis zu zwei Stimmen geben.

    zu (1) das passt

    aber (2):
    http://www.hochschulwahl.info/kandidaten-fur-stura-und-fachschaften/?gremium=1&bereich=17
    Vertreter für Stura: 5

    RCDS: 5 KandidatInnen
    Liberale:2 KandidatInnen
    5+2=7<10

    Aber vllt versteh ich das nur falsch?

    • Konrad Dieterich sagt:

      Es sind insgesamt 5 gültige Wahlvorschläge eingegangen
      (Bedingung »mindestens zwei Wahlvorschläge« erfüllt)

      mit zusammen 1+5+1+1+2=10 Bewerberinnen oder Bewerbern
      (Bedingung »mindestens doppelt so viele Bewerber wie Plätze« erfüllt).

  3. Ronald sagt:

    Wann wird das Ergebnis denn amtlich bekannt gegeben inkl. Einzelstimmen bei PhilFak 1??

  4. Thomas sagt:

    Aber »2. von dieser Wählergruppe mindestens zwei gültige Wahlvorschläge eingereicht wurden, die zusammen mindestens doppelt so viele Bewerber oder Bewerberinnen aufweisen wie Mitglieder zu wählen sind.« Das heißt doch, dass von diesen zwei Wahlvorschlägen mindestens doppelt so viele Bewerber kommen müssen und nicht von allen Wahlvorschlägen insgesamt oder? Wobei mensch es natürlich auch so wie Konrad auslegen kann.
    Vielleicht gehen ja auch so wenige wählen, da niemand das Wahlrecht versteht. War es bei den Wiwis übrigens eine geschlossene oder offene Liste, daran kann mensch es wohl am besten nachvollziehen.

    Davon abgesehen wir hatten 2009 doch keine Wahlbeteiligung von fast 20% oder? Die großen Fakultäten PhilFak I und WiWi hatte nur 9% bzw. 5%, dass wurde doch niemals so massiv von den kleineren Bereichen ausgeglichen. Leider ist auf der Wahlarchivseite keine Gesamtstatistik einzusehen, sondern nur die einzelnen Bereiche.

    • Doch, Thomas. Im vergangenen Jahr hatten wir eine Wahlbeteiligung von circa 19 Prozent! Eine amtliche Angabe kann ich dir nicht geben, dafür aber den Link zu einem Artikel von uns, damals nach der Wahl: http://hastuzeit.de/7tt
      Die Zahl habe ich damals vom Öffentlichkeitsreferenten des StuRa bekommen, darauf kann man also vertrauen.

      • Thomas sagt:

        Ok ich hab mal nachgerechnet und komme auch auf 19,14 % :-/ Schade ich hatte gehofft, dass durch den Bildungsstreik ein paar mehr Leute politisiert worden wären. Mal abwarten, was bei den einzelnen Bereichen rauskommt, denn zumindest gab in einigen Bereichen es weit mehr Kandidaten als im letzten Jahr.

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