Es ist entsetzt?
Seit gestern haben die BesetzerInnen des Audimax den Hörsaal vorerst geräumt.
Mit dem Ende der Vorlesungszeit vor Weihnachten am 18. Dzemeber wird das seit dem 18. November besetzte Audimax der MLU Halle »entsetzt«. Dabei handelt es sich nicht um das Ende der Studierendenbewegung, die »Entsetzung« stellt den Beginn einer neuen Etappe dar.
Mit den internationalen Hochschulbesetzungen und zahlreichen Studierendenprotesten u.a. während der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Leipzig am 24. November und während der Kultusministerkonferenz (KMK) in Bonn am 10. Dezember haben wir, die Studierenden, der Öffentlichkeit die massiven Probleme des Bildungssystems ins Bewusstsein gerufen.
Jetzt ist es an der Regierung, die angekündigten Maßnahmen umzusetzen und an den Studenten, diese Umsetzung voranzutreiben.
Die Vorsitzende der HRK, Margret Wintermantel, zeigt eine gewisse Einsicht bezüglich der gemachten Fehler in der Umsetzung der Bologna-Reform, Bildungsministerin Annette Schavan spricht den Protestierenden ihr »vollstes Verständnis« aus. Einsicht und Verständnis allein können aber die Studienbedingungen nicht verbessern.
So wurde auf der KMK beschlossen, dass die Prüfungen im Bachelorstudium auf ein »notwendiges Maß« reduziert werden sollen. Es wird angestrebt, dass die Studierenden nur noch maximal eine Prüfung pro Modul ablegen, außerdem soll die Studiendauer »flexibilisiert« werden. Auch die HRK spricht von der angestrebten partiellen Überarbeitung der Bologna-Reform.
Ebenfalls sollen in Zusammenarbeit mit den Universitäten die Studienpläne bezüglich der Stoffdichte, Moduleinteilung und Prüfungsanzahl überprüft werden. Wir sind auf die Ergebnisse gespannt.
Möglicherweise bringt der von Angela Merkel initiierte Bildungsgipfel am 16. Dezember weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Studiensituation hervor. Die Umsetzung dieser angekündigten Maßnahmen, die Erfüllung der Forderungen u.a. nach mehr Geld für die Hochschulen, der sinnvolle Einsatz dieser Mittel und eine Überarbeitung des Bachelorstudienprogramms.
Wer dazu beitragen möchte, dass die Studienbedingungen an der MLU Halle wirklich verbessert werden und dass die angekündigtem Maßnahmen nicht zu Symbolpolitik gerinnen, kann sich beteiligen.
Über Tom Leonhardt
Erstellt: 19.12. 2009 | Bearbeitet: 22.01. 2010 09:06
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2 Kommentare
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Die Protestierenden treffen sich am 13.01. um 19 Uhr im Anhalter Zimmer, um das weiter Streikaktivitäten zu besprechen. Dabei werden auch die Ergebnisse des Bundesweites Bildungsstreik Vernetzungstreffen vom letzten We (18-20.12.) präsentiert und weitere wichtige Termine besprochen.
Das Treffen steht natürlich jeden Studierenden offen.
Ok, danke für den Hinweis. Habe das Treffen in unseren Terminkalender aufgenommen: Bildungsstreik-Treffen Jan 2010.
Es wäre aber schön, wenn ihr auch für alle nachvollziehbar auf euren Kanälen über solche Termine informieren würdet. Es ist weder auf eurer Website noch in eurem Twitter-Account zu finden. Insofern existiert dieser Termin als öffentlicher Termin nur hier in deinem Kommentar bei der hastuzeit und das ist ja eigentlich nicht Sinn der Sache, oder?