Künstlerischer Mikrokosmos »ufo«
Seit zwei Jahren eine Bereicherung für die hallische Atmosphäre: eine Galerie, die über den Konventionen schwebt.
Die ufo Galerie in der Adam-Kuckhoff-Straße 30 zeigt, wie Kunst sich über den herkömmlichen Rahmen hinausbewegen kann. Ihr Betreiber Holger Neumaier beschreibt die etablierte hallische Szene als eine eher traditionelle, die sich auf klassische Kunstformen wie Malerei konzentriert. Viele junge Künstler können sich darin nicht wiederfinden. Zudem müssen unkonventionellere Formen wie Medienkunst auch anders in Szene gesetzt werden und dienen selten dem Verkauf.Vor knapp zwei Jahren landete schließlich das ufo, um den kreativen Freigeistern des hallischen Kunstkosmos eine Plattform zu bieten. Die Förderung durch die Kunststiftung Sachsen-Anhalt hat es ermöglicht, ungewöhnliche, teils bizarre Projekte zu präsentieren, die eben nicht vornehmlich dem Verkauf dienen. Galerist Holger Neumaier wird Halle den Rücken kehren, wenn die Förderung dieses Jahr ausläuft:
»Aber ich hoffe, dass die ufo Galerie weiter ein Freiraum jenseits der etablierten Ausstellungsorte sein wird.«
Dafür zu sorgen, haben sich Steffen Hendel und Sebastian Löwe vorgenommen. Sie haben das letzte Projekt der Galerie Zombie DDR geleitet. Nach ihrem Konzept soll das ufo eine Wirkungsstätte sein, in der man sich aktiv mit gesellschaftlichen Geschehnissen auseinandersetzt, wie durch Filmvorstellungen oder Diskussionen:
»Wir wollen die Freiheit der Kunst mit kritischen Inhalten zusammenbringen. Wissenschaft und Kunst sollen sich ergänzen.«
Damit jeder Interessierte kostenfrei teilnehmen kann, bemühen sich Hendel und Löwe derzeit um neue Stiftungsgelder.
Weitere Informationen auf www.ufogalerie.com
Über Janika Lippold
Erstellt: 13.12. 2009 | Bearbeitet: 14.12. 2009 00:08
Kurz-URL: http://hastuzeit.de/94b
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