Mai 2010 hastuUNI 6

Sommer – Sonne – Studierendenstreik

Alles neu macht der... Juni? Anfang des Monats sollen die halleschen Studierenden gemeinsam mit Schülern, Azubis, Dozierenden usw. wieder auf die Straße gehen.

Alles neu macht der… Juni? Anfang des Monats sollen die halleschen Studierenden gemeinsam mit Schülern, Azubis, Dozierenden usw. wieder auf die Straße gehen. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits seit mehreren Wochen. Roland Koch hatte vor einigen Tagen gefordert, im Sinne der Haushaltskonsolidierung der Länder unter anderem auch im Bildungssektor massive Sparpläne aufzufahren. Außerdem hatte der mittlerweile zurückgetretene Ministerpräsident Hessens die geplante BAföG-Erhöhung und die Einführung der neuen Förderungsprogramme kategorisch abgelehnt. Nach dem Rasenmäher-Prinzip, so die Forderung, solle in allen Bereichen zu gleichen Teilen gespart werden. Ob Koch sich bewusst gewesen ist, dass er damit die Debatte um die Rolle und den Wert der Bildung neu auflegt?

Uns geht es nicht um die Akzeptanz des Bachelor-Abschlusses in der Wirtschaft – wofür sich die Bildungsministerin Annette Schavan unbedingt einsetzen will. Wirtschaft ist nur ein Instrument der Gesellschaft und nicht umgekehrt – die Politik scheint es heute vergessen zu haben. Unser Ziel ist es, daran permanent zu erinnern und zu Aktivitäten gegen diese gefährliche Entwicklung zu motivieren. Wir fordern eine Bildungspolitik, die an den Anforderungen einer demokratischen, toleranten, kritischen und sich weiterentwickelnden Gesellschaft orientiert ist, und nicht an denen des Wirtschaftssystems. (Quelle: BS Halle)

Unter dem Schlagwort „Bildungsstreik 3.0 » wollen die Organisatoren des Bildungsstreiks Halle ab dem 7. Juni für die Demo in Halle mobilisieren, die bereits am 9. Juni stattfinden soll. Bei der Sitzung des BS Halle ging es am 27. Mai vor allem darum, die geplanten Workshops und weitere Aktionen zu konkretisieren: So wird es zum einen verschiedene Workshops zu aktuellen Entwicklungen und „realen» Möglichkeiten sowie Chancen in der Hochschulpolitik geben. Darüber hinaus sollen auch Konzepte behandelt werden, die derzeit rein rechtlich schwer umsetzbar und ein wenig illusorisch erscheinen, dafür aber eine deutlich stärkere Demokratisierung der Hochschulen fordern. Neben den mehr als 15 Studierenden waren auch zwei Gewerkschaftsvertreter anwesend, die ihre Mithilfe bei der Demo-Organisation zusicherten.

Eine genaue Route für die geplante Demo steht noch nicht fest. Allerdings haben die Veranstalter aus den „Fehlern» im vergangenen Jahr gelernt: Dieses Mal wird eine Route zusammengestellt werden, die direkt durch die Innenstadt führen und damit für mehr Aufmerksamkeit sorgen soll.

Besetzungen seien nach Angaben der Veranstalter erst einmal nicht geplant – allerdings fügten sie mit einem Augenzwinkern hinzu, dass sie sich den Initiativen weiterer Studenten auf keinen Fall in den Weg stellen wollten.

Über Tom Leonhardt

Tom Leonhardt
Ehemaliger Mitarbeiter
Twitter:

, , , ,

Erstellt: 28.05. 2010 | Bearbeitet: 05.08. 2010 16:06