Nov 2009 hastuUNI 0

HRK-Demo: Umfangreiche Zuschüsse

StuRa erhöht Zuschuss. Rektor gibt Geld dazu.

hastuzeit-Icon 150x150 © 2009 Matthias KretschmannWer heute zur Demo nach Leipzig fahren will, der sollte nicht nur 11 Uhr am Bahnhof Halle sein, sondern auch seinen Studierenden- und Personalausweis bei sich haben. Denn diese sind für die Ticketvergabe wichtig.

Die Fahrt steht mittlerweile auch auf finanziell sicheren Füßen. Der StuRa lässt doch noch insgesamt 1750 Euro springen. Vor zwei Wochen bewilligte man nur einen Antrag, der 120 Studierenden die Fahrt nach Leipzig ermöglichte. Nun schloss man mit der Deutschen Bahn einen Pauschalvertrag, der die Bahnreise von  600 bis 700 Hochschülern garantiert, sofern sie ihre Ausweise dabei haben. Zudem kommt Unterstützung aus dem Rektorat. Dem Plädoyer an die Dekanate ließ Rektor Diepenbrock auch monetäre Mittel folgen. Mit 1200 Euro unterstützt das Rektorat die Reise zur Demo anlässlich der Konferenz, an der der Rektor selber teilnimmt.

Warum zur HRK-Demo fahren wichtig für euch sein könnte, steht in der Pressemitteilung der Aktion »Bildungsstreik Halle«:

Pressemitteilung zur Demonstration im Rahmen der Hochschulrektorenkonferenz

Heute, am 24.11.09, findet in Leipzig die Mitgliederversammlung der Deutschen Hochschulrektorenkonferenz (HRK) statt. Die Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der »Burg Giebichenstein« Hochschule für Kunst und Design werden dagegen in Leipzig zusammen mit den Studierenden zahlreicher anderer Universitäten protestieren. Aus folgenden Gründen:

Die HRK bezeichnet sich als DIE »Stimme der deutschen Hochschulen«, ist aber in der derzeitigen Zusammensetzung nur die Vertretung der RektorInnen und PräsidentInnen und kein demokratisches Gremium der Hochschulen.

Außerdem spricht sie sich für Studiengebühren aus, angeblich zur Profilbildung und Förderung der Lehre. In einem marktwirtschaftlichen System seien Preise für Leistungen unerlässlich. Der HRK und die Bertelsmann Stiftung (die sich für die Durchsetzung des unternehmerischen Denkens in allen Bereichen der Gesellschaft einsetzt) betreiben außerdem das Centrum für Hochschulentwicklung, einen neoliberalen Think Tank, der als »Dienstleister« auch auf die Hochschulpolitik einwirkt. Die Studierendenschaft spricht sich gegen diese Ökonomisierung des Studiums aus, bei der nicht mehr die freie Bildung sondern nur noch die Ausbildung im unternehmerischen Sinne im Vordergrund steht.

Die bundesdeutsche Bildungspolitik wird maßgeblich von der HRK beeinflusst durch die Empfehlungen, die sie zusammen mit der Kultusministerkonferenz aussprechen. Dies kann die Studierendenschaft aufgrund oben genannter Gründe nicht dulden. Die Demonstration findet am Dienstag den 24.11.09 um 13.00 in Leipzig statt (ausgehend vom Hauptbahnhof), die halleschen Studierenden treffen sich um 11.00 vor dem Hauptbahnhof. Der Bildungsstreik kümmert sich um den Transport. Nur wer kommt, kann was verändern.

Über Julius Lukas

Erstellt: 24.11. 2009 | Bearbeitet: 19.05. 2012 16:38