Okt 2009 hastuUNI Nr. 28 0

Neue Strukturen, neue Leute … alte Denkweisen beim Stura?

Der Stura hat sich neu konstituiert. Ein Ausblick

06_Uni_SturavorstellungDie Tage werden wieder kürzer, grauer, nasser. Doch je kälter es draußen wird, desto »wärmer« wird es auf dem Campus: Mehr und mehr Studierende bevölkern die Mensen, versammeln sich in Bibliotheken, und bald erwachen auch die Hörsäle zu neuem Leben. Mitte Oktober findet schließlich die erste Stura-Sitzung im neuen Semester statt – mit neuen Vertretern, die neu strukturiert neue Projekte in Angriff nehmen. Ein verträumt-romantischer, ja fast verklärter Blick?

Michael Seifert wirkt etwas erschöpft. Eigentlich kein Wunder, wenn man – wie er – die schönsten Tage des Jahres über Anträgen statt im Freibad zubringt. Michael ist Vorsitzender des Sprecherkollegiums im Stura und hatte in den Semesterferien neben Hausarbeiten und Klausuren vor allem eines im Kopf: Wie geht es im Wintersemester mit dem neuen Stura weiter? »Imageverbesserung, Förderung studentischen Engagements, Optimierung der hochschulpolitischen Arbeit«, zählt er auf. In Gedanken an die letzte zehrende, schier unendlich lange Stura-Sitzung des Sommersemesters 2009 ziehen die Schlagworte vorbei, nur eine Frage bleibt im Kopf hängen: »Werden denn auch die Sitzungen in Zukunft anders ablaufen?«

– für manch einen ein entscheidendes Kriterium, wenn es um das Image des Stura geht. Wenn es nach ihm ginge, sagt Michael, könnten die Sitzungen vor allem entschlackt werden, indem die Diskussionen auf wesentliche Sachverhalte fokussiert werden.

Das Arbeitsklima habe sich jedenfalls schon gebessert: Die Kommunikation liefe reibungsloser, das Engagement insgesamt sei größer. Einen Grund dafür sieht Michael in der neuen Sprecherstruktur: Es gibt jetzt insgesamt zehn Sprecher, die Hälfte davon bildet das Sprecherkollegium. »Obwohl natürlich mit weniger Ämtern mehr Arbeit auf die einzelnen zukommt, ist die Koordination gemeinsamer Termine leichter. So konnten sich die Sprecher der verschiedenen Ressorts während der Ferien problemlos regelmäßig treffen.« Scheint die Gleichung also aufzugehen: neue Strukturen + neue Leute = neue Denkweise im Stura, denn insgesamt klingt es gut, was Michael da erzählt. Ob allerdings seine euphorischen Worte eine Folge des romantischen Herbstwetters sind oder ob sich in der laufenden Legislaturperiode wirklich etwas ändert, wird sich erst noch zeigen.

Über Stefanie Sachsenröder

Stefanie Sachsenröder
Stefanie Sachsenröder hat Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert. Drei Jahre lang war sie als Redakteurin in der hastuzeit aktiv, 2010 war sie Chefredakteurin.

Erstellt: 05.10. 2009 | Bearbeitet: 05.10. 2009 04:51