Sommer – Sonne – Studierendenstreik
Alles neu macht der... Juni? Anfang des Monats sollen die halleschen Studierenden gemeinsam mit Schülern, Azubis, Dozierenden usw. wieder auf die Straße gehen.
Alles neu macht der… Juni? Anfang des Monats sollen die halleschen Studierenden gemeinsam mit Schülern, Azubis, Dozierenden usw. wieder auf die Straße gehen. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits seit mehreren Wochen. Roland Koch hatte vor einigen Tagen gefordert, im Sinne der Haushaltskonsolidierung der Länder unter anderem auch im Bildungssektor massive Sparpläne aufzufahren. Außerdem hatte der mittlerweile zurückgetretene Ministerpräsident Hessens die geplante BAföG-Erhöhung und die Einführung der neuen Förderungsprogramme kategorisch abgelehnt. Nach dem Rasenmäher-Prinzip, so die Forderung, solle in allen Bereichen zu gleichen Teilen gespart werden. Ob Koch sich bewusst gewesen ist, dass er damit die Debatte um die Rolle und den Wert der Bildung neu auflegt?
Uns geht es nicht um die Akzeptanz des Bachelor-Abschlusses in der Wirtschaft – wofür sich die Bildungsministerin Annette Schavan unbedingt einsetzen will. Wirtschaft ist nur ein Instrument der Gesellschaft und nicht umgekehrt – die Politik scheint es heute vergessen zu haben. Unser Ziel ist es, daran permanent zu erinnern und zu Aktivitäten gegen diese gefährliche Entwicklung zu motivieren. Wir fordern eine Bildungspolitik, die an den Anforderungen einer demokratischen, toleranten, kritischen und sich weiterentwickelnden Gesellschaft orientiert ist, und nicht an denen des Wirtschaftssystems. (Quelle: BS Halle)
Unter dem Schlagwort »Bildungsstreik 3.0 « wollen die Organisatoren des Bildungsstreiks Halle ab dem 7. Juni für die Demo in Halle mobilisieren, die bereits am 9. Juni stattfinden soll. Bei der Sitzung des BS Halle ging es am 27. Mai vor allem darum, die geplanten Workshops und weitere Aktionen zu konkretisieren: So wird es zum einen verschiedene Workshops zu aktuellen Entwicklungen und »realen« Möglichkeiten sowie Chancen in der Hochschulpolitik geben. Darüber hinaus sollen auch Konzepte behandelt werden, die derzeit rein rechtlich schwer umsetzbar und ein wenig illusorisch erscheinen, dafür aber eine deutlich stärkere Demokratisierung der Hochschulen fordern. Neben den mehr als 15 Studierenden waren auch zwei Gewerkschaftsvertreter anwesend, die ihre Mithilfe bei der Demo-Organisation zusicherten.
Eine genaue Route für die geplante Demo steht noch nicht fest. Allerdings haben die Veranstalter aus den »Fehlern« im vergangenen Jahr gelernt: Dieses Mal wird eine Route zusammengestellt werden, die direkt durch die Innenstadt führen und damit für mehr Aufmerksamkeit sorgen soll.
Besetzungen seien nach Angaben der Veranstalter erst einmal nicht geplant – allerdings fügten sie mit einem Augenzwinkern hinzu, dass sie sich den Initiativen weiterer Studenten auf keinen Fall in den Weg stellen wollten.
Über Tom Leonhardt
Erstellt: 28.05. 2010 | Bearbeitet: 05.08. 2010 16:06
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6 Kommentare
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Danke für den Artikel, aber nicht nur die Studenten demonstrieren wieder sondern auch die Studentinnen
Also magst du Studierendenstreik draus machen?
»[...] aber nicht nur die Studenten demonstrieren wieder sondern auch die Studentinnen [...]«
Wenn Sie wüssten, dass es sich hier bei dem Wort »Studenten« um das generische Maskulinum handelt, dann würden Sie mitnichten solche Spracheskapaden fordern. Dieser Genderschwachsinn ist geprägt von einer femifaschistischen Werteordnung, und dient nicht im geringsten der Gleichberechtigung, sondern der Spaltung zwischen Mann und Frau.
Ich war schon bei einigen Ansprachen und Abstimmungen in Hörsälen dabei, aber seit einiger Zeit wird dort nur noch von einer »Rednerinnenliste« und von »abstimmenden« gesprochen. Als dann eines Tages sogar das Wort »Mitglied« (neutrum) feminisiert wurde, habe ich für mich entschlossen, diesen Veranstaltungen fern zu bleiben. So verspielt man seine Glaubwürdigkeit. Ich bleibe der deutschen Sprache treu und damit auch mir selbst. Ein Hoch auf unsere Studenten.
um die genderdiskussion abzulenken sag ich dazu dass es schüler, ja schüler (beides Gesclechts und wahrscheinlich allem was dazwischen liegt
auch streiken. Ich würde daraus doch den ursprünglichen namen verwenden, nähmlich – Bildungsstreik, oder zumindest Bildungsprotest. Es geht ja nihct nur um die studis :p
Haha, die Genderpolizei!
@Nancy
Bei uns wird das Wort Mitglieder nicht gegendert (aus dem von dir genannten Grund). Inwieweit das Gendern eine Spaltung von Mann und Frau vorantreibt kann ich nicht beurteilen und empirisch ist das ja eh nicht messbar, allerdings geb ich dir recht das manche Punkte sicherlich übertrieben sind.
@Werner: Spalter
Davon abgesehen, ist es mir auch ein Rätsel, wie das Gendern, was ja darauf abzielt beide Geschlechter mit der jeweiligen Bezeichnung zu umfassen, zur Geschlechterspaltung beitragen soll. Höchstens vielleicht, dass der soziale Frieden dadurch gewahrt wird, dass das weibliche Geschlecht wieder unsichtbar wird und es entsprechend kein sichtbares Konfliktpotential mehr gibt.