Zum 52. Mal: DOK in Leipzig
Festival für Dokumentar- und Animationsfilme startete am Montag in Leipzig.
Am Montag, dem 26. Oktober, war es wieder soweit. In Leipzig begann zum mittlerweile 52. Mal das Internationale Festival für Dokumentar- und Animationsfilme, kurz DOK genannt.
Für Fachpublikum und Filmfreaks ist das DOK sowieso ein Höhepunkt im Kalenderjahr. Doch auch das »normale« Publikum kann bei den über 300 verschiedenen Filmen allerhand neue Themenfelder erschließen, eigene Wissensgebiete ausbauen und aus neuem Winkel auf bekannte und unbekannte Welten blicken. Einen Schwerpunkt setzt das Festival 2009 auf die revolutionären Prozesse um das Jahr 1989 in Mittel- und Osteuropa. Außerdem gibt es eine Sonderreihe von Filmen afrikanischer Regisseure, die Einblick in den Alltag ihrer Heimatländer gewähren. Einen Höhepunkt der Filmwoche bildet das 50-jährige Jubiläum der Retrospektive des Bundesfilmarchiv und wer sich mit Joris Ivens, einem der bedeutendsten Dokumentarfilmemacher des 20. Jahrhunderts, bekannt machen möchte, erhält bei mehrerern Vorführungen seiner Werke Gelegenheit, wobei sogar seine frühesten Filme aus den 20er Jahren zu sehen sein werden.
Die Filme beim DOK-Festival wollen nicht nur Unterhalten, sondern auch bilden. Ob der Blick in ein russisches Kindergefängnis, Gespräche im Schwebezustand einer Chemotherapie oder Geschichten über Alltag und Erinnerungen tschetschenischer Kriegsversehrter, die nun zusammen Fußball spielen – das vielseitige Dokumentar- und Animationsfilmprogramm öffnet den Zuschauern eine neue Tür und führt an Orte, zu denen er normaler Weise nie gelangen würde. Lässt ihn teilhaben an wunderbaren Gedanken und zwingt ebenso zum Anblick grausamer Realitäten.
Die Ticketpreise, sowie die Fahrt nach Leipzig sollten also nicht abschrecken. Das Tagesticket kostet 15 Euro, die Studentenwochenkarte 35 Euro. Das Festival dauert noch bis Sonntag (01.November 2009).
weitere Informationen: http://www.dok-leipzig.de/
Über Julia Glathe
Erstellt: 28.10. 2009 | Bearbeitet: 04.11. 2009 18:27
Kurz-URL: http://hastuzeit.de/8il
Könnte dich auch interessieren
»Man muss das Publikum auch quälen«
15 Minutes of Fame
Der Ort der Angst
»Halle pushen – und das nicht zu knapp«
Kino.120a startet wieder
Triftpunkt verabschiedet sich
Sag Deine Meinung
Fantasie als Lernmethode
Offen für Neues
Das Gedächtnis als Fotoalbum
Zum Lernen gemacht
Erinnerungskulturen
Anterograde Amnesie – ein Leben ohne Zukunft
Vom Leerstand zum Wohlstand
Literaturrecherche auf dem Laufband
Der virtuelle Kampf gegen die Angst
Königsdisziplinen des Studierens
Letzte Kommentare