Jan 2010 hastuUNI Nr. 31 0

213 – Handgemacht

Design-Studenten basteln an der dritten Ausgabe ihres Illustrationsmagazins. hastuzeit besuchte sie in ihrem Arbeitsraum.

Einige Eindrücke aus der zweiten Ausgabe, »The Wooden House«

Auf der Suche nach den Erschaffern des 213-Magazins führt uns unser Weg vor den Raum 213 im Goldbau am Neuwerk. Hier ist die Geburtsstätte des Kunstmagazins, die ihm auch seinen Namen verleiht. Dass hinter diesem simplen Namen kreative Köpfe stecken, wird uns schon beim Betreten des Raumes klar. Bunte Bilder an den Wänden, Künstlerutensilien und natürlich Farbe, Farbe, Farbe. Mittendrin treffen wir auf Stefanie Leinhos, Hannes Hirche, Tobias Jacob und Tim Romanowsky. Sie alle studieren Kommunikationsdesign und sind in der Illustrationsklasse. Ebenfalls bilden sie einen Teil der siebenköpfigen Hauptorganisationsgruppe des Magazins.

»Die Idee dafür wurde schon vor längerer Zeit von unserem Professor, Georg Barber, in den Raum gestellt. Die Vorsätze, wirklich so ein Magazin zu machen, scheiterten aber immer wieder an der Frage, wer die Verantwortung übernimmt.

Außerdem können sich viele Künstler oft schwer einigen«, erklärt uns Stefanie. Vor einem Jahr haben sich dann aber doch einige Studenten zusammengefunden, um eine Plattform zu schaffen, auf der man seine Arbeiten auch außerhalb der Uni präsentieren kann. Mittlerweile wurden zwei Ausgaben herausgegeben. »Für die Organisation finden sich immer wieder die gleichen Leute zusammen, die sich auch gut verstehen. Die machen das Projekt erst möglich. Es können aber von jedem Zeichnungen eingereicht werden, die abgedruckt werden sollen«, betont Hannes.

Diese Organisationsform hat sich bei den Burg-Studenten bewährt. Sie haben damit das Interesse bei vielen Künstlern geweckt, die sich eine Veröffentlichung ihrer Werke wünschen, ohne dass sie organisatorisch am Magazin mitarbeiten. Für die zweite Ausgabe, die das lockere Motto »The Wooden House« trägt, haben 16 Illustratoren ihre Bilder eingereicht, die veröffentlicht worden sind.

»Den Heften sind keine starren Themen vorgegeben. Das ist auch gut so, denn sie sollen ja keine Geschichten erzählen. Die Arbeiten stehen für sich selber«, fügt Tim hinzu.

Da das 213-Magazin im Rahmen des Illustrationskurses entsteht, findet man im Heft ausschließlich Bilder. Dabei wurden bei den bisherigen Ausgaben verschiedene Herstellungstechniken ausprobiert. Steffi beschreibt: »Das erste Heft entstand am Kopierer. An diesem kann man wie beim Siebdruck verschiedene Farben übereinander drucken und so Mischfarben erzeugen. Das Ergebnis fühlt sich fast genau wie ein Siebdruck an.«

An der nächsten Ausgabe wird bereits getüftelt. »Dieses Heft wird im Original-Offset gedruckt werden. Damit lassen sich Farben und deren Abstufungen ohne Raster drucken«, erzählt Tobias.

Außerdem ist zusätzlich ein Heft mit der »neuen Generation« geplant. »In naher Zeit werden die Mitglieder der aktuellen Organisationsgruppe nach und nach ihr Studium beenden. Durch das zusätzliche Heft sollen unsere Nachfolger die Techniken und die Organisation lernen, um bestenfalls das fünfte und sechste Magazin zu produzieren.«

Man darf also auf weitere Ausgaben gespannt sein. Es bleibt dem 213-Magazin somit noch Zeit, sich in Halle zu etablieren. Hier ist das Heft bisher noch ein Insider-Tipp.

»Das, obwohl sich die Hefte wirklich zum Sammeln anbieten. Durch das immer gleiche Format sehen sie echt schick im Regal aus«, sagt Tobias mit einem Augenzwinkern.

Weitere Infos

Weitere Informationen findet ihr auf: www.213magazin.de

Über Julia Kloschkewitz

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Erstellt: 25.01. 2010 | Bearbeitet: 22.01. 2010 10:18